Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Kapazitätseffekt

Einfluss einer positiven Nettoinvestition auf die Höhe der Produktionskapazität. Eine positive Nettoinvestition vergrössert den Kapitalstock. Handelt es sich nicht um eine Kapitalvertiefung, sondern um eine Kapitalerweiterung, so steigt mit der Erweiterungsinvestition die Produktionskapazität. Der Kapazitätseffekt ist gleich dem Produkt aus der Nettoinvestition und der marginalen Kapitalproduktivität bzw. gleich dem Quotienten aus der Nettoinvestition und dem marginalen Kapitalkoeffizienten.

Sachinvestitionen in Form von Errichtungs und Erweiterungsinvestitionen besitzen einen Kapazitätseffekt, indem sie die Periodenkapazität und gegebenenfalls auch die Totalkapazität des Betriebes erhöhen. Die Periodenkapazität stellt das Leistungsvermögen dar, das vom ganzen Anlagenbestand in einer Nutzungsperiode abgegeben werden kann. Demgegenüber ergibt sich die Totalkapazität eines Unternehmens aus der Summe der gesamten noch vorhandenen Nutzungsjahre der Aggregate. Erfolgt eine Finanzierung der Erweiterungsinvestitionen ausschließlich Kapazitätserweiterungseffekt durch Reinvestierung von Abschreibungsbeträgen, so wird nur die Periodenkapazität erhöht, während die Totalkapazität nicht erweitert wird (Kapazitätserweiterungseffekt, LohmannRuchtiEffekt). Wenige Anlagen mit einer höheren Nutzungsreserve werden durch mehr Anlagen mit einer im Durchschnitt kleineren Restnutzungsdauer substituiert. Reine » Ersatzinvestitionen beinhalten keinen Kapazitätseffekt. Häufig ist jedoch der Ersatz im Anlagenbereich gleichzeitig mit einer Rationalisierung verbund en, die kapazitive Auswirkungen besitzen kann.

Wirkung der gesamtwirtschaftlichen Investitionen auf die Kapazität des Produktionsapparates und damit auf das Produktionspotential. Bezeichnet man den Kapitalstock mit K, das Produktionspotential mit P, das Verhältnis K/P (Kapitalkoeffizient) mit v und nimmt man weiter an, dass der Kapitalkoeffzient im Zeitverlauf konstant ist, d.h. ,
Kapazitätseffekt dann ergibt sich der Kapazitätseffekt der Investitionen (I) als
Kapazitätseffekt Die Investitionen erhöhen den Kapitalstock definitionsgemäss um
Kapazitätseffekt Bei konstantem Kapitalkoeffizienten steigt dadurch das Produktionspotential um das 1/v-fache. In der kurzfristigen Keynesianischen Theorie der Bestimmung des Volkseinkommens wird der Kapazitätseffekt vernachlässigt und nur der Einkommenseffekt der Investitionen berücksichtigt (Multiplikatoranalyse). In der langfristigen Analyse (Wachstumstheorie) spielt der Kapazitätseffekt dagegen eine zentrale Rolle (DOMAR-Modell). Literatur: Rose, K. (1991)

Vorhergehender Fachbegriff: Kapazitätscontrolling | Nächster Fachbegriff: Kapazitätseffekt



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : Herstellungskostenprinzip | Verzug | autoritärer Führungsstil

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon