Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Vertriebserfolgsrechnung

Die Vertriebserfolgsrechnung (auch Absatzsegmentrechnung) ordnet einem vertrieblichen Bezugsobjekt (beispielsweise Kunden, Kundengruppen, Absatzgebiete, Absatzwege, Absatzgrößenklassen) dessen Umsätze und Einzelkosten (= variable Kosten plus zurechenbare Fixkosten) zu. Die einem Bezugsobjekt zurechenbaren Fixkosten sind diejenigen Fixkosten, die beim Verzicht auf das betreffende Objekt künftig abgebaut und eingespart werden können.

Man erhält dann beispielsweise den Deckungsbeitrag von

- Kunden und Kundengruppen,
- Aufträgen und Auftragsgruppen,
- Bezirken, Regionen, Ländern, Kontinenten,
- betrieblichen Abteilungen, Bereichen, Filialen oder
- Absatzkanälen.

Die Vertriebserfolgsrechnung in Gestalt einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung greift den Grundgedanken der stufenweisen Fixkostendeckungsrechnung auf, wonach ein beliebiges Rechnungsobjekt kurzfristig mit seinen variablen und langfristig zusätzlich mit den ihm zurechenbaren fixen Kosten, also mit seinen gesamten Einzelkosten, zu belasten ist.

Die dabei ausgewiesenen Bruttogewinne unternehmerischer Teilbereiche sind wichtige Entscheidungshilfen.

stellt Umsätze und Vertriebskosten in differenzierter Form einander gegenüber, um das betriebswirtschaftliche Ergebnis bestimmter Vertriebskostenstellen (Kostenstellenrechnung) oder Absatzsegmente (Absatzsegmentrechnung) prospektiv (Marketingplanung, Marketingbudget) oder vergangenheitsbezogen (—Marketingkontrolle) zu bestimmen. Um den Vertriebserfolg vom produktionswirtschaftlichen Erfolg zu isolieren, werden die erzeugungsabhängigen Kosten vom Bruttoerlös (ohne Mehrwertsteuer) subtrahiert. Bei Vollkostenverrechnung werden anschliessend stufenweise bestimmte Vertriebskostenklassen, gesammelt über Vertriebskostenstellen, verrechnet. Da viele Vertriebskosten jedoch Gemeinkostencharakter besitzen, ist ein solches Vorgehen mehr oder minder willkürlich. Darüber hinaus wird dabei der Fixkostenproblematik keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Üblicherweise wird die Vertriebserfolgsrechnung deshalb als —Teilkostenrechnung angelegt. Als besonders geeignete Teilkostenrechnungssysteme erweisen sich die mehrstufige Fixkostendeckungsrechnung und die hierarchische Verrechnung relativer Vertriebseinzel- und -gemeinkosten (Teilkostenrechnung mit relativen Einzel- und Gemeinkosten [Paul Riebel]). Die Grundrechnungen werden oft ergänzt durch Kostenkennzahlen, insb. spezifische Deckungsbeiträge, z. B. Deckungsbeitragsquoten verschiedener Produkte, Absatzgebiete, Kunden (-gruppen) oder Auftragsgrössenklassen.

Erfolgsanalyse

Siehe Absatzerfolgsrechnung

-

Vorhergehender Fachbegriff: Vertriebseinzelkosten | Nächster Fachbegriff: Vertriebsertrag



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : OHGmbH | Rückkaufgeschäfte | Standortsicherung

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon