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Center-Konzept

Grundsätzlich gibt es einmal die Profit Center. Es handelt sich um Organisationseinheiten in der Marktbearbeitung - sei es divisional, oder regional, vertriebswegbezogen, kundenorientiert oder um vernetzte Lösungen simultan in Form einer Matrixorganisation. Leistungsart bei den Profit Centers ist der extern zu fakturierende Absatz als Leistungsmengen; mit den Verkaufspreisen bewertet dann die Umsatzerlöse.

Die anderen Centers sind Cost Centers. Einmal solche in der Fertigung - die Fertigungsstellen. Deren Leistungsart sind die Bezugsgrößen und entsprechend die dazugehörigen Kostensätze. In den (administrativen) Nicht-Fertigungsstellen sind die Leistungsarten die Standards of Performance als z. B. Anzahl (interne) Vorgänge. Für diese Vorgänge lassen sich bestimmen die Vorgangskostensätze oder Strukturkosten-Tarife (Prozesskostensätze).

Jetzt gibt es Tendenzen, die Cost Centers in die Nähe der Philosophie von Profit-Centers zu rücken. So entstehen in der Fertigung Produktleistungszentren (abgekürzt: PLZ). Deren Leistungsart ist ein Bereichsprodukt (im Automobilbau z.B. ein Getriebe) multipliziert mit dem Bereichskostensatz oder einem Als-ob-Einkaufspreis (Benchmarking). Solche Als-ob-Einkaufspreise könnten entweder Vergleichspreise auf dem Markt sein oder sie ergeben sich in der Zerlegung des machbaren Verkaufspreises des Endprodukts in die einzelnen Produktkomponenten im Sinn des Target Costing.

Falls ein Produktleistungszentrum mit den Als-ob-Einkaufspeisen die eigenen Kosten nicht abdecken kann, entsteht eine Zeit der "Subventionierung". In dieser Zeit besteht die Chance im Vergleich mit dem Benchmarkpreis aufzuholen. Gelingt dies nicht, stellt sich die Frage des Outsourcing. Falls doch als Kernkompetenz empfunden, müsste die Subventionierung beibehalten werden. Jedenfalls ist der Bezieher der Vorstufenprodukte nicht schlechter gestellt, als wenn er auf dem Markt einkaufte.

Sinngemäß kann man Cost Centers in der Verwaltung als Dienstleistungszentren (abgek.: DLZ) gestalten. Leistungsart wäre dann Anzahl Vorgänge x Prozesskostensätze bzw. auch hier wieder Als-ob-Einkaufspreise.

Die Folge ist, dass auch im Innenverhältnis größere Marktdenkweise einkehrt. Das liefernde Produktleistungszentrum hätte mit dem aufnehmenden Produktleistungszentrum entsprechend Vereinbarungen herzustellen. Sinngemäß muss ein Dienstleistungszentrum die Kunden suchen und zufriedenstellen; wie andererseits auch das Anspruchsdenken derer, die etwas haben wollen, besser beherrschbar wird.

Vorhergehender Fachbegriff: Center of Market and Trade Development (CMTD) | Nächster Fachbegriff: Central African Customs and Economic Union (CACEU)



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