Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Faktorangebotsstruktur

mengenmäßige Zusammensetzung der in einer Periode in einer Volkswirtschaft oder Region verfügbaren primären Inputs. Üblicherweise unterscheidet man die Produktionsfaktoren Arbeit (Arbeitsangebot), Kapital und Boden, wobei der Faktor Arbeit je nach Aufgabenstellung weiter nach Qualifikationsgruppen zu unterteilen ist (Berufsstruktur). Sind diese Faktoren zur Erzeugung mehrerer Produkte geeignet, so bezeichnet man sie als »polyvalent«; sind sie gegenseitig austauschbar, so nennt man sie »substituierbar«. Die mit ihrer Hilfe maximal erzeugbare Ausbringung ist das - Produktionspotential der Volkswirtschaft in einer Periode. Zur graphischen Darstellung im Falle polyvalenter Faktoren dient die Transformationskurve.
Faktorangebotsstruktur Sind die verschiedenen Faktoren gegenseitig substituierbar, so werden die Produktionsmöglichkeiten durch eine einzige Kurve angegeben, herrscht dagegen Limitationalität, so besteht die Transformationskurve aus den Begrenzungslinien, die sich aus den verschiedenen verfügbaren Faktormengen ergeben (Abb.). In diesem Falle hat die Faktorangebotsstruktur entscheidende Bedeutung für die Produktionsmöglichkeiten und die Branchenstruktur der Volkswirtschaft, da den jeweiligen Minimumfaktoren ausschlaggebende Bedeutung zukommt. Eine Disaggregation der Erwerbspersonen nach Qualifikationsgruppen ist besonders dann wichtig, wenn die einzelnen Qualifikationen nicht substituierbar und/ oder nicht polyvalent sind. Änderungen der Faktorangebotsstruktur (Verschiebungen der Transformationskurve) ergeben sich im Zeitablauf beim Faktor Kapital durch Bruttoinvestitionen (Investition) und Abgänge von Kapitalgütern, beim Faktor Arbeit durch Zugänge aus dem Bildungssystem, Ausscheiden aus dem Berufsleben sowie durch regionale und berufliche Arbeitsmobilität. Der Faktor Boden ist im wesentlichen für regionale Analysen von Bedeutung. Veränderungen der für Produktionsaktivitäten verfügbaren Mengen ergeben sich v.a. durch konkurrierende Flächenansprüche (Umweltschutzpolitik). In der EnfluBnahme auf die Struktur des Faktorangebots liegt (neben der Beeinflussung der Nachfragestruktur) das Aufgabengebiet der Strukturpolitik.

Vorhergehender Fachbegriff: Faktorangebot | Nächster Fachbegriff: Faktoranpassungskurve



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : Außenhandelsrisiken | Erzeugnis | Bestandsrente

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon