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XYZ-Analyse

1. Anwendung bei der Fehleranalyse

Die XYZ-Analyse ist eine Erweiterung der ABC-Analyse um eine weitere Dimension, z.B. wird die Fehlerwahrscheinlichkeit mit ABC klassifiziert, die Fehlerschwere mit XYZ.

2. Anwendung beim Materialverbrauch

Die XYZ-Analyse ist ein Verfahren zur Beurteilung von Massen, z.B. von Lagern, ähnlich der ABC-Analyse. Mit der XYZ-Analyse soll die Verbrauchsstruktur von Materialien näher unterteilt werden.

Es wird dabei (nach Grochla) unterschieden zwischen:
* X-Materialien, die eine hohe Konstanz des Verbrauchs aufweisen,
* Y-Materialien, deren Verbrauch stärkere, aber eher regelmäßige, z.B. saisonale Schwankungen zeigt,
* Z-Materialien, bei denen der Verbrauch unregelmäßig erfolgt.

Für die X-Materialien empfiehlt sich daher im Standardfall die fertigungssynchrone Beschaffung, für die Y-Materialien die Vorratsbeschaffung und für die Z-Materialien die Einzelbeschaffung im Bedarfsfall.

Je nach Beschaffungslage kann sich aber auch ein anderer Beschaffungsrhythmus als zweckmäßig erweisen.

Die XYZ-Analyse strukturiert die Materialarten im Unternehmen nach ihrer Verbrauchsstruktur. Danach weisen X-Güter einen konstanten Verbrauch mit nur gelegentlichen Schwankungen, Y-Güter einen Verbrauch mit stärkeren Schwankungen und Z-Güter einen sehr unregelmäßigen Verbrauch auf. Entsprechend nimmt die Vorhersagegenauigkeit des Bedarfs mit der Intensität der Verbrauchsschwankungen ab. Die XYZ-Analyse wird häufig mit der ABC-Analyse.

Während die ABC-Analyse von Mengen-Wert-Verhältnissen ausgeht, erfaßt die XYZ-Analyse die Art und Weise des Verbrauchs der zu bestellenden Güter, um so die jeweils optimalen Bereitstellungs- und Bestellmaßnahmen erarbeiten zu können (optimale Bestellmenge).

Die Klassifizierung der Materialien nach der Prognosegenauigkeit bietet Entscheidungshilfen für die jeweils günstigste Beschaffungsart:

X-Materialien:
Beschaffung fertigungssynchron (Just-in-time-Produktion),
Y-Materialien:
Vorratsbeschaffung,
Z-Materialien:
Beschaffung im Bedarfsfall.

ein Verfahren zur Beurteilung von Massen, z.B. von Lägern, ähnlich der ABC-Analyse. Mit der XYZAnalyse soll die Verbrauchsstruktur von Materialien näher unterteilt werden. Dabei wird (nach Grochla) sortiert in:

X-Materialien, die eine hohe Konstanz des Verbrauchs aufweisen, Y-Materialien, deren Verbrauch stärkere, aber eher regelmäßige, z.B. saisonale Schwankungen zeigt, Z-Materialien, bei denen der Verbrauch unregelmäßig erfolgt. Für die X-Materialien bietet sich daher im Standardfall fertigungssynchrone Beschaffung, für die Y-Materialien Vorratsbeschaffung und für die Z-Materialien Einzelbeschaffung im Bedarfsfall an. Je nach Beschaffungslage kann sich aber auch ein anderer Beschaffungsrhythmus als zweckmäßig erweisen.

