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belastungsorientierte Auftragsfreigabe

bestandsorientierte Komponente von Produktionsplanungs- und -Steuerungssystemen. Durch eine spezifische Lösung des Problems der Auftragsfreigabe sollen zu hohe Bestände und daraus folgende längere Durchlaufzeiten der Aufträge verhindert werden. Die charakteristischen Parameter für eine zentrale Steuerung des Produktionsdurchlaufs sind eine Terminschranke für die Berücksichtigung potentiell einzugebender Aufträge und Belastungsschranken für jeden zu belegenden Arbeitsträger. Die Aufträge werden nach ihren Soll-Start- terminen geordnet, zu denen sie spätestens freigegeben werden müssen. Bei der Einplanung für die nächste Periode werden nur Aufträge berücksichtigt, deren Soll-Starttermine unter einer festzulegenden Terminschranke, dem Vorgriffshorizont, liegen. Alle Aufträge mit späteren Soll-Startterminen bleiben für die nächste Planungsperiode ausser Betracht. Die Einplanung der Aufträge erfolgt nach der Dringlichkeit ihrer Soll-Starttermine unter Beachtung der Belastungsschranken. Letztere stellen ein festzulegendes prozentuales Vielfaches (z.B. Einlastungsprozentsatz 200%) der Periodenkapazität eines jeden Arbeitsträgers dar. Eingelastet werden nacheinander die Aufträge, die an keinem der von ihnen beanspruchten Arbeitsträger dessen Belastungsschranke unter Berücksichtigung der schon zugeordneten Aufträge überschreiten. Ist bei einem Arbeitsträger die Belastungsschranke erreicht, wird er für weitere Einplanungen gesperrt. Bei diesem System sollte der Auftragsumfang näherungsweise mit der Periodenkapazität abgestimmt sein. Ferner müssen die Endtermine der Aufträge zumindest grob feststehen. Man muss Maschinen- und Personalkapazitäten kennen, die Arbeitspläne und die Losgrössen müssen vorliegen. Weitere Voraussetzungen bestehen in der Verfügbarkeit von Material, Werkzeugen, Vorrichtungen u.ä. Die belastungsorientierte Auftragsfreigabe ist vor allem bei Werkstattfertigung anwendbar und für kleine Lose besonders günstig. Ein wichtiger Vorteil ist in ihrer Einfachheit zu sehen, während sich die Einschränkung des Planungszeitraums auf eine kurze Frist (z.B. eine Woche) als Nachteil erweist. Hierdurch werden längerfristige Schwankungen der Beschäftigung u.ä. nicht berücksichtigt. Zudem erfordert die Konzentration auf die Auftragsfreigabe eine Durchführung der Produktionsprogramm-, Losgrössen- und Kapazitätsplanung in einem übergeordneten System. Die Integration in ein solches System ist ebenso wie die Festlegung der Steuerungsparameter Termin- und Belastungsschranken schwierig.              Literatur: Wiendahl, H. P., Belastungsorientierte Fertigungssteuerung. Grundlagen, Verfahrensaufbau, Realisierung, München, Wien 1987. Zäp- fel, G., Strategisches Produktions-Management, Berlin, New York 1989.

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