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Liquiditätsbilanz

wird im Zusammenhang mit Aussagen über Zahlungsbilanzausgleich verwendet. Danach liegt ein Zahlungsbilanzüberschuss (-defizit) vor, wenn die Zusammenfassung der Leistungsbilanz i. w. S. und der Kapitalbilanz i. w. S. unter Ausschluss der Veränderung der Auslandsforderungen und -Verbindlichkeiten der inländischen Banken (einschl. der Zentralbank) einen Überschuss (ein Defizit) ausweist. Dies ist gleichbedeutend mit einer Verbesserung (Verschlechterung) der Netto- auslandsposition des gesamten inländischen Bankensystems einschl. der Zentralbank.

unter Liquiditätsgesichtspunkten gegliederte Handelsbilanz: oft auch als Liquiditätsstatus bezeichnet. Die Fristenstaffelung der Aktiva erfolgt nach dem Grad der Flüssigkeit der Vermögenswerte, z. B. langfristig gebundenes Vermögen (Anlagevermögen plus langfristig gebundenes Umlaufvermögen), kurzfristig gebundenes Vermögen (nicht betriebsnotwendiges Anlagevermögen, kurzfristiges Umlaufvermögen). Die Fristenstaffelung der Passiva wird nach der tatsächlichen Fälligkeit vorgenommen (z. B. langfristiges, mittelfristiges, kurzfristiges Kapital). Ergänzung der Aktivseite auf offene Kreditlinien, der Passivseite auf Ausgaben der kommenden Periode, die aus der Bilanz nicht ersichtlich sind, sind üblich. Bei der Aufstellung der Liquiditätsbilanz zu internen Zwecken sind die stillen Reserven aufzulösen.

Die Liquiditätsbilanz ist kein Ersatz für Finanzplanung. Sie erleuchtet die auf den Bilanzstichtag bezogene Liquiditätsanalyse.

ist eine Auffassung der Bilanz als einer Rechnung, die Einblick in die Liquiditätslage der Unternehmung geben soll. Dabei soll berücksichtigt werden, daß bestimmte Bilanzposten keinen unmittelbar erkennbaren Einfluß auf die Liquidität ausüben (Strobel). Diese Bilanzposten sollen aus der Liquiditätsrechnung der Bilanz eliminiert werden; es handelt sich bei ihnen um gebundenes (im Gegensatz zum freien oder variablen) Vermögen. Gebundenes Vermögen tat keine unmittelbare Beziehung zur Liquidität, weil es für relativ lange Dauer in der Unternehmung gebunden ist. Das ist i. d. R. bei Anlagegegenständen der Fall, aber z. B. auch tei Eisernen Beständen des Vorratsvermögens. Allerdings können Teile des gebundenen Vermögens für die Liquidität einer Unternehmung als mögliche Kreditsicherheit mittelbar eine wesentliche Rolle spielen. Dage gen kann das freie Vermögen in rela tiv naher Zukunft wieder in liquide Mittel umgewandelt werden. Die Passiva werden danach geglie dert, ob es sich um lang oder kurz fristig angelegtes Kapital handelt. Das letztere ist in relativ kurzer Zeit zur Rückzahlung fällig. Aus der Liquiditätsbilanz lassen sich Kennziffern zur Beurteilung der Liquidität ermit teln. Zu ihrer Sicherung sind über die bilanzierten gebundenen bzw. freien Vermögensteile hinaus eventuelle Liquiditätsreserven von Bedeutung. Zur Verbesserung des Einblicks in die Liquiditätslage sieht das aktienrecht liche Gliederungsschema der Bilanz bestimmte Angaben vor, wie z. B. beim Ausweis der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren den Vermerk derjenigen Zahlungen, die vor Ablauf von vier Jahren fällig sind.

Zahlungsbilanzkonzepte

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