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Vermögensanalyse

untersucht im Rahmen der Bilanzanalyse das betriebliche Vermögen anhand der im Jahresabschluss gegebenen Informationen. Die Analyse bezieht sich hauptsächlich auf die Zusammensetzung und die Entwicklung des Vermögens. Hierfür werden Kennzahlen gebildet, die das Verhältnis einzelner Vermögensgruppen zum Gesamtvermögen wiedergeben. Diese Intensitätszahlen (z.B. Anlagenintensität = Anlagevermögen : Gesamtvermögen) lassen erste Schlüsse auf die Fähigkeit der Anpassung an Beschäftigungsänderungen und damit deren Auswirkungen auf den Erfolg (Erfolgselastizität) und die finanzielle Stabilität (Dispositionselastizität) zu. Die gewonnenen Ergebnisse können mit Hilfe von Umsatzrelationskennzahlen (verschiedene Vermögenspositionen wie Sachanlagen oder Vorräte werden auf den Umsatz bezogen) weiter vertieft werden. Eine zusätzliche Steigerung der Aussagefähigkeit lässt sich durch Bildung von Umschlagskoeffizienten erreichen. Diese geben an, wie häufig eine Vermögensposition in der Periode umgesetzt wurde: Umschlagshäufigkeit = Abgang in der Periode durchschnittlicher Bestand Der reziproke Wert der Umschlagshäufigkeit sagt aus, in welcher Zeit der Bestand einmal umgeschlagen wurde. Die Umschlagshäufigkeit wird zumeist für das Anlagevermögen (Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Anlagenabgänge dividiert durch den durchschnittlichen Bestand des Anlagevermögens), das Umlaufvermögen (Umsatzerlöse dividiert durch den durchschnittlichen Bestand des Umlaufvermögens) und das Gesamtkapital (Umsatzerlöse dividiert durch das Gesamtkapital) errechnet. Weitere wichtige Kennzahlen im Rahmen der Vermögensanalyse sind die Investitions und die Abschreibungsquote, mit deren Hilfe die Entwicklung des Sachanlagevermögens beurteilt werden kann. Die Investitionsquote wird berechnet als Quotient aus Nettoinvestitionen des Sachanlagevermögens und Anfangsbestand des Sachanlagevermögens; die Relation aus Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und Endbestand der Sachanlagen gibt die Abschreibungsquote wieder. Der Aussagegehalt von Vermögenskennzahlen ist isoliert betrachtet relativ gering; in Verbindung mit anderen Kennzahlen bzw. bei Betrachtung ihrer Entwicklung im Zeitablauf und im Vergleich mit den von anderen Unternehmen kann dieser jedoch erheblich gesteigert werden. Die Kennzahlen sind für den externen Betrachter häufig die einzigen Instrumente, mit denen das im Jahresabschluss ausgewiesene Vermögen aufbereitet und untersucht werden kann.       Literatur: Coenenberg, A. G., Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 12. Aufl., Landsberg am Lech 1991. Leffson, U., Bilanzanalyse, 3. Aufl., Stuttgart 1984. Schult, E., Bilanzanalyse, 8. Aufl., Freiburg i. Br. 1991.

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