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Lohn-Preis-Spirale

 
   
Wechselwirkung zwischen Lohn- und Preiserhöhungen. Lohnerhöhungen über dem Produktivitätsfortschritt können zu. Preissteigerungen führen, welche wiederum zu höheren Lohnforderungen führen etc. Ebenso können Lohnforderungen die Folge von vorherigen Preis(niveau)steigerungen sein. Dieser Lohn-Preisbzw. Preis-Lohn-Wettlauf kann zur Inflation führen. Lohn, Preis

ist ein Ursache-Wirkungszusammenhang zur Erklärung von Inflation, bei dem die Ursache von Inflation in Lohnforderungen bzw. -Steigerungen gesehen wird. Die Lohn-Preis-Spirale besagt, daß Lohnforderungen (bzw. Lohnsteigerungen) durch ihre Auswirkung auf die Herstellungskosten und durch ihre Nachfragewirkung auf dem Markt zu Preissteigerungen fuhren. Durch die steigenden Preise werden erneut Lohnforderungen gestellt, die sich wiederum in Preissteigerungen auswirken usw.

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Theorie vom unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Höhe des Lohnes und der Preise. Nach dieser in der Wirtschaftswissenschaft vorherrschenden Theorie verringern Preiserhöhungen die Kaufkraft und führen zu höheren Lohnforderungen bzw. Lohnerhöhungen (und umgekehrt). Sind diese höher als das Produktivitäts-Wachstum, ergeben sich wiederum Preiserhöhungen, was schließlich zu einer Inflation führt. >Lohn, >Preis, >Profit

Der Zusamme seitige Abhängigkeit von Löhnen und dass Lohnerhöhungen zu Preissteig spricht von einer Preis-Lohn-Spirale, * den Anstoss zu Lohnsteigerungen gebe

(Preis-Lohn-Spirale) in der nichtmonetären Inflationstheorie entwickelte Vorstellung, dass es durch sich aufschaukelnde Preiserhöhungen auf dem Güter- und Arbeitsmarkt zu einer akzelerierten Inflation (Inflationszyklus) kommen könne (Angebotsdruck): Lohnerhöhungen, die von den Gewerkschaften durchgesetzt werden und über die Produktivitätssteigerungen hinausgehen (core in- flation), führen danach zwangsläufig zu Preissteigerungen (Kostendruck), die wiederum Anlass zu noch höheren, den Preisauftrieb verschärfenden Lohnerhöhungen geben usw. Als treibende Kraft wird dabei der Verteilungskampf zwischen den sozialen Gruppen, insbesondere zwischen Lohn- und Gewinneinkom- mensbeziehern, angesehen. In Wirklichkeit ist die Lohn-Preis-Spirale keine eigenständige Inflationsursache, sondern lediglich die Umschreibung der Anpassungsvorgänge auf dem Güter- und Arbeitsmarkt, wenn eine Inflation durch überschüssiges Geldmengenwachstum in Gang gekommen ist (Inflationsantizipation). Statt realeinkommenssichernde Lohnerhöhungen immer wieder neu durchzusetzen, wäre auch eine Indexierung der Löhne möglich (Lohnindexierung).  
 

 

 

 

 
   

 

 
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Weitere Begriffe : Crawling Peg | Pensionsgeschäft | Ombudsmann
 
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