Start Wirtschaftslexikon | Überblick | Themen | Definition | Kategorien | Fachbegriff.
 
Wirtschaftslexikon  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

Organisation der Erdöl exportierenden Länder

 
   
Organization of Petroleum Exporting Countries (OPEC)
1960 auf Initiative Venezuelas von fünf Förderländern zur gemeinsamen Interessenvertretung auch gegenüber den internationalen Ölkonzernen gegründet. Die Koordinierung der Erdölpolitik der Mitgliedstaaten, die Wahrung ihrer Interessen sowie die Stabilisierung des Weltmarktpreises insbesondere durch Regulierung der Fördermengen (Angebotskontingentierung) sind wesentliche Ziele der Organisation.
1998 gehörten die Staaten Algerien, Gabun, Indonesien, der Irak, der Iran, Katar, Kuwait, Libyen, Nigeria, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Venezuela der Organisation der Erdöl exportierenden Länder an. Oberstes Organ der Organisation mit Sitz in Wien ist die im Halbjahresrhythmus tagende Konferenz der Erdöl- bzw. Finanzminister der Mitgliedstaaten, auf der die angestrebten Rohölpreise und Förderquoten festgelegt werden. Die vor allem in den siebziger Jahren starke Position der Organisation der Erdöl exportierenden Länder ist gegenwärtig durch innere Uneinigkeit und die Erschließung neuer Rohölvorkommen außerhalb der Mitgliedstaaten geschwächt.

Organization of Arab Petroleum Exporting Countries (OAPEC)
1968 von Saudi-Arabien, Kuwait und Libyen ursprünglich als Instrument in ihrem Kampf gegen Israel gegründet. Heute strebt die Organisation, der neben den sieben arabischen Staaten der Organisation der Erdöl exportierenden Länder noch Ägypten, Bahrain und Syrien angehören, die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Mitglieder, die Zusammenarbeit auf dem Erdölsektor, die Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben sowie die Harmonisierung von Rechtsvorschriften an. Als Entscheidungsorgan fungiert der zweimal jährlich tagende Ministerrat. Innerarabische Konflikte behinderten bisher die Arbeit der Organisation, deren Sitz Kuwait ist. Institutionen und Unternehmen der Organisation Arabischer Erdöl exportierender Länder sind das Arab Petroleum Training Institute (APTI), die Arab Maritime Petroleum Transport Company (AMPTC), die Arab Petroleum Investment Corporation (APICORP), die Arab Petroleum Services Company (APSC) und die Arab Shipbuil-ding and Repair Company (ASRY).

(Organization of Petroleum Exporting Countries, OPEC) internationale Organisation erdölexportierender Länder zur Durchsetzung einer gemeinsamen Preis- und Mengenpolitik gegenüber den multinationalen Ölgesellschaften und den Verbraucherländern. Die OPEC wurde im September 1960 in Bagdad durch die fünf Länder Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela gegründet. Später sind weitere acht Staaten (Algerien, Ekuador, Gabun, Indonesien, Qatar, Libyen, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate) der OPEC beigetreten. Aufnahmeberechtigt sind Netto-Ölexportländer mit "ähnlichen politischen Interessen". Dem Aufnahmeantrag müssen alle fünf Gründungsmitglieder und drei Viertel aller Voll-, mitglieder zustimmen. Oberstes Organ ist die zweimal jährlich stattfindende Konferenz der Ölminister. Ausserdem verfügt die Organisation über ein Sekretariat mit Sitz in Wien. Ziel der OPEC-Staaten war zu Beginn die Verhinderung eines weiteren Preisverfalls für Erdöl. Anlässlich des Sechs-Tage-Krieges zwischen Israel und Ägypten, Syrien und Jordanien im Juni 1967 wurde das Öl erstmals als politische Waffe gegen israelfreundliche Staaten eingesetzt, indem über diese Länder ein Ölembargo verhängt wurde. Da dieses Vorgehen innerhalb der OPEC umstritten war, gründeten Saudi-Arabien, Kuwait und Libyen am 9.1. 1968 die Organization of Arabian Petroleum Exporting Countries (OAPEC), die das Öl auch als Instrument für politische Zwecke einsetzen will. Weitere Mitglieder dieser Organisation wurden Algerien, Bahrain, Irak, Qatar, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Im Oktober 1973 lösten die OAPEC- Staaten mit ihrem Ölboykott während des Yom-Kippur-Krieges zwischen Israel und Ägypten die sog. erste Ölkrise aus, die zu einer Vervierfachung des Ölpreises führte und in den Industriestaaten die stärkste Wirtschaftsrezession nach dem zweiten Weltkrieg verursachte. 1978-1980 führte die Preispolitik der OPEC zu einer nochmaligen Verdreifachung des Ölpreises und zur "zweiten Ölkrise", die eine noch stärkere Weltrezession als die erste Ölkrise verursachte. Inzwischen hat der Einfluss der OPEC auf den Ölpreis stark abgenommen, da die Industriestaaten ihre Ölabhängigkeit erheblich vermindern konnten und ausserdem das Ölangebot aus Nicht-OPEC-Staaten beträchtlich zugenommen hat. 1991 kontrollierte die OPEC weniger als 40% der Welt-Erdölförderung. Allerdings verfügen die OPEC-Staaten über rund zwei Drittel der weltweit nachgewiesenen Ölreserven.        Literatur: Danielsen, A. L., The evolution of the OPEC, New York 1982. Jaidah, A. M., An appraisal of OPEC oil policies, London u.a. 1983.

  Organisation erdölproduzierender Länder

Organisation der Erdöl exportierenden Länder
 

 

 

 

 
   

 

 
<< vorhergehender Fachausdruck
 
nächster Fachausdruck >>
Organisation der Arabischen Erdöl exportierenden Länder
 
Organisation der Islamischen Konferenz
 
   

 

Weitere Begriffe : Zollbefreiungen | Genehmigung | Parketthandel
 
Wirtschaftslexikon |  Autor werden |  Einem Freund empfehlen |  Links |  Presse |  Neuigkeiten |  Impressum |  Über uns
Copyright © 2013 wirtschaftslexikon24.com.
All rights reserved.  Nutzungsbestimmungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Kontakt zu uns