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Automation

ist die höchste Stufe der Mechanisierung; dabei ist die Fertigung durch einen kontinuierlichen und integrierten Prozeßablauf gekennzeichnet. Neben vollautomatischen Maschinen und Transferstraßen erfordert die automatische Fertigung auch vollautomatische Steuerungs- und Kontrollgeräte.

(engl. automation) Von Automation (von gr. auto matos = sich selbst bewegend) wird gesprochen, wenn betriebliche Vorgänge weitestgehend ohne den Eingriff des Menschen ablaufen können und dabei Automaten eingesetzt werden. Diese Automaten üben die notwendigen Tätigkeiten ohne Steuerung durch Menschen aus. Im Verkauf von Getränken, anderen Lebensmitteln, Blumen und anderen kleinen Gütermengen werden vielfach Verkaufsautomaten eingesetzt. Diese Verkaufsautomaten können Geldsorten identifizieren und Güter bereitstellen. Produktionsautomaten können Werkstücke erkennen, geeignete Werkzeuge aus einem Depot auswählen und mechanische Bearbeitungen durchführen. Roboter sind Automaten, die über vielfältige Sensoren verfügen und frei bewegliche Bestandteile in größerem Maße, wie Greifarme, Bearbeitungsarme oder Stelzen bzw. Räder, besitzen. Sie können Informationen aus der Umwelt aufnehmen, diese in eigenen Rechnersystemen verarbeiten und speichern und zur Steuerung ihrer Tätigkeit verwenden. Diese Automaten weisen eine gewisse Lern und Anpassungsfähigkeit auf. In der Produktion und Verpackung werden Automaten an vielen Stationen eingesetzt und führen zu hoher Produktqualität bei niedrigen Arbeitskosten. Da ihre Anschaffungs und Einrichtungskosten relativ hoch sind, rentiert sich ihr Einsatz nur, wenn die Produktionsmengen eine kritische Stückzahl überschreiten.

(auch Automatisierung) ist die technische Gestaltung von Arbeitsvorgängen dahingehend, daß bestimmte (insbesondere häufig wiederkehrende) Verrichtungen nicht mehr von Menschen, sondern von Maschinen vollzogen werden. Dabei bedient man sich des Prinzips der Kybernetik; die Maschinen »arbeiten« selbst und werden nur noch von Menschen überwacht. Die Automation begann zunächst mit der EDV im Verwaltungsbereich und dehnt sich inzwischen auf die Produktionsstätten aus (Industrieroboter). Dabei ergeben sich Probleme der Arbeitslosigkeit und der Arbeitsqualität.

Unter Automation wird die Übertragung von Arbeitsprozessen auf Aggregate verstanden; die Kontrolle und Steuerung, bei einfacher Mechanisierung noch von Menschen ausgeübt, wird bei der Automation von Mikroprozessoren übernommen (Systeme mit Klein und Großrechnern). Anstelle der ursprünglich starren Numerical Control werden heute anpassungsfähige Steuerungs und Kontrollsysteme (adaptive control Systems) benutzt, die Qualität und Quantität des Ausstoßes opümieren. Die Automation wird nur dann voll wirksam, wenn durch Verkettung von Betriebsmitteln (Transferstraßen) wesentliche Teile oder ganze Fertigungsabläufe miteinander verbund en sind. Dadurch entstehen höhere Anforderungen an die Flexibilität rechnergesteuerter Kontrollsysteme, weil diese nicht nur die Bearbeitungsprozesse, sondern auch deren Verkuppelung (Baukastensystem) sowie Materialdisposition und Einsatz dispositiver Produktionsmittel regeln. Die Steuerung erfolgt mittels einer Rechnerhierarchie (Steuerungs, Betriebs und Planungsrechner) oder durch Einsatz von Universalrechnern mit entsprechend gestalteten Datenbanken. Der Einsatz von Industrierobotern stellt z. Z. den höchsten Stand der Automation dar. Die Automation dient der Wirtschaftlichkeitssteigerung, bedingt jedoch einen wesentlich höheren Kapitalbedarf und eine Umschichtung der Mitarbeiter von der direkten Fertigung zu Planungs, Steuerungs, Überwachungs und Instandhaltungsaufgaben mit höherem geistigen Anforderungsniveau. Die Automation ist vorwiegend für die Massen und Großserienfertigung geeignet, weil sie zum Erreichen der Nutzschwelle einen hohen Ausstoß und einen hohen Zuverlässigkeitsgrad des Gesamtsystems erfordert. Bei hohem Automation grad nimmt die Verwendungsvielseitigkeit von Einzelaggregaten ab (Zwangslaufsystem) und es bleibt nur eine zeitliche Anpassung des Ausstoßes an die Marktbedürfnisse. Eine intensitätsmäßige Anpassung entfällt in der Regel. Außerdem erhöht sich das Investitionsrisiko, weil alle Aggregate auf bestimmte Produkte und Technologien zugeschnitten sind und nur begrenzt unter hohen Kosten umgestellt werden können. Die Automation erfordert wesentlich umfassendere planerische Vorarbeiten, die immer das gesamte System umfassen müssen. Durch schnelle Entwicklung der Fertigungstechnologie, Meß und Steuerungstechnik, verbund en mit Kostensenkungen für Rechner, wachsen z. Z. die wirtschaftlichen Einsatzmöglichkeiten von automatisierten Aggregaten, so daß eine Anwendung der Automation für Kleinserien durch Einsatz variabel programmierbarer Mehrzweckaggregate möglich wird.

Bankautomation, Electronicbanking.

Mechanisierung

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