Die XYZ-Analyse ist eine Methode zur Gewichtung des Materials nach der Verbrauchsstruktur, um Aussagen über die Vorhersagegenauigkeit machen zu können. Das nach der ABC-Analyse eingeteilte Material kann entsprechend nach seiner Vorhersagegenauigkeit geordnet werden. Von G. Groll und E. Grochla wurde früher die Bezeichnung RSU-Analyse gebraucht, um den regelmäßigen, schwankenden und unregelmäßigen Verbrauchsverlauf zu kennzeichnen. Es kann zwischen X-Material, Y-Material und Z-Material unterschieden werden. X-Material ist Material, dessen Verbrauch bei nur gelegentlichen Schwankungen konstant ist und deshalb eine hohe Vorhersagegenauigkeit aufweist. Y-Material ist Material, dessen Verbrauch trendförmig steigend bzw. fallend ist oder saisonalen Schwankungen unterliegt und daher nur eine mittlere Vorhersagegenauigkeit hat. Z-Material ist dagegen Material, dessen Verbrauch sehr unregelmäßig verläuft und deshalb nur eine niedrige Vorhersagegenauigkeit aufweist Untersuchungen in der Praxis haben gezeigt, daß das X-Material 50 %, das Y-Material 20 % und das Z-Material 30 % der Materialarten umfaßt. Die XYZ-Analyse kann mit der ABC-Analyse zu einem wirkungsvollen Rationalisierungsinstrument der Materialwirtschaft kombiniert werden. Durch diese Kombination ergeben sich insgesamt neun Materialklassen, die eine systematische Differenzierung der Bereitstellungsmaßnahmen der Materialwirtschaft erlauben. Bei den Materialgruppen XA, XB und XC ist eine automatische Materialdisposition möglich, während bei den Materialgruppen ZA, ZB und ZC eine manuelle Materialdisposition vorteilhaft erscheint.

(in der   Materialwirtschaft) umfasst die Klassifizierung der Materialien nach dem Grad der Vorher­sagegenauigkeit ihrer Bedarfsmenge und nach den Verbrauchsstrukturen. Dabei gilt: X-Materialien mit regelmässigem Verbrauch und hoher Vorhersagegenauigkeit, Y-Materialien mit saisonalen Schwankun­gen oder Trendverläufen und mittlerer Vorhersagegenauigkeit, Z-Materialien mit unregelmässigem Verbrauch und geringer Vorhersagegenauigkeit. Siehe auch  ABC-Analyse.

Die Vorhersagegenauigkeit über die Nach­frage nach den Produkten ist wesentlich für die Höhe der vorzuhaltenden Bestände im Rahmen der Vorratspolitik und insb. einer selektiven Lagerhaltung. Je präziser die Produktnachfrage nach Art und Menge im voraus zu bestimmen ist, desto eher eignet es sich für eine programmorientierte Disposi­tion (Nachfrageschätzung). Verbrauchs­gesteuert werden die Teile, die einer sto­chastischen Nachfrage unterliegen. Die Produktanalyse nach der Prognosesicher­heit führt - ähnlich einer ABC-Analyse - zu einer Klassifizierung der Teile in hohe (x), mittlere (y) und niedrige (z) Vorhersagege- nauigkeit. Gleichzeitig mit der Vorhersage­genauigkeit ist für eine bestandsarme Di­stribution (Just-in-Time-Logistik) die Stetigkeit des Verbrauchs und damit die Wie­derholhäufigkeit der Nachfrage nach dem Produkt von Bedeutung. Eine hohe Nach­fragefrequenz macht es ökonomisch sinn­voll, generelle organisatorische Regeln ein­zuführen, um so den Informations- und Steuerungsaufwand zu verringern. Die XYZ-Analyse wird gelegentlich als RSU- Analyse bezeichnet, wobei R für regelmäßi­ge, S für saisonale und U für unregelmäßige Produktnachfrage steht. // Y bei der Kontingenzanalyse, z.B. beim Chi-Quadrat-Test notwendige Korrektur bei kleinen Stichproben oder anderen Fällen, in denen entweder die Normal Verteilung oder die Chi-Quadrat-Verteilung mit einem Freiheitsgrad als Annäherung an die Bino­mialverteilung verwendet wird. Die Korrek­tur erfolgt durch Substraktion von 0,5 von jedem absoluten Differenzbetrag der beob­achteten (fo) und erwarteten (fe) Häufigkei- ten. Für den korrigierten Chi-Quadrat-Wert gilt also: Im Fall der Überprüfung nominaler Daten (4-Felder-Korrelation) ist der analoge Phi- Koeffizent entsprechend zu korrigieren.

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