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Swap-Geschäfte

Besitzt ein Finanzmarktteilnehmer auf Grund seiner Bonität und seiner Marktstellung günstige Finanztitel, hat aber einen relativ schlechten Marktzugang zu Finanztiteln, die er benötigt, kann er diese am Swap-Markt tauschen. Dabei kann es sich um einen Tausch von Währungspositionen (Währungsswap) oder einen Tausch von Zinspositionen (Zinsswap) handeln. Oft liegt eine Kombination aus Währungs- und Zinsswap vor. Währungsswaps umfassen einen Tausch von zwei Kapitalsummen in zwei verschiedenen Währungen, die sich auf gleiche Laufzeiten und Zinskonditionen beziehen, nach deren Laufzeit die Swap-Partner ihre ursprüngliche Währung wieder zurücktauschen, so dass ihnen kein Wechselkursrisiko entsteht. Swap-Geschäfte stellen insofern eine Form der Kurssicherung dar. Bei einem Zinsswap werden die jeweiligen Zinsverpflichtungen aus Finanzierungsmitteln gleicher Laufzeit und Währung getauscht. Bei einem kombinierten Swap tauschen die Marktteilnehmer die Währungspositionen einschließlich der damit verbundenen Zinsverpflichtungen. Bei einem Devisen-Swapgeschäft (Devisen-swaps) dagegen wird heute bereits die Devise für einen späteren Zeitpunkt wieder zurück getauscht. Beim Devisenswap schließen beide Partner sowohl ein Kassa- als auch ein Termingeschäft miteinander ab, so dass der unterschiedliche Nutzungswert der Fremdwährung im Hinblick auf das Zinsniveau im Voraus durch den Swapsatz ausgeglichen wird. Insofern spiegeln sich in dem Swapsatz die Kosten der Kurssicherung wider (vgl. Jahrmann, 1998, Swap-Geschäfte 327f.). Bei einem Devisenkassageschäft erfolgt der Kauf bzw. Verkauf von Devisen sofort über Devisenbörsen zu einem täglich börsennotierten Kassakurs. Bei Devisentermingeschäften wird das heute abgeschlossene Geschäft zu einem späteren Zeitpunkt zu einem heute vereinbarten Terminkurs erfüllt. Devisenterminkurse werden in der Regel nur außerbörslich auf Grund von Angebot und Nachfrage bei Kreditinstituten vor allem im Telefonverkehr gebildet (vgl. Jahrmann, 1998, Swap-Geschäfte 306). Devisenkurse sind von Sortenkursen (Notenkursen) zu differenzieren. Devisenkurse gelten für den bargeldlosen Zahlungsverkehr (z.B. Überweisung, Wechseleinreichung, Schecks usw.), während sich Sortenkurse auf Bargeld beziehen. Der Sortenkurs ist höher als der Devisenkurs, da den Banken durch Bargeldgeschäfte Kosten entstehen, die beim bargeldlosen Verkehr nicht anfallen. Ein Kunde zahlt somit einen höheren Preis für ausländisches Bargeld, als wenn er Reiseschecks kauft (vgl. Häberle, 1998, Swap-Geschäfte 848f.).

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