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Vertikale Integration

Vertikale Integration bedeutet, dass ein Unternehmen vor- oder nachgelagerte Wertschöpfungsstufen in das Unternehmen eingliedert, welche zuvor von eigenständigen Marktakteuren erbracht wurden. Es handelt sich also um eine bestimmte Art von Unternehmenszusammenschluss.


1. Bezeichnet in der - Industrieökonomik bzw. institutionellen Mikroökonomik die Übernahme vor- oder nachgelagerter Produktionsbereiche durch Unternehmungen. Ursachen für vertikale Integration können in technischen Komplementaritäten (z.B. integrierte Eisen-Stahl-Produktion) oder in der Vermeidung von Transaktionskosten liegen, aber auch in dem Versuch zur Wettbewerbsbeschränkung (z.B. durch Preisdiskriminierung oder die Errichtung von Marktzutrittsbarrieren). Eine Erklärung dafür, dass Produktionsaktivitäten i.d.R. weder unter vollständiger vertikaler Integration (d.h. von der Gewinnung und Verarbeitung der eingesetzten Rohstoffe bis zur Distribution an den Endverbraucher) innerhalb eines einzelnen Unternehmens noch unter vollständiger Zerlegung auf die technisch möglichen Produktionsstufen innerhalb von verschiedenen Unternehmungen durchgeführt werden, liegt in den komparativen Transaktionskosten von marktmäßigen und hierarchischen Organisationsformen.
2. In der - Österreichischen Kapitaltheorie werden in einem vertikalintegrierten Produktionsmodell die Produktionszusammenhänge allein durch zeitlich spezifizierte Inputmengen von Originärfaktoren (Arbeit, Boden) und zeitlich spezifizierte Outputmengen von Endprodukten (Konsumgüter) beschrieben, während produzierte Inputs (Kapitalgüter) nicht explizit erscheinen.
3. Analysemethode zur Untersuchung eines linearen Produktionssystems (Neoricardianische Theorie, Input-Output-Analyse): Einer Anregung Piero SRAFFAs folgend, wird das ökonomische System bei der Methode der vertikalen Integration (hypothetisch) in ebenso viele Subsysteme zerlegt, wie es Waren gibt, die netto produziert werden. Jedem Subsystem werden alle zur Produktion der zugehörigen Ware (direkt und indirekt) benötigten Vorleistungen zugeordnet, so dass man eine alternative Systembeschreibung für ein interdependentes Input-Output-System erhält, in der nurmehr vollständig autonome, sog. vertikal-integrierte Sektoren enthalten sind. Literatur: Williamson, O.E. (1975), Hicks, J.R. (1973), Pasinetti, L.L. (1973)

Der Quotient zwischen der eigenen Wertschöpfung und dem Umsatz ei­nes Unternehmens. Der Einfluss dieser Größe auf Return an Investment (RoI) und - Cash-flow ist unterschiedlich je nachdem, ob es sich um einen rasch wachsenden, schrumpfenden oder auch oszillierenden Markt auf der einen Seite oder einen relativ umsatzstabilen Markt auf der anderen Seite handelt. In den erstgenannten Fällen ist die - Korrelation negativ, im zweitge­nannten positiv.

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