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Input-Output-Tabelle

(Input-Output-Rechnung, Einsatz-, Ausstoss- Tabelle, Verflechtungstabelle) Teilrechnung im System des volkswirtschaftlichen Rechnungswesens zur Erfassung der Güterströme (Lieferverflechtungen) zwischen den Sektoren in einer Volkswirtschaft. Der Aufbau einer Input-Output-Tabelle ergibt sich aus der Abbildung. input output tabelleKernstück der Input-Output-Tabelle ist die Transaktions- oder Verflechtungsmatrix. Sie enthält spaltenweise die Vorleistungen, die in den Output eingehen. Die Summe einer Spalte input output tabelleenthält den gesamten Vorleistungsverbrauch eines Sektors; er wird "intermediärer Input" genannt. In den Zeilen steht derjenige Teil der Produktion, der nicht an die Endnachfrage, sondern als Vorleistung an andere Sektoren geliefert wird. Die Summe der Zeilen input output tabelleheisst "intermediärer Output" oder "Zwischennachfrage". Weiterhin sind die Vektoren der Endnachfrage ausgewiesen. In einer offenen Volkswirtschaft mit staatlicher Aktivität sind dies im einzelnen privater Verbrauch, Staatsverbrauch, Bruttoinvestitionen und Ausfuhr (Yj = Q + + Ei). Da die Input- Output-Tabelle einem Rechenschema entspricht, das mit Hilfe definitorischer Gleichungen aufgestellt wird, kann man den Gesamtoutput oder Bruttoproduktionswert Xi des Wirtschaftsbereichs i (Zwischennachfrage + Endnachfrage) durch folgende Relationen darstellen: Schliesslich enthält die Input-Output-Tabelle auch die "primären Inputs", also die Wertschöpfung, die Kostensteuern und die Abschreibungen der einzelnen Sektoren. Die Primärinputs stellen ebenso wie die Endnachfrage autonome Grössen dar. Will man die Input-Output-Tabelle als Informationssystem benutzen, d.h. soll ein quantitatives Bild der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den einzelnen Sektoren gezeichnet werden, so werden Input- und Output-Koeffizienten zur Interpretation herangezogen. Die Output-Koeffizienten bjj = Vj/ Xi geben an, zu welchen Anteilen der Output jedes in der Vorspalte der Tabelle aufgeführten Sektors an die in der Kopfzeile ausgewiesenen Sektoren geht. Durch die Normierung der Zeilenwerte auf die jeweiligen Zeilensummen Xj spiegeln die Koeffizienten die Absatzstrukturen wider. Die Input-Koeffizienten = Vj/Xj geben an, zu welchen Anteilen jeder der in der Kopfzeile der Tabelle ausgewiesenen Sektoren Inputs von den in der Vorspalte aufgeführten Sektoren bezogen hat. Die Koeffizienten spiegeln die Kostenstrukturen wider. Nach der Sektoreneinteilung unterscheidet man zwischen funktioneilen und institutioneilen Input-Output-Tabellen.   Literatur: Holub, H. WJSchnabl, H., Input-Output- Rechnung: Input-Output-Tabellen, München, Wien 1982. Leontief, W, Input-Output-Economics, 2. Aufl., New York, Oxford 1986.

(IOT) Matrix-Darstellung der Güterströme einer Volkswirtschaft (ausgedrückt in Werteinheiten). Erfaßt werden dabei: a) die Güterströme zwischen den einzelnen Produktionsbereichen (Ströme Typ 1); b) die Güterströme von den Produktionsbereichen an die Kategorien der letzten Verwendung (Ströme Typ 2); c) alle an die Produktionsbereiche geflossenen Primärleistungen und sonstigen Aufkommen (Ströme Typ 3). Die Input-Output-Tabelle unterscheidet sich in ihrem Darstellungsgegenstand von der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Gegenstand der IOT sind die produktionsbedingten Verflechtungen, die bei der Produktion entstehende Primärverteilung sowie die aus der Produktion gespeiste Endnachfrage. Gegenstand der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ist dagegen die Abbildung der monetären Ströme, in denen sich Marktvorgänge, Einkommensverteilung und Vermögensbildung niederschlagen. Eine IOT setzt sich i.d.R. aus folgenden Feldergruppen zusammen: a) Matrix der Vorleistungen mit allen Strömen des Typs 1; b) Matrix der letzten Verwendung mit Strömen des Typs 2 (letzter Verbrauch der privaten Haushalte und der privaten Organisationen, Staatsverbrauch, Lagerveränderung, Bruttoanlageinvestition, Export); c) Matrix des Primäraufwands mit Strömen des Typs
3. Hier sind alle produktionsbedingten Aufwendungen der Produktionsbereiche enthalten, die nicht in der Vorleistungsmatrix erfaßt wurden sowie die Gewinne der Produktionsbereiche.
Input-Output-Tabelle Die Wertsumme einer Spalte j
Input-Output-Tabelle gibt die gesamten Aufwendungen für - Inputs (einschl. Gewinn) des Produktionsbereichs j an, die Wertsumme einer Zeile j
Input-Output-Tabelle zeigt den Wert des Gesamtoutputs, den der Produktionsbereich j verteilt hat. Aufgrund des - Kreislaufaxioms gilt: Zeilensumme j (Wert des Gesamtoutputs eines Produktionsbereichs j) = Spaltensumme j (Wert des Gesamtinputs des Bereichs j) = Produktionswert des Bereichs j (Produktionswert). Literatur: Holub, H.W., Schnabl, H. (1994). Statistisches Bundesamt (c: unregelmäßig)

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