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Lohndrift

unterschiedliche Veränderungsraten von Tariflohn und Effektivlohn. Lohnspanne
Lohnformen
1. Zeitlohn: wird für die Zeit der Anwesenheit bezahlt.
2. Akkordlohn: Entgelt ist abhängig von der Erbringung einer bestimmten (in der Regel quantitativen) Leistung. Akkord
3. Prämienlohn: ein zusätzlich zum Grundlohn gewährter Lohn, in Abhängigkeit von der erbrachten Mehrleistung.

wage drift, betriebliche Entgeltpolitik

periodenbezogene Differenz zwischen Änderungsraten von Tariflohnsätzen und Effektivlohnsätzen (Bruttodrift). Folglich ist die Lohndrift positiv, wenn die Wachstumsraten der Effektivlohnsätze größer sind als die der Tariflohnsätze. Dabei ist die korrekte Ermittlung der Effektivlöhne und ihrer zeitlichen Veränderung relativ unproblematisch. Schwierigkeiten ergeben sich jedoch bei der Messung der Tariflohnveränderungen. So erfassen Tariflohnindizes i.d.R. nur die Grundlöhne der im Zeitlohn Beschäftigten, berücksichtigen tarifliche Nebenleistungen nicht und arbeiten z.B. mit einem starren intersektoralen Gewichtungsschema. Die Bruttodrift enthält demnach auch Bestandteile, die auf Tarifvereinbarungen zurückgehen. Die Netto- oder »echte« Lohndrift ist die tatsächlich nicht tarifvertraglich fundierte Drift. Ihre Berechnung stößt schnell an Grenzen des verfügbaren statistischen Materials. Für eine staatliche stabilitätsorientierte Lohnpolitik, die den Versuch macht, über eine Steuerung der Tariflohnentwicklung die Wachstumsraten der Effektivlöhne zu regulieren, sind diese Driftprozesse von besonderer Bedeutung. Das Auseinanderklaffen von Tariflohnsätzen und tatsächlich gezahlten Löhnen (Efffektivlohnsätzen) zu einem Zeitpunkt wird als Niveauspanne (wage gap) bezeichnet. Theoretische Begründungen für die Niveauspanne, d.h. die übertarifliche Entlohnung, finden sich vor allem in der Effizienzlohntheorie. Literatur: Franz, W. (1996). Gerfin, H. (1969)

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