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Kollektiventscheidungen

Kollektive Entscheidungssituationen liegen vor, wenn mehrere Individuen gemeinsam in einer Entscheidungssituation stehen.
1. Kollektiventscheidungen in der normativistiscben Entscheidungstheorie In der normativistischen Theorie kann man zwei Typen der kollektiven Entscheidung auseinanderhalten.
a) Kollektiventscheidungen in der Spieltheorie Der erste Typ geht davon aus, daß die Individuen zusammen mit einem Problem konfrontiert sind oder etwa ein Spiel zusammen spielen, wobei jedes Individuum seine eigene Entscheidung (ggf. als Ergebnis einer Interaktion) trifft und für sich allein handelt. Jeder Spieler berücksichtigt die anderen Spieler und ihre Verhaltensweisen in seinem Entscheidungskalkül. Diese spieltheoretischen Entscheidungssituationen sind weiterhin dadurch charakterisiert, daß sog. Koalitionen (Verabredungen) zwischen den Spielern möglich sind. Die kollektive Solidarität endet jedoch dann, wenn es gilt, den eigenen Vorteil durchzusetzen.
b) Kollektiventscheidungen in der Theorie der Sozialwahl funktionen Beim zweiten Typ kollektiver Entscheidungen kann eine Entscheidungssituation nur dann gemeistert werden, wenn eine gemeinsame Entscheidung gefällt wird. Am Ende des sozialen Entscheidungsprozesses steht also immer eine kollektive Aktion, die es auszuführen gilt. Im Unterschied zur Spieltheorie handeln die beteiligten Individuen zusammen quasi als ein Einzelaktor (QuasiAktor). Die zugrund eliegende Theorie •st die Theorie der Sozialwahlfunktionen, mit deren Hilfe eine kollektive Präferenzordnung entwickelt wird, die die Konflikte lösen kann und eine optimale (kollektive) Aktion ausweist.
2. Kollektiventscheidungen in der empirischrealistischen Entscheidungstheorie Die empirischrealistische Theorie beschäftigt sich u. a. mit dem verhal tenswissenschaftlichen Phänomen bei kollektiven EntScheidungsprozessen, insbesondere mit der Handhabung interpersoneller Konflikte und der für Kollektiventscheidungen notwendigen Konsensbildung. Kollektiventscheidungen können nicht als eine Summe von Individualentscheidungen aufgefaßt werden, da kollektive Entscheidungsprozesse einerseits einige Be sonderheiten aufweisen, wie die Ver drängung weicher zugunsten harter Informationen oder die Erhöhung der Risikofreude oder den Leistungs vorteil der Gruppe. Andererseits er geben sich spezielle Probleme in den Kommunikationsbeziehungen, bei der Machtausübung sowie im Rollen verhalten bei der Artigen sozialen Entscheidungsprozessen. Insbesondere ist auch auf die Verhaltenstheorie der Unternehmung von CyertMarch zu verweisen. Kollektivverkehr Verkehrsart Kombinationsprozeß Produktionsfaktoren, Einsatz der Kombinatorische Ansätze in der Investitionsrechnung Simultane Planungsansätze zur Bestimmung optimaler Investitionsprogramme werden in der Literatur mitunter als »Kombinatorische Ansätze« in Abgrenzung zu den »klassischen Ansätzen« (Kapitaltheorie, klassische Ansätze der) bezeichnet. Bezüglich des in den Ansätzen berücksichtigten sachlichen Entscheidungsfeldes kann in produktionstheoretische und in kapitaltheoretische Modelle unterschieden werden. Die produktionstheoretischen Modelle befassen sich mit der simultanen Bestimmung von Investitions und Produktionsprogramm (Simultane Investitions und Produktionsplanung) bei gegebenen finanziellen Mitteln, während bei den kapitaltheoretischen Modellen das optimale Investitionsprogramm unter Berücksichtigung der Abhängigkeiten zwischen Investitions und Finanzplanung bei gegebenem Produktionsprogramm bestimmt wird. Gegenüber den klassischen dynamischen Investitionsrechenverfahren (isolierte Mehrperiodenmodelle) verslichen die »Kombinatorischen Ansätze« die Interdependenzen zwischen gegenwärtigen und zukünftigen Investitionen sowie zu Entscheidungen anderer betrieblicher Teilbereiche zu berücksichtigen. Bezüglich des zeitlichen Umfangs des Entscheidungsfeldes der in den Ansätzen berücksichtigt wird, kann in Einperiodenmodelle (z. B. kapitaltheoretisches Einperiodenmodell von Albach) und in Mehrperiodenmodelle (z. B. kapitaltheoretisches Mehrperiodenmodell von Hax) unterschieden werden. Als Zielvariable werden in den Modellen verwendet: » Kapitalwert, Vermögensendwert und jährliche Entnahmen. Der Vermögensendwert besitzt gegenüber dem Kapitalwert den Vorteil, daß durch konkrete Einbeziehung der vorgesehenen Real und Finanzinvestitionen im Planungszeitraum (Mehrperiodenmodell) die Prämisse der Reinvestition der Rückflüsse zum Kalkula tionszinsfuß und damit die Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes aufgegeben werden kann. Die Problemformulierung und lösung erfolgt mit dem Instrumenta rium der linearen Programmierung.

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