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Devisenswapgeschäfte

Bei Devisenswapgeschäften (Feinsteuerungsoperationen) kauft (verkauft) das Eurosystem im Falle einer beabsichtigten Liquiditätszuführung (Liquiditätsabschöpfung) Devisen von den (an die) Kreditinstituten (Kreditinstitute) und verkauft (kauft) sie zugleich wieder per Termin.

geldpolitisches Instrument, bei dem die Deutsche Bundesbank Devisen per Kasse kauft (verkauft) und diese zugleich per Termin wieder zurückverkauft (kauft). In diesem Fall erhalten (verlieren) die Geschäftsbanken für die vereinbarte Laufzeit des Geschäfts Teile ihrer Liquidität in Form von Zentralbankgeld.

Kauf oder Verkauf einer Währung per Kasse gegen eine Fremdwährung, die gleichzeitig per Termin zu einem festgelegtem Zeitpunkt wieder gegen die Ausgangswährung verkauft oder gekauft wird. Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) betreibt die Geschäfte im Rahmen der geldpolitischen Feinsteuerung zwecks Bereitstellung oder Entzugs von Liquidität und zur Steuerung der Zinssätze am Geldmarkt. Die Transaktionen werden i.d.R. von den Nationalen Zentralbanken fallweise und mit nicht standardisierten Laufzeiten im Wege von Schnelltendern oder bilateralen Geschäften durchgeführt. Der mit den Partnern vereinbarte -sSwapsatz entspricht der Differenz zwischen Terminkurs und Kassakurs. Er stellt im Falle einer Liquiditätszuführung den Preis für die befristete Bereitstellung von -5 Zentralbankgeld dar. Im Falle einer Liquiditätsabschöpfung fungiert der Swapsatz als Zinsäquivalent für eine Ertrag bringende Anlage des Zentralbankgeldes bei der Zentralbank. Die Deutschen Bundesbank verwandte das Instrument seit 1979 mit Terminlaufzeiten von wenigen Tagen bis zu drei Monaten im Rahmen ihrer Feinsteuerung am -5 Geldmarkt. Es zeigte sich, dass die Devisenswapgeschäfte wegen der mit ihnen verbundenen Veränderungen der Währungsreserven eine stärkere Signalwirkung entfalteten als die ebenfalls seit 1979, allerdings nur zur Abschöpfung von Liquidität, eingesetzten Devisenpensionsgeschäfte. Die bereits ab 1958 nach Herstellung der Konvertibilität der Deutschen Mark bis Anfang 1971 betriebenen Devisenswapgeschäfte dienten nicht in erster Linie zur Liquiditäts- und Zinssteuerung, sondern zur Förderung des Geldexports. Die Geschäfte wurden nur mit inländischen Kreditinstituten und ausschließlich in US-Dollar abgeschlossen. Die im Rahmen dieser sog. Devisenterminpolitik an die Banken abgegebenen Dollar durften zeitweilig nur zur Anlage in amerikanischen Schatzwechseln verwendet werden, um dem Eurodollarmarkt keine zusätzlichen Impulse zu geben. Literatur: Deutsche Bundesbank Oktober 1995. Issing, O. (1996). Jarchow, H.-J. (1995)

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