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Privatdiskont

Akzeptkredit

erstklassige Geldmarktpapiere der Banken, die bis Ende 1991 börsentäglich an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt wurden. Dabei handelte es sich um DM-Akzepte der zum Privatdiskontmarkt zugelassenen Akzeptbanken. Sie dienten der Finanzierung von Einfuhr-, Ausfuhr, und Transithandelsgeschäften oder von grenzüberschreitenden Lohnveredelungsgeschäften.
Die Bundesbank handelte Privatdiskonten bis Ende 1991 am Geldmarkt. Sie kontraktierte aber nur mit der Privatdiskont-AG (Makler für den Handel mit Privatdiskonten) direkt. Für den Ankauf von Privatdiskonten existierte eine Sonder-Refinanzierungslinie, die mit Ablauf des Jahres 1991 aufgehoben wurde. Privatdiskonten wurden danach nicht mehr begeben.

sind -Wechsel, die im Rahmen von Akzeptkrediten (Akzept) entstehen. Die zur Finanzierung eines Außenhandelsgeschäftes von einer erstklassigen Bank akzeptierten Wechsel werden vom ausstellenden Unternehmen zum Diskont weitergereicht, von der diskontierenden Bank zur Privatdiskont AG, diese wiederum refinanziert sich bei der Deutschen Bundesbank. Privatdiskonten haben eine maximale Laufzeit von 90 Tagen und werden im allgemeinen zum bevorzugten Privat-Diskontsatz abgewickelt.

Privatdiskonten sind Bankakzepte über höhere, meist r und e Beträge, die aus der Gewährung eines Akzeptkredits entstanden sind und u. a. folgenden Bedingungen entsprechen müssen (festgelegt in den Geschäftsbedingungen der Privatdiskont AG): die Bankakzepte dürfen nur der Finanzierung von Import-, Export und Transithandelsgeschäften dienen; die Nummer der Einfuhr-/Ausfuhrerklärung muß auf dem Abschnitt vermerkt sein; der Wechselaussteller muß von unzweifelhafter Bonität sein (haftendes Eigenkapital von mind. DM 500000); die Akzeptbank muß über ein haftendes Eigenkapital von mind. DM 6 Mio. verfügen; die Abschnitte sollen auf einen durch 5000 teilbaren Betrag zwischen DM 100000 und DM 1 Mio. lauten; die Wechsel dürfen eine Restlaufzeit von 90 Tagen nicht überschreiten. P., die neben den Unterschriften des Ausstellers und der Akzeptbank die Unterschrift der Privatdiskont AG tragen, können auf dem Geldmarkt gehandelt werden. Privatdiskonten stellen eine üquide und sichere Anlagealternative für liquide Mittel der Banken dar. Die An und Verkaufssätze für Privatdiskonten richten sich nach der Marktlage, werden aber auch durch die Geldpolitik der Deutschen Bundesbank beeinflußt.


Heute kaum noch verwendete Bezeichnung für Bankakzepte von bonitätsmässig hochklassiger Qualität. Nehmen wegen der hohen Bonität der Wechselverpflichteten, des Charakters als Geldmarkrpapiere und der Eignung als Geldanlagemedium hoher Liquidität für Banken u.a. Kapitalsammelstellen eine besondere Stellung ein. Werden unter Banken zu besonders günstigen Sätzen diskontiert (Privatdiskontsatz).

Bankakzepte über höhere Beträge, die bei Gewährung eines Akzeptkredits entstehen und die bestimmten, den Geschäftsbedingungen der Privatdiskont AG (Spezialinstitut, dessen Aufgabe es ist, den börsenmäßigen Handel mit Privatdiskonten zu regeln und durchzuführen) entnommenen Bedingungen entsprechen müssen.

Ankauf von Wechseln, die haftungsmäßig durch erstklassige Bankadressen abgedeckt sind und bei denen die Laufzeit mindestens zehn, jedoch höchstens 90 Tage beträgt. Der Privatdiskontsatz wird auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage täglich von der Privatdiskont AG ermittelt. Der Privatdiskontsatz ist der Satz, zu dem die Privatdiskont AG privatdiskontfähige Wechsel zum Geldsatz ankauft bzw. zum Briefsatz verkauft.



Akzepte der zum Privatdiskontmarkt zugelassenen Banken. Der Handel in Privatdiskonten im Freiverkehr und an Börsen hat lange Tradition. Die Reichsbank nutzte im späten 19. Jh. dessen Marktsätze, um ihre Diskontpolitik daran zu messen oder zu orientieren. Als Spezialinstitut für den Handel in Privatdiskonten, die von einem Außenhandelsunternehmen zur Erstfinanzierung von Export-, Import- und Transitgeschäften auf eine Bank gezogen und von dieser akzeptiert werden, gründeten wichtige Vertreter der Kreditwirtschaft 1959 die Privatdiskont-AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Institut fungiert als Makler bei der Abwicklung des Wechselhandels unter Geschäftsbanken: diese können auf Außenhandelsgeschäfte gegründete Bankakzepte bei der Privatdiskont-AG diskontieren und zu Geldanlagezwecken auch erwerben. Die Deutsche Bundesbank kontrahierte in Privatdiskonten nur mit diesem Zentralinstitut, beendete jedoch mit Ablauf des Jahres 1991 die für eine Zentralbank ungewöhnliche Mischung von Marktregulierung und Refinanzierung.

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