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International Accounting Standards (IAS)

Die International Accounting Standards sind Normen, wie bilanziert werden soll, also eine Bilanzierungsmethode. IAS ist in Europa sehr verbreitet.

Die IAS sind die bisher am meisten verbreitete Methode unter den europäischen Firmen, um eine internationale Bilanz zu erstellen. Dadurch wird es den Kapitalgebern ermöglicht, verschiedene Unternehmen anhand der Zahlen besser miteinander vergleichen zu können, da alle das gleiche Rechnungsschema nutzen.

Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IAS ist es, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie deren Veränderungen im Zeitablauf besser zu ermitteln.

Des weiteren wird eine internationale Harmonisierung der Bilanzierung angestrebt, damit Investoren und andere Interessenten Unternehmen auf internationaler Ebene besser vergleichen können. Derzeit gelten 32 Standards.

Die International Accounting Standardswerden vom International Accounting Standards Committee (IASC) festgelegt. Das International Accounting Standards Committee (IASC) ist eine privatrechtliche Organisation mit 116 Mitgliedern aus 86 Ländern verabschiedete Rechnungslegungsvorschriften.

Auch für die Firmen können sich zahlreiche Vorteile ergeben. Zum Beispiel kann eine Firma, die vorher nach HGB bilanziert hat, mit der IAS-Methode stille Reserven aufdecken und somit augenscheinlich ein höheres Eigenkapital ausweisen.

Die International Accounting Standards (IAS) bezeichnen internationale Rechnungslegungsvorschriften, die den gegenwärtigen und zukünftigen Kapitalgebern einen Einblick in die Vermögens , Finanz und Ertragslage des Unternehmens geben sollen. Neben dieser kapitalmarktorientierten Zielsetzung wird mittels der IAS eine globale Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse angestrebt. Im Vergleich zum HGB bschluss ist der IAS bschluss durch eine hohe Transparenz gekennzeichnet, welche durch eine umfassende Berichterstattung im Anhang erreicht wird. Detaillierte und verbindliche Gliederungen für den Aufbau der Bilanz und der Gewinn und Verlustrechnung (GuV), wie sie in den §§ 266 und 275 Handelsgesetzbuch (HGB) für Kapitalgesellschaften gefordert werden, finden sich in den IAS nicht. IAS 1 schreibt lediglich zu berücksichtigende Mindestposten für die Bilanz und die GuV vor. Beispiele, wie eine Bilanz oder GuV aussehen kann, werden im Anhang zu IAS 1 vorgestellt. Diese haben aber keinen Verbindlichkeitscharakter. Bis zum Jahr 2001 wurden die IAS durch das International Accounting Standards Committee (IASC) entwickelt, laufend ergänzt und herausgegeben. Gegründet wurde das IASC 1973 als privatrechtliche Vereinigung, deren Mitglieder aus dem Bereich der wirtschaftsprüfenden Berufe der Länder Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Mexiko, Niederlande, England, Irland und den USA kamen. Neben der Entwicklung und Verabschiedung der IAS genehmigte das IASC Interpretationen zu den IAS, die durch das Standing Interpretations Committee (SIC) erarbeitet wurden. Im Rahmen einer Umstrukturierung wurden die Aufgaben des IASC mit Wirkung vom 1. April 2001 auf die Nachfolgeorganisation International Accounting Standards Board (IASB) übertragen. Auf der ersten Sitzung des IASB im April 2001 wurde beschlossen, dass die durch das IASC verabschiedeten und zum 1. April in Kraft befindlichen Standards und Interpretationen bis zu einer eventuellen Veränderung durch das IASB in Kraft bleiben. Werden neue Standards durch das IASB erlassen, werden diese unter der Bezeichnung International Financial Reporting Standards (IFRS), neue Interpretationen unter der Bezeichnung IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) nterpretations veröffentlicht. Neben den IAS/IFRS veröffentlicht das IASB ein Rahmenkonzept, das das IASB sowie nationale Standardsetter bei der Entwicklung neuer Standards unterstützt. Das Rahmenkonzept stellt keinen IAS/IFRS dar und beinhaltet damit keine verbindlichen Grundsätze für bestimmte Fragen der Bewertung oder von Angaben. Für Fragen der Bewertung finden zunächst die einzelnen Standards und die dazugehörigen Interpretationen Anwendung. Erst wenn diese zu keinem Ergebnis führen, kann auf das Framework zurückgegriffen werden. Die Standards beinhalten sowohl Vorschriften für den Konzern als auch für den Einzelabschluss und gelten für alle Unternehmen unabhängig von deren Rechtsform oder Größe. Die Entwicldung und Verabschiedung der IAS/IFRS orientiert sich eng am angloamerikanischen Rechnungslegungssystem, das insbesondere durch die US GAAP geprägt wird. Die Verabschiedung der IAS/IFRS erfolgt nicht durch eine legislative Instanz, wie dies z. B. beim HGB der Fall ist, sondern durch eine Abstimmung der privatrechtlichen Vereinigung IASB. Dieser Abstimmung geht ein öffentlicher Diskussionsprozess voraus (Due Process). Über eine Öffnungsklausel im deutschen HGB (§ 292a HGB) können börsennotierte Konzernmutterunternehmen seit 1998 auf einen HGB Konzernabschluss (Konzernrechnungslegung) verzichten und anstelle dessen einen IAS konformen Konzernabschluss aufstellen. Diese Möglichkeit endet am 31.12.2004. Am 6.6.2002 wurde durch den Ministerrat der EU eine Verordnung zur Anwendung der IAS für kapitalmarktorientierte Unternehmen, die konsolidierte Abschlüsse aufstellen, verabschiedet. Die Regelung schließt direkt an das Ende der Offnungsldausel an und verpflichtet börsennotierte Konzernmutterunternehmen zur Erstellung eines IAS bschlusses. Europäische Unternehmen, die auch in den USA gelistet sind und hierfür einen Abschluss auf der Grundlage der US GAAP erstellen, sowie Unternehmen, deren Schuldtitel an einem geregelten Markt notiert sind, erhalten eine Umstellungsfristverlängerung bis 2007. Mit Wirkung vom 29.9.2003 hat die EU einen Großteil der IAS übernommen, wodurch sie zu verbindlichen Normen für die Rechnungslegung in Europa wurden. Bereits im Mai 2000 hatte die weltweite Vereinigung der Börsenaufsichtsbehörden International Organisation of Securities Commission (IOSCO) ihre Mitglieder aufgefordert, bei einem Cross Border Listing IAS bschlüsse anzuerkennen, womit der Weg für die IAS als internationale Rechnungslegungsstandards geebnet wurde. IAS bschlüsse erfüllen bisher nicht die Zugangsvoraussetzungen für die Börsenzulassung an der New York Stock Exchange (NYSE), da die Securities and Exchange Commission (SEC) einen nach den Kriterien der US GAAP aufgestellten Abschluss verlangt. Um eine Akzeptanz der IAS seitens der SEC zu erreichen, werden die IAS überarbeitet, um grundlegende Unterschiede zwischen IAS und US GAAP zu beseitigen und Regelungslücken zu schließen.

Abk.: IAS. Heute: International Financial Reporting Standards (IFRS).



Die International Accounting Standards (IAS) sind international anerkannte Rechnungslegungsstandards, die vom International Accounting Standards Board (IASB) der International Accounting Standards Committee Foundation (IASCF) erarbeitet und weiterentwickelt werden. Durch die Einigung auf einen bestehenden Kern von internationalen Standards soll zwischen den nationalen Abschlüssen zwar keine Einheitlichkeit, wohl aber eine Vergleichbarkeit erzielt werden. Derzeit existieren 34 Standards zu unterschiedlichen Rechnungslegungsfragen. Neu verabschiedete IAS heißen ab 2002 International Financial Reporting Standards (IFRS). Die IAS-Rechnungslegung besteht aus einem zweistufigen Regelwerk: einem Framework und den einzelnen Standards. Die IAS/IFRS haben durch eine im Juni 2002 von der EU verabschiedete Verordnung auch für Deutschland an Bedeutung gewonnen. Ab 2005 haben alle kapitalmarktorientierten Unternehmen ihren Konzernabschluss nach IAS/IFRS aufzustellen.

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