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Kosten, fixe

Fixe Kosten, Fixkosten.

(engl. fixed costs) Fixkosten sind Kosten, deren Höhe von der jeweiligen Einflussgröße unabhängig ist. In der Betriebswirtschaft (p Betriebswirtschaftslehre) wird ohne ergänzende Präzisierung im Allgemeinen die Beschäftigung als Kosteneinflussgröße unterstellt, begrifflich korrekt ist in diesem Fall die Bezeichnung beschäftigungsfixe Kosten (Beispiele: Gehälter, Zeitlöhne, wesentliche Teile der kalkulatorischen Abschreibungen und kalkulatorischen Zinsen). Andere Einflussgrößen sind beispielsweise Aufträge, Losgrößen, Bestellmengen. Den Gegensatz zu Fixkosten bilden variable Kosten (Kosten, variable). Beschäftigungsfixe Kosten (auch: Bereitschaftskosten) werden im Unternehmen durch die Bereitstellung von Kapazitäten für den betrieblichen Leistungsprozess verursacht und stellen in Bezug auf Kostenträger (p Kostenträgerrechnung) immer Gemeinkosten dar. Beschäftigungsfixe Kosten können nach E. Gutenberg in Nutzkosten und Leerkosten aufgeteilt werden. Beschäftigungsfixe Kosten sind nicht unveränderlich. Sie können durch Erweiterung der Kapazität erhöht (Beispiel: Investition in neue Anlagen, Einstellung zeitabhängig vergüteter Mitarbeiter) und durch Kapazitätsabbau reduziert werden (man beachte hierbei: Kostenremanenz). Durch die i. d. R. sprunghafte Anpassung der Kapazität verändern sich die beschäftigungsfixen Kosten ebenfalls sprunghaft, man spricht von sprungfixen Kosten (auch: Sprungkosten, intervallfixe Kosten).

Als fixe Kosten bezeichnet man die Kosten, deren Höhe bei der Variation einer Kosteneinflußgröße konstant bleibt. Im allgemeinen geht man dabei von einer Veränderung der Beschäftigung als Kosteneinflußgröße aus. Jedoch ist es sinnvoll, die Unterscheidung von fixen und variablen Kosten auch auf andere Einflußgrößen (z. B. Intensitäten, Losgrößen, Auftragszusammensetzung u. a.) zu beziehen. Eine genaue Kennzeichnung fixer Kosten erfordert die Angabe des Intervalls, innerhalb dessen die Ausprägung der betrachteten Einflußgröße verändert wird. Ferner müssen die als fix bezeichneten Kosten sachlich und zeitlich genau abgegrenzt sein. Sofern Kosten innerhalb einzelner Intervalle der Einflußgröße konstant sind, aber an den Grenzen zwischen den Intervallen Sprungstellen aufweisen, nennt man sie sprungfix. Fixe Kosten können erstens als Absolutglieder einer Kostenfunktion auftreten. Sie geben dann Kosten wieder, die von der Betrachtungseinheit, für welche die Kostenfunktion gelten soll, nicht beeinflußbar sind. Zweitens gibt es Fixkosten, die immer dann anfallen, wenn eine bestimmte Einflußgröße mit einem Wert größer als Null gewählt wird. Beispielsweise kann die Fertigung einer Produktart den Einsatz einer bestimmten Maschine erfordern. Drittens können Fixkosten darauf zurückzuführen sein, daß in mehrvariabligen Kostenfunktionen einzelne Einflußgrößen konstant sind bzw. konstant gehalten werden. Ursachen für die Konstanz von Einflußgrößen können in rechtlichen Bedingungen, Kostenfunktionen wie Arbeits oder Lieferverträgen, liegen. Ferner ist es möglich, daß die Unternehmung aus ökonomischen Gründen die Ausprägung von Grö ßen nicht ändern will, weil sie bei spielsweise während einer Unterbe schäftigung mit einem baldigen Kon junkturaufschwung rechnet. Schließ lich kann in Fixkosten der Einfluß von nicht explizit berücksichtigten Kosteneinflußgrößen zum Ausdruck gebracht werden, deren Ausprägung man vereinfachend als konstant un terstellt.

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