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Leitwährung

Bezeichnung für eine Währung, an der sich andere Länder bei ihren währungs-, Wechselkurs- und geldpolitischen Entscheidungen ausrichten. Dies kann dadurch geschehen, dass sie den Wechselkurs ihrer eigenen Währung in dieser Leitwährung fixieren (Parität, Leitkurs), dass sie ihre Währungsreserven ganz oder teilweise in Guthaben in dieser Leitwährung halten (Reservewährung) oder dass sie sich in ihren geld- und zinspolitischen Entscheidungen mehr oder minder eng an entsprechende Entscheidungen im Leitwährungsland anlehnen. Die wichtigste Leitwährung der Welt vor dem Ersten Weltkrieg war das Pfund Sterling. In der Zwischenkriegszeit büsste es diese Funktion allmählich ein und hat sie seit dem Zweiten Weltkrieg und danach vollständig verloren. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist der US-Dollar zur wichtigsten Leitwährung der Welt geworden. Während der Periode fester Wechselkurse im Rahmen des Bretton- Woods-Systems bis 1973 fixierten fast alle Länder die Parität ihrer Währungen in US- Dollar. Der US-Dollar war fast die einzige Interventions- und Reservewährung. Geld- und zinspolitische Massnahmen der USA hatten und haben weltweite Signalwirkungen. Seit dem Übergang zu flexiblen Wechselkursen ist die weltweite Leitwährungsfunktion des US- Dollars etwas zurückgegangen.  Sie kommt darin zum Ausdruck, dass zum einen international vermehrt Währungsreserven in D-Mark gehalten werden und dass zum anderen mehrere Länder ihre Wechselkurspolitik an dem Verhältnis ihrer Währung zur D-Mark orientieren. Auch im Europäischen Währungssystem spielt die D-Mark kraft ihres Gewichts eine bedeutende Rolle, wenn nicht gar die Leitwährungsrolle.

Währung, die im internationalen Finanz- und Warenhandel uneingeschränkt als Zahlungs- und Liquiditätsmittel (Liquidität) anerkannt ist und als internationale Transaktions- und Reservewährung eingesetzt wird. Diese Rolle erfüllte in der Nachkriegszeit nur der US-Dollar bis zum Ende des Bretton-WoodsSystems 1972. Seit diesem Zeitpunkt verliert der US-Dollar allmählich seinen eindeutigen Leitwährungscharakter, und andere Währungen (insb. DM, Yen und neuerdings Euro) steigen zu Leitwährungen auf. Gleichwohl ist der US-Dollar nach wie vor die wichtigste Währung der Welt.

Hierunter wird die Währung eines Staates verstanden, die an internationalen Märkten eine herausgehobene Rolle etwa als Handelswährung spielt. So wird der Dollar als Abrechnungswährung an den internationalen Rohstoffmärkten verwendet. Zudem werden nur wenige Währungen als Ankerwährungen in bestimmten Wechselkurssystemen (Festkurssysteme, Currency Board) ausgewählt. Darüber hinaus werden die Währungsreserven eines Landes i.d.R. in einer oder mehreren Leitwährungen gehalten. Als Leitwährungen gelten vor allem der Dollar, der Euro und der Yen.

Währung, der ein besonderes Gewicht für die monetäre Entwicklung der durch meist feste Wechselkurse verbundenen anderen Währungen zukommt. Eine Leitwährung wird häufig durch eine währungspolitische Übereinkunft gebildet (zum Beispiel der USD im System von Bretton Woods).

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Eine Währung. die auf internationalen Devisen-, Kapital und Rohstoffmärkten eine herausragende Rolle spielt.

An ihr orientieren deshalb andere Länder ihre Geldpolitik. Seit den 1970erJahren haben der US-Dollar, die Deutsche Mark und der japanische Yen die Bedeutung von Leitwährungen erlangt. >Wahrung

1. Währung, gegenüber der andere wichtige Währungen durch deren Staaten in einem festgelegten Austauschverhältnis gehalten werden. 2. Währung, die international überragende weltweite Bedeutung hat. Wichtige Transaktionswährung im Welthandel und internationalen Kapitalverkehr, Reserve-, (Kapi-tal-)Fluchtwährung usw. Dies ist vor allem der US$, in letzten Jahren zunehmend der Euro.

Siehe auch: Wechselkurs.

nationale Währung, die für den internationalen Wirtschaftsverkehr Transaktions-, Recheneinheits- und Wertaufbewahrungsfunktion (Reservewährung) erfüllt und im Rahmen der internationalen Währungsordnung eine dominierende Rolle spielt. Eine Leitwährung ist darüber hinaus auch dadurch gekennzeichnet, dass sie anderen Ländern als Interventionswährung und als Orientierungspunkt für geld-und wechselkurspolitische Entscheidungen dient (Setzung von - Paritäten). Eine Währung mit den genannten Eigenschaften bezeichnet man im System des Gold-Devisenstandards nach dem Ersten Weltkrieg als Schlüsselwährung. Die Unterscheidung zwischen Schlüssel- und Leitwährung verwischt im neueren Sprachgebrauch. Unter der Ägide des ursprünglichen Abkommens über den Internationalen Währungsfonds hatte der US-Dollar unangefochten die Stellung der Leitwährung inne. Nach dem Zusammenbruch des Festkurssystems von Bretton Woods ist diese Dominanz, insbes. als Fixpunkt der Wechselkursregulierung, verlorengegangen, obwohl noch immer ein ansehnlicher - Dollar-Block existiert. Literatur: Mayer, G. (1992)

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