Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

statische Amortisationsrechnung

Amortisationsrechnung

Wie bei der dynamischen Amortisationsrechnung wird die Vorteilhaftigkeit einer Investitionsalternative an ihrer Amortisationszeit gemessen. Bei der statischen Variante der Amortisationsrechnung wird jedoch von konstanten durchschnittlichen Rückflüssen R je Periode ausgegangen, so daß sich der Amortisationszeitpunkt (PayOffZeitpunkt) t einfach analytisch bestimmen läßt: wobei a0 Anschaffungsausgabe R durchschnittlicher konstanter Rückfluß je Periode. Gegenüber der kumulativen dynamischen Version der Amortisationsrechnung weist dieses Vorgehen den Nachteil auf, daß zeitliche Verlagerungen in den Rückflüssen durch die Durchschnittsbildung nivelliert werden. Insbesondere ist es problematisch, den Rückfluß der ersten Nutzungsperiode als repräsentativ für alle Nutzungsperioden anzusehen, da hierdurch in der Regel zu hohe Rückflüsse angenommen und zu günstige PayOffDauern errechnet werden. Vor Fehlentscheidungen dieser Art kann nur eine möglichst genaue Prognose der künftigen Zahlungsströme bewahren. Im übrigen gelten für die statische Amortisationsrechnung dieselben Grundsätzlichen Einwendungen bezüglich des zugrund eliegendenBeurteilungskriteriums wie sie unterdem Stichwort Amortisationsrechnung, dynamische, bereits aufgeführtwurden.

(in der Investitionsrechnung). Die statische Amortisationsdauer (Amortisationszeit,  Kapitalwiedergewinnungszeit,  Kapitalrückflusszeit oder   pay-back-time) einer Investition ist die Zeitspanne, in der die Anschaffungsausgaben sowie Zinsen auf das durchschnittlich gebundene Kapital durch Rückflüsse zurück gewonnen werden. Rückflüsse sind die jährlichen Differenzen der Einzahlungen und Auszahlungen (bei Neu- und Erweiterungsinvestitionen) oder Auszahlungsersparnisse (bei Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen). Die Amortisationsdauer zeigt an, wie lange die Investition mindestens durchhalten muss, damit kein Verlust entsteht. Dabei wird unterstellt, dass die bis zum Erreichen des Amortisationszeitpunkts prognostizierten Überschüsse der Investition tatsächlich eintreffen. Bei der statischen Amortisationsdauer geht man im Gegensatz zur dynamischen Amortisationsdauer (Amortisationsrechnung, dynamische) vereinfachend von jährlich konstanten Rückflüssen aus. Die statische Amortisationsdauer d ergibt sich aus der Formel:
Amortisationsrechnung, statische Der Überschuss wird gebildet aus der Summe des für die Investition erwarteten Gewinns und den Abschreibungen. Bei einer Rationalisierungsinvestition tritt an die Stelle des Gewinns die durch die Investition angestrebte Kostenersparnis plus Abschreibungen. Anwendung als Entscheidungsregel: Die Amortisationsrechnung dient der Abschätzung des Investitionsrisikos. Gewinnt man das Geld in einem Zeitraum zurück, für den man die Überschüsse einigermassen sicher prognostizieren kann, bleibt das Risiko überschaubar. Letztlich hängt es aber von der konkreten Situation und vom Sicherheitsbedürfnis der Entscheidungsträger ab, welche Amortisationsdauer akzeptiert wird (Einzelheiten siehe   Amortisationsdauer, dynamische). Die statische Amortisationsrechnung ist relativ einfach zu handhaben und wird in der Praxis häufig genutzt. Besser ist jedoch die dynamische Amortisationsrechnung, weil sie nicht von konstanten jährlichen Überschüssen ausgeht, sondern den Verlauf der Überschüsse im Zeitablauf berücksichtigt. Siehe auch   Investitionsrechnungen (Investitionsentscheidungen), statische bzw. dynamische bzw. unter Unsicherheit sowie   Investitionswirtschaft, jeweils mit Literaturangaben.

Literatur: Blohm, H. / Lüder, K.: Investition, Schwachstellenanalyse des Investitionsbereichs und Investitionsrechnung 8. Auflage, München 1995; Däumler, K. D.: Anwendungen von Investitionsrechnungsverfahren in der Praxis, 4. Auflage, Heme / Berlin 1996; Kruschwitz, L.: Investitionsrechnung, 10. Auflage, Berlin 2006; Olfert, K., Reichel, Ch.: Investition, 10. Auflage, Ludwigshafen/Rhein 2006; ter Horst, K.: Investition, Stuttgart Berlin Köln 2001.

Vorhergehender Fachbegriff: Statisch-deskriptive Methode | Nächster Fachbegriff: statische Amortisationszeit



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Informationsmanagement | Europäische bank für wiederaufbau und entwicklung | Prämienzahlung

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2023-2024 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon