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Percentage-of-Completion- Methode

Mit der Percentage-of-Completion- Methode wird bei Langfristfertigung eine Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad (Leistungsfortschritt) erreicht, d.h. Aufwendungen und Erträge werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Gesamtauftrages anteilig den einzelnen Perioden zugeordnet. Die Methode ist zwingend anzuwenden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und Schätzungen mit ausreichender Sicherheit vorgenommen werden können. Gem. IAS 11 ist die Percentage-of- Completion-Methode an folgende, kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen geknüpft: Der Auftrag muss dem Unternehmen in voller Höhe vergütet werden, die Kosten müssen eindeutig und verlässlich identifizierbar sein und Erträge, Gesamtkosten und Fertigungsstand müssen zuverlässig bestimmt werden können. Der Fertigungsstand kann nach verschiedenen Methoden ermittelt werden (IAS 11.30 f.). Er kann nach dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten bestimmt werden, es kann ein Vergleich der am Stichtag erbrachten Leistung mit der geschätzten Gesamtleistung vorgenommen werden, oder es kann — wenn entsprechende Anhaltspunkte bestehen — die Vollendung eines Anteils am Gesamtwerk betrachtet werden.

Methode zur Ermittlung und zum Ausweis des Erfolges in der GuV, die nach IFRS (IAS 11) und US-GAAP bei langfristiger Fertigung (Fertigungsdauer i.d.R. mehr als ein Jahr), wie z.B. beim Bau von Gebäuden, Brücken, Schiffen, Satelliten, Kraftwerken etc., zwingend vorgeschrieben ist. Dabei erfolgt eine Gewinnrealisierung entsprechend dem Fertigstellungsgrad. Dieser wird häufig gemäß dem Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zu den geschätzten gesamten Aufwendungen oder der bereits erbrachten Leistungen (z.B. Arbeitsstunden) zu den gesamten geplanten Leistungen ermittelt. Entsprechend diesem Verhältnis werden dann die gesamten erwarteten Umsatzerlöse anteilig in der GuV der einzelnen Perioden erfasst. Wesentliche Voraussetzung für die Anwendung der PoC-Methode ist nach IFRS (IAS 11) und US-GAAP, dass die künftigen Aufwendungen und Erträge verlässlich geschätzt werden können. Hierzu müssen entsprechende Projektkosten- und Erlösrechnungen vorliegen. Bei einem drohenden Verlust aus einem Auftrag ist der gesamte erwartete Verlust sofort zu berücksichtigen, es erfolgt also keine anteilige Verlustrealisierung. Nach herrschender Meinung ist im deutschen Recht aufgrund des Vorsichtsprinzips die PoC-Methode nicht zulässig.

eine Methode zur Bewertung (langfristiger) Fertigungsaufträge. Danach werden die Gewinne aus dem Fertigungsauftrag entsprechend des Fertigstellungsgrades erfolgswirksam ausgewiesen. International die bevorzugte Bewertungsmethode. In Deutschland wird auf Grund des Vorsichtsprinzip die Completed-Contract-Methode angewendet. Siehe auch Umlaufvermögen (mit Literaturangaben).

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