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Gremienorganisation

Gremien sind eine Mehrzahl von Personen, die über einen längeren Zeitraum in direkter Interaktion zueinander stehen. Gremien sind Beständig und weisen eine direkte Interaktion der Mitglieder auf. Sie sind durch gemeinsame Normen geeint und durch ein Wir-Gefühl gekennzeichnet (wobei allerdings meist Untergruppen/Cliquen gegeben sind). Die Gremienmitglieder nehmen verschiedene Aufgaben wahr. Man unterscheidet Vollzeitgremien (mit hauptamtlichen Mitgliedern/Standing commission) und Teilzeitgremien (Ausschuss/Komitee). Nach der Art der Aufgaben kann es sich um Daueraufgaben handeln oder befristete Aufgaben (Projektgruppe). Die Zusammenarbeit kann kontinuierlich (regelmäßig) oder diskontinuierlich (fallweise/taskforce) erfolgen. Im Direktorialprinzip gibt es einen Leiter, der allein entscheidet, im Kollegialprinzip entscheiden alle Mitglieder gemeinsam, bei der Primatkollegialität entscheidet der Leiter bei Stimmengleichheit durch seine Stimme, bei der Abstimmungskollegialität wird mit einfacher bzw. qualifizierter Mehrheit entschieden und bei der Kassationskollegialität wird nur einstimmig entschieden. Das Gremium dient abgestuft entweder dem Austausch von Informationen, der Beratung über Sachverhalte, der Entscheidung über Sachverhalte oder der Ausführung von Entscheidungen. Es handelt sich um eine Personenmehrheit, der bestimmte Aufgaben dauerhaft übertragen werden und die sich in regelmäßigen Abständen abstimmt. Die Teilnehmer sind für die Zeit der Gremienarbeit von ihrer hauptamtlichen Tätigkeit freigestellt. Gremien dienen der Information und Beratung, nicht jedoch der Ausführung. Ein Gremium kann gleichrangig oder verschiedenrangig, homogen oder heterogen besetzt sein. Leitungsgremien haben Entscheidungsbefugnis, Arbeitsgruppen geben Empfehlungen ab.

(Committee Organization) Gremien (Komitee, Kommission) sind Personenmehrheiten, denen bestimmte Aufgaben zur Lösung übertragen werden. Handelt es sich um Daueraufgaben, wird ein ständiges Gremium (Standing Committee) eingerichtet, das in regelmässigen Abständen tagt (z.B. Wirtschaftsausschuss, Aufsichtsrat, Finanzausschuss). Geht es um die Lösung einer zeitlich begrenzten Aufgabe, kann ein Ad-hoc-Gremium eingesetzt werden. In beiden Fällen sind die Gremienmitglieder nur für die Zeit der Gremienarbeit von ihrer hauptamtlichen Tätigkeit in der Organisation befreit (Teilzeit-Mitgliedschaft), im Gegensatz zum Task-Force-Konzept, bei dem die Gruppenmitglieder hauptamtlich im Team arbeiten (Vollzeit-Mitgliedschaft). Je nachdem, von welchen Hierarchieebenen die Mitglieder kommen, kann man Pluralinstanzen (Zusammenfassung gleichrangiger Instanzen) und Gremien aus hierarchisch verbundenen (Mitglieder einer Abteilung) oder unverbundenen Stellen (Mitglieder aus unterschiedlichen Abteilungen) unterscheiden.     gremien-organisationVorteile der Gremien-Organisation sind: •   Zusammenfassung intellektueller Ressourcen, •   Verteilung von Verantwortung, •   Gewährleistung einer repräsentativen Vertretung, •   Zusammenführung unterschiedlicher Interessen, •   Koordination von Plänen und Strategien, •   Steigerung der Effizienz von Information und Kommunikation, •   Erhöhung der Motivation durch Partizipation, •   Vermeidung voreiligen Handelns, •   Befriedigung sozialer Bedürfnisse, •   Förderung der Mitarbeiterentwicklung, Als Nachteile gelten: •   Vergeudung von Arbeitszeit, •   Tendenz zur Entscheidungsunfähigkeit, •   Zwang zum Eingehen von Kompromissen auf der Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners, •   unklare Verantwortlichkeit, •   Scheindemokratie.



Komitees, Kommissio­nen oder Gremien sind Personenmehrheiten, denen bestimmte - Aufgaben zur Lösung über­tragen werden. Handelt es sich um Daueraufga­ben, wird ein ständiges Gremium eingerichtet, das in regelmäßigen Abständen tagt. Geht es um die Lösung einer zeitlich begrenzten Aufgabe, kann ein Ad-hoc-Gremium eingesetzt werden. In beiden Fällen sind die Gremienmitglieder nur für die Zeit der Gremienarbeit von ihrer hauptamtli­chen Tätigkeit in der Organisation befreit (Teil­zeit-Mitgliedschaft).
Je nachdem, aus welchen Positionen der Hierarchie sich die Gremienmitglieder zusam­mensetzen, kann man Pluralinstanzen, d.h. die Zusammenfassung gleichrangiger - Instanzen und - Gremien aus hierarchisch verbundenen (Mitglieder einer Abteilung) oder unverbundenen Stellen (Mitglieder aus unterschiedlichen Abtei­lungen) unterscheiden. Fällt die vom Gremium zu leistende Arbeit schwerpunktartig in eine be­stimmte Phase des Entscheidungsprozesses ei­ner - Abteilung oder Organisation, wird das Gremium entsprechend bezeichnet als
(1) Informationsgremium, dessen Aufgabe die Gewinnung und der Austausch von Informatio­nen zur Entscheidungsvorbereitung ist;
(2) Beratungsgremium, dessen Aufgabe die ent­scheidungsreife Bearbeitung eines Problems ist;
(3) Entscheidungsgremium, dessen Aufgabe die Alternativendiskussion und Entscheidung ist; oder als
(4) Ausführungsgremium, dessen Aufgabe die Einleitung und Überwachung der Durchführung beschlossener Maßnahmen ist.

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