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Hauptmusterung

Musterung Haushalt
Hauptmusterung eine oder mehrere Personen mit eigener Wohnung und (finanziellen) Mitteln zur Be­streitung des Lebensunterhalts. Der Mehr­personenhaushalt stellt eine soziale Grup­pe mit spezifischen Einflüssen auf das Kauf­verhalten dar, die Personen eines Familien­haushalts bilden eine Primärgruppe. Haushalte werden im Marketing häufig als Verbrauchseinheiten betrachtet. Die ent­sprechenden Statistiken (vgl. z.B. Tab.l) dienen zur Abschätzung des Absatzpoten­tials. Haushalte werden in verschiedenen Teilbe­reichen der Wirtschaftswissenschaft unter­sucht. Die mikroökonomische Theorie des Haushalts betrachtet (private) Haushalte als Einzelwirtschaften, die Produktionsfakto­ren anbieten und Konsumgüter nachfragen und dabei ein maximales Nutzenniveau an­streben. Sie erzielen Einkommen durch die Bereitstellung von Arbeit, Kapital und Bo­den für den Produktionsprozeß, sparen ei­nen Teil davon und verwenden den Rest zum Kauf von Konsumgütern. Die Haushalts­wissenschaft strebt praktische Empfehlun­gen für eine ökonomische Haushaltsführung an, wobei sie sich an dem normativen Modell der Haushaltstheoric orientiert. In der Fi­nanzwissenschaft sind Haushalte Budgets öffentlicher Körperschaften. Für das Marketing ist der Haushaltsbegriff der Sozialökonomie, den auch die amtli­che Statistik zugrunde legt, am zweckmäßig­sten. Er stellt nicht auf die sozialbiologische Einheit der Familie ab, sondern auf eine Per­sonengruppe beliebiger Zusammensetzung, die gemeinsam wirtschaftet und die Kompe­tenzen über die im „Betrieb“ Haushalt zu fäl­lenden wirtschaftlichen Entscheidungen re­gelt (Kollektive Kaufentscheidungen). Diese Fassung deckt sich mit dem betriebs­wirtschaftlichen Verständnis, wonach der Haushalt ein Betrieb ist, der als soziale, tech­nische und wirtschaftliche Einheit das Ziel der Eigenbedarfsdeckung verfolgt. In westlichen Industriegesellschaften ist eine starke Abnahme der durchschnittlichen Haushaltsgröße (Personenzahl) zu verzeich
Hauptmusterung nen (vgl. Tab. 2 und 3), die auf mehrere Ent­wicklungen gleichzeitig zurückzuführen ist: Abnahme der Drei-Generationen-Haushal- te und Zunahme der Zwei-Generationen-, insb. der Ein-Generation-Haushalte, Ab­nahme der durchschnittlichen Zahl der Kin­der pro Familie und starke Zunahme der Ein- personenhaushalte von jüngeren (Singles) und älteren, alleinlebenden Menschen. Mit zunehmender Haushaltsgröße steigt das Haushaltseinkommen degressiv und sinkt das Pro-Kopf-Einkommen gleichfalls de­gressiv. Letztere Erscheinung wird als eine wichtige Motivation für die Zunahme der Haushalte mit einem oder keinem Kind an­gesehen. Die Abfolge typischer Lebensab­schnitte eines Familienhaushalts wird als Familienzyklus bezeichnet.
Hauptmusterung Für das Marketing der Unternehmen ist die­ser Strukturwandel, der noch nicht abge­schlossen ist, Chance und Bedrohung zu­gleich. Auf der einen Seite steigt dadurch der Bedarf an bestimmten Haushaltseinrichtun­gen und speziellen Produkten wie Fertigme­nüs, auf der anderen Seite wächst die Vielfalt und die Dynamik der Lebensformen und Le­bensstile. Das erfordert ein immer feiner aus­differenziertes und damit teureres Marke­ting. Literatur; Schneider, U., Bevölkerungsentwick­lung und Konsumgüternachfrage in der Bundesre­publik, in: Marketing-ZFP, 12. Jg. (1990), S. 272- 278. Statistisches Amt der DDR (Hrsg.), Statistisches Jahrbuch 1990 der Deutschen Demo­kratischen Republik, Berlin 1990. Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Statistisches Jahrbuch 1990 für die Bundesrepublik Deutschland, Wiesbaden 1990.

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