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Boden

Boden ist ein volkswirtschaftlicher Produktionsfaktor neben den Faktoren Kapital und Arbeit. Boden ist ein nicht vermehrbares und damit wertvolles Sachgut. Der Faktor Boden wird im Produktionsprozess genutzt als Standort (z. Boden Betriebsgelände), zum Abbau (z. Boden von Bodenschätzen), 0 zum Anbau (z. Boden in der Landwirtschaft).

ist einer der vier Produktionsfaktoren der Volkswirtschaft: Arbeit, Kapital, Boden und -Know-How. Der Boden ist neben der Arbeit ein originärer Produktionsfaktor. Er ist immobil und nicht beliebig vermehrbar. Besondere Bedeutung hat er im Rahmen der Regional- und Strukturökonomie.

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Die zu wirtschaftlichen Zwecken genutzte Natur

Boden umfaßt nicht nur die Erdoberfläche, sondern auch Bodenschätze. die Bodenkräfte (z.Boden die Gezeiten). das Klima oder den Weltraum (z.Boden biologische Experimente. Züchtungen). Boden ist als Produktionsfaktor dadurch gekennzeichnet, dass er unbeweglich und nicht oder nur sehr begrenzt vermehrbar ist. Die Bodenfruchtbarkeit ist der Gebrauchswert des Bodens für die Pflanzenproduktion. Bodenkonzentration durch ökonomischen Zwang und die sich laufend vollziehende Vereinigung großer Bodenflächen in den Händen weniger Eigentümerinnen führen zu kapitalistischen Großbetrieben in der Landwirtschaft. Zu industriell betriebenenen Plantagen, zu Massenproduktion und Monokulturen.

>Agrarentwicklung, >Bodenmonopol. >Bodenreform, demokratische, >Bodenspekulation, >Differentialrente, >Grundrente, >Grundrente, absolute

im weiteren Sinne die Gesamtheit der von der Natur bereitgestellten
Produktionsfaktoren. In dieser Bedeutung als dritter Produktionsfaktor neben
Arbeit und Kapital repräsentiert Boden Rohstoffe, die Lufthülle, die
Erdoberfläche und das Meer. Für die klassischen Ökonomen, wie David Ricardo oder Thomas Robert Mal- thus, war die Begrenztheit des Bodens ein wich­tiger
Faktor ihrer Theorien. Heute bevorzugt man eine explizite Nennung der
jeweiligen na­türlichen Ressource in der Theorie, so daß man unter"Boden" in
der engeren Bedeutung lediglich die feste Erdoberfläche mit ihren na­türlichen
Eigenschaften versteht.


Nach dieser engeren Definition ist Boden zum einen Träger der
Rohstoffe, andererseits aber auch Standort für wirtschaftliche Aktivi­täten und
Nutzungen der Landfläche. Die Qualität einer gegebenen Fläche für be­stimmte
Nutzungen hängt von der Lage in ei­ner bestimmten Klimazone, der Beschaffen­heit
der Bodenschichten (Gestein, Sand, Hu­mus, ...) und von der Entfernung zu Orten
anderer ökonomischer Aktivitäten ab. Da die Bodenqualität innerhalb bestimmter
Grenzen durch Investitionen veränderbar ist, so z.B. durch Be- oder Entwässerung,
Düngung, Ter­rassierung von Hängen, hat Boden auch den Charakter von Kapital.


Die wirtschaftlichen Funktionen der Bo­dennutzung lassen sich in den
folgenden Gruppen zusammenfassen:


*
Produktion
von Agrargütern, insb. von Nahrungsmitteln und Holz,


*
Bereitstellung
von bebaubaren Flächen für Zwecke der Produktion, des Wohnens und der Erholung,


*
Bereitstellung
von Freizeit- und Erholungs­raum


*
Unterhaltung
der natürlichen Kreisläufe mitsamt ihren positiven externen Effekten wie z.B.
Möglichkeiten zur Wassergewin­nung.


Häufig schließt die Nutzung einer gegebe­nen Fläche für eine bestimmte
Funktion die anderen Funktionen aus, d.h. es besteht B odennutzungskonkur renz.
Manchmal können auch Funktionen komplementär er­füllt werden, so z.B. in einem
Wald, der gleichzeitig für die Holzgewinnung genutzt wird und die ökologischen
Ausgleichsfunktio­nen leistet und sogar für Freizeit- und Erho­lungszwecke
besucht wird.


Der Boden einer Volkswirtschaft in gegebe­nen Staatsgrenzen ist außer
durch Landgewin­nung an der Küste nicht vermehrbar. Damit wirft die
Bodennutzung ein Problem der opti­malen Allokation auf: Welche Flächen sind für
welche Funktionen am besten geeignet? Im Rahmen der Bodenpolitik regelt eine be­stimmte
Bodenordnung mit einem Bo­denrecht die Rahmenbedingungen für das Handeln der
Wirtschaftssubjekte auf dem Bodenmarkt. Weitere wichtige Rahmenbe­dingungen
werden durch bestimmte Formen von Bodensteuern gesetzt.



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