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Rentabilität

Die Rentabilität ist eine betriebswirtschaftliche Kennziffer zur Erfassung des finanziellen Erfolges (Gewinn) eines Unternehmens, gemessen am eingesetzten Kapital. Man unterscheidet zwischen Gesamtkapitalrentabilität, Eigenkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität. Sie ist das Verhältnis von Gewinn zu eingesetztem Kapital eines Unternehmens. Die Rentabilität ist das Verhältnis des Erfolges (Ertrag ./. Aufwand) einer Periode zu einer an diesem Erfolg beteiligten Maßgröße, dem Umsatz der Periode oder dem eingesetzten Kapital des Betriebes. Rentabilität ist demnach eine Maßgröße (Kennzahl) für die Ergiebigkeit des eingesetzten Kapitals oder des erzielten Umsatzes.

Die Rentabilität ist eine der bedeutendsten Kennzahlen zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs eines Unternehmens, in dem der Gewinn in Relation zum eingesetzten Kapital (Investment) gesetzt wird. Rentabilität ist das Verhältnis des Erfolges einer Periode zu dem in dieser Perde durchschnittlich eingesetzten Kapital. Je nach den Bezugsgrößen unterscheidet man die Eigenkapitalrentabilität oder Unternehmerrentabilität und die Gesamtkapitalrentabilität oder Unternehmungsrentabilität. Daneben wird die Rentabilität des betriebsnotwendigen Kapitals ermittelt. Sie dient der Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen. Da die Bezugsbasis jeweils eine Kapitalgröße ist, wird auch von Kapitalrentabilität gesprochen. Statt des eingesetzten Kapitals kann auch der erwirtschaftete Umsatz einer Periode Bezugsbasis sein; es wird dann von der Umsatzrentabilität gesprochen.

Die Rentabilität drückt ein Verhältnis einer Gewinngröße zu anderen betrieblichen Größen aus, die diesen Gewinn mit erwirtschaftet haben. So misst z.B. die Umsatzrentabilität den Anteil des Gewinns am Umsatz vor Abzug von Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) und gibt an, wie viel an jeder umgesetzten Geldeinheit "verdient" wurde. Die Aussagekraft steigt erheblich durch Zerlegung in die Komponenten Gewinnspanne und Kapitalumschlag. Dies wird erreicht mit Hilfe des Return on Investment (ROI), dessen Konzept 1919 vom DuPont-Konzern entwickelt wurde.

Die Rentabilität gibt das bilanziell gemessene Verhältnis zwischen einer Erfolgsgröße und dem eingesetzten Kapital an. Die geläufigsten Rentabilitätskennziffern sind die Eigenkapitalrentabilität und die Gesamtkapitalrentabilität. Die Rentabilität dient zur Beurteilung der erwirtschafteten Kapitalverzinsung in einer Periode und ist somit ein wichtiger Maßstab zur Erfolgsmessung, Analyse, Planung und Kontrolle.

Der Zweck der Rentabilitätsberechnung liegt im Vergleich der Rentabilität verschiedener Unternehmungen und/oder verschiedener Geschäftsjahre eines Unternehmens (Betriebsvergleich). Dabei kommt es unter anderem auf eine einheitliche Rentabilitäts-Berechnung und einheitliche inhaltliche Ausfüllung der Gewinn- und Kapitalgrößen an.

Abhängig von der Art des eingesetzten Kapitals (Eigenkapital, Fremdkapital) lassen sich verschieden Rentabilitätskennziffern unterscheiden.

* Bei der Eigenkapitalrendite wird der für die Eigentümer letztlich zur Verfügung stehende Gewinn in Relation zum Eigenkapital gesetzt.

* Zur Ermittlung der Gesamtkapitalrendite müssen zum Gewinn zunächst die Fremdkapitalzinsen im Sinne erwirtschafteter Erfolge für die Gläubiger addiert werden, bevor diese Summe in Relation zum Gesamtkapital gesetzt wird.

* Zur Berechnung der Umsatzrendite wird der Gewinn in Relation zum Umsatz gesetzt. Die Kennziffer des Return on Investment (ROI) kann ebenfalls als Rentabilitätsmaßstab dienen.

Rentabilität ist also der Gewinn pro Einheit des investierten Kapitals. Diese Kennzahl dient zur Beurteilung der erwirtschafteten Kapitalverzinsung in einer Periode und ist somit ein wichtiger Maßstab zur Erfolgsmessung (Kontrolle), Analyse und Planung. Die Rentabilität gilt als Standard- oder Normkennzahl.

(Umsatz = Nettoumsatz (also abzüglich Mehrwertsteuer, Erlösminderungen, Retouren etc.)
Gewinn = Jahresüberschuß (pagatorischer Gewinn = Kapitalgewinn finanzwirtschaftlicher Gewinn)


Arten der Rentabilität ergeben sich aus der Einbeziehung unterschiedlicher Gewinn- und Kapitalgrößen:

(1) Gesamtkapitalrentabilität (GKR) (Unternehmensrentabilität, interne Rendite)

(Gewinn = Gewinn vor Abzug der Kosten für Fremdkapital, leistungswirtschaftlicher Erfolg (Kapitalgewinn). Eine Verbesserung der Rentabilität gelingt durch Erhöhung der Gewinnspanne und/oder des Kapitalumschlags bzw. der Komponenten, die diese beeinflussen.

(2) Eigenkapitalrentabilität (EKR) (Gewinn pro Einheit des eingesetzten Eigenkapitals)

Der spezifischen Interessenlage von Aktionären, Eigentümer-Unternehmern, Manager-Unternehmern und Analysten entsprechend, ergeben sich aus der unterschiedlichen Auslegung von Gewinn- oder Eigenkapitalgrößen folgende Termini der Eigenkapitalrentabilität:

pagatorischer Gewinn (Jahresüberschuß) = Kapitalgewinn - finanzwirtschaftlicher Gewinn

Betriebsgewinn = pagatorischer Gewinn - Eigenkapitalkosten

Kapitalgewinn = Umsatzerlöse - leistungswirtschaftliche Kosten,

finanzwirtschaftlicher Gewinn = Fremdkapitalzinsen - finanzwirtschaftliche Erlöse.


Siehe auch unter Rentabilitätsrechnung, Eigenkapital, Umsatz ,
>>> return on investment,
>>> Kapitalrentabilität,
>>> Kapitalertragskraft

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