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Serienfertigung, Serienproduktion

Die Serienfertigung oder Serienproduktion ist die gleichzeitige oder unmittelbar aufeinanderfolgende Herstellung einer bestimmten Menge gleichartiger Fertigprodukte. Das charakteristische Merkmal der Serienproduktion ist nicht die Anzahl der zu fertigenden Produkte, sondern die Gleichartigkeit dieser Produkte, die erst eine serienmäßige Auflage der Produktion ermöglicht. Die Gleichartigkeit der Produkte wird durch geeignete Vervielfältigungsformen, die für die Herstellung der Serie angefertigt werden, erreicht. Deshalb läßt sich die Serienfertigung als Vervielfältigungsfertigung kennzeichnen. Die Serienproduktion gehört wie die Einzelproduktion und die Massenproduktion zu den Wiederholungstypen der Produktion, die wiederum zu outputbezogenen Produktionstypen zählen.

ist eine zwischen der Einzelfertigung und der Massenfertigung einzuordnende Form der Mehrfachfertigung, bei der eine Produktart in begrenztem Umfang hergestellt wird (z. B. PKW eines bestimmten Typs). Von der Serienfertigung ist die Sortenfertigung zu unterscheiden.

Serienfertigung ist ein Fertigungsverfahren, das zwischen der Einzel- und Massenfertigung steht. Es werden gleichzeitig oder nacheinander mehrere gleichartige Erzeugnisse produziert. Nach Erstellung einer bestimmten Stückzahl (Serie, Los, Auflage) wird eine neue Artikelserie aufgelegt.

Problem:
(1) Je nach Seriengröße unterscheidet man Groß-, Mittel- und Kleinserien. Bei sehr großen Stückzahlen rückt die Serienfertigung in die Nähe der Massenfertigung, bei sehr kleinen Losgrößen oder Auflagewerten nähert sie sich der Einzelproduktion.

(2) Je größer die Serie, das Los ist, desto kleiner sind die losfixen Kosten (Rüstkosten) je Leistungseinheit. Gleichzeitig steigen aber die Lagerkosten für die Halb- und Fertigerzeugnisse, so daß man im praktischen Fall den optimalen Wert der Losgröße zu bestimmen hat.

Beispiel:
Serienfertigung findet man häufig beim Fahrzeugbau, Maschinenbau und
in der Elektroindustrie (Erstellung einer Anzahl gleichartiger Lkw-Anhänger, Bohrmaschinen und Schaltschränke).

ein Fertigungsverfahren im Mehrproduktbetrieb. Hier werden mehrere gleichartige Produkte gleichzeitig oder nacheinander produziert. Bei der Auflage jeder neuen Serie muß in der Regel die Produktionsanlage verändert bzw. neu eingerichtet werden. Der Produktionsprozeß muß unterbrochen werden, und es entsteht ein Produktionsausfall. Bevor die neue Serie aufgelegt werden kann, entstehen Kosten, die von der Auflagengröße (Losgröße) unabhängig sind (auch losfixe Kosten genannt). Dazu zählen Einrichtungs- und Anlaufkosten (Rüstkosten) der Anlagen. Je größer die Serie ist, desto kleiner sind die auflagefixen Kosten pro Produktionseinheit (vgl. Auflagendegression).

(engl. batch production, make to tock production) Die Serienfertigung ist ein Leistungstyp der Produktion, bei dem qualitativ verwandte, fertigungstechnisch jedoch unterschiedliche Produktarten hergestellt werden. Dies hat zur Folge, dass die Produkte verschiedener Serien zwar nacheinander auf den gleichen Maschinen gefertigt werden können, diese allerdings vor der Produktion einer neuen Serie (Auflage, Los) zunächst umgerüstet werden müssen. Die dadurch verursachten Umrüstkosten und zeiten haben somit bei diesem Fertigungstyp eine große Bedeutung.

Wie bei der Sortenfertigung ergeben sich bei einer Produktion auf denselben Aggregaten Probleme der Losgrößenplanung und der Maschinenbelegungsplanung. Außerdem lassen sich auch hier häufig Rationalisierungseffekte (Rationalisierung) durch Normung und Typung erzielen. Typische Produkte der Serienfertigung stellen verschiedene Möbel, Haushaltsgeräte und Automobile dar. Die innerhalb eines Fertigungsloses erbrachten Produkte sind dabei völlig gleichartig. In Abhängigkeit von der Seriengröße der herzustellenden Produkte lassen sich Klein , Mittel und Großserienfertigung unterscheiden. Die Übergänge zwischen ihnen sind allerdings ebenso fließend wie zwischen der Kleinserien und der Einzelfertigung sowie der Großserien und der Massenfertigung (. Massenproduktion).

Mit Serienfertigung, die sowohl marktals auch auftragsorientiert sein kann, wird der Fertigungstyp bezeichnet, bei dem von einer einheitlichen Produktart eine begrenzte Anzahl gefertigt wird. zwischen den Produkten der verschiedenen Serien (Serienprodukte) besteht keine oder nur eine sehr geringe Übereinstimmung (hoher Individualitätscharakter einer Serie). Wie bei der Sortenfertigung können die Serien hintereinander oder nebeneinander gefertigt werden, wobei sich jedoch die Fertigungszeit einer Serie im allgemeinen nur auf einen kurzen Zeitraum beschränkt (Autoindustrie). Je nach der geplanten oder realisierten Auflagenhöhe einer Serie sowie dem in Relation zum übrigen Fertigungsprogramm notwendigen Vorbereitungsaufwand wird zwischen Groß und Kleinserienfertigung unterschieden. Hierbei ist sowohl die Abgrenzung zwischen Großserien- und Massenfertigung als auch die Abgrenzung zwischen Kleinserien und Sortenfertigung fließend.

programmbezogener -Produktionstyp (Programmtypen), bei dem von einer Produktart im Rahmen eines Fertigungsauftrags mehrere gleichartige Produkte hintereinander hergestellt werden. Nach der Grösse eines Fertigungsauftrags unterscheidet man zwischen Gross- und Kleinserie. Die kostengünstigste Produktionsmenge heisst optimale Losgrösse.

Bei diesem  Fertigungstyp werden qualitativ verwandte, fertigungstechnisch aber teilweise unter­schiedliche Produkte auf den gleichen Maschinen hergestellt. Die Zwischen- bzw. Endprodukte einer Serie sind dabei — wie bei der Möbelproduktion — homogen. Von Serienproduktion wird aber häufig auch gesprochen, wenn — wie bei der Automobilproduktion - die Zwischenprodukte zu unterschiedli­chen Varianten, Produkten und Produkttypen kombiniert werden, ohne dass jedes Endprodukt speziell konstruiert wird. Da die Maschinen nach der Fertigung einer Serie häufig umgerüstet werden müssen, ist die Festlegung der Losgrössen (Losgrössenplanung) von besonderer Bedeutung. Je nach Losgrösse wird zwischen der Grossserien- und der Kleinserienfertigung unterschieden, wobei die Übergänge zwischen der Grossserienfertigung und der  Massenfertigung sowie der Kleinserien­fertigung und der (wiederholten)   Einzelfertigung fliessend sind. Siehe auch   Produktion, Formen,  Produktionsmanagement sowie   Produktionsplanung und -steuerung, jeweils mit Literaturangaben.

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