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Investitionsgüter

Investitionsgüter sind alle dauerhaften Produktionsmittel in einem Betrieb. Investitionsgüter sind industrielle Erzeugnisse, die nicht für den Verbrauch, sondern für die dauerhafte Produktion von Gütern bestimmt sind. Sie dienen als Bestandteil des Anlagevermögens einer Unternehmung der betrieblichen Leistungserstellung. Investitionsgüter geben während ihrer Lebensdauer einen Strom von Nutzungen ab (z. B. maschinelle Anlagen). Demgegenüber wandeln sich nichtdauerhafte Produktionsmittel bei ihrer Verwendung um oder gehen unter (z. B. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Auch bei Konsumgütern kann in dauerhafte (Gebrauchsgüter) und nicht dauerhafte (Verbrauchsgüter) unterschieden werden, wobei meist die Lebensdauer von mehr oder weniger als einem Jahr der statistischen Einteilung zugrundegelegt wird.

Es handelt sich also um Güter der industriellen Produktion (Investitionsgüterindustrie), die der Erhaltung, Erweiterung und Rationalisierung des bestehenden Anlagevermögens dienen. Güter oder Dienstleistungen, die durch Unternehmungen gekauft werden, damit sie in der Herstellung eines unfertigen Erzeugnisses oder eines Fertigprodukts bzw. bei der Lieferung einer Dienstleistung verwandt werden. Ausrüstung aller Art sind Bestandteil von Investitionen. Industriezweige, die Ausrüstung für Investitionen herstellen z.B. Schwermaschinenbau. Fahrzeugbau, werden als Investitionsgüterindustrie bezeichnet. Im Gegensatz zu den Verbrauchs- oder Konsumgütern handelt es sich hierbei um industrielle Erzeugnisse, die für die Produktion von Gütern bestimmt sind. Investitionsgüter sind Leistungen, die von Organisationen (Nicht-Konsumenten) beschafft werden, um mit ihrem Einsatz (Gebrauch oder Verbrauch) weitere Güter für die Fremdbedarfsdeckung zu erstellen oder um sie unverändert an andere Organisationen weiterzuveräussern, die diese Leistungserstellung vornehmen.

Gegensatz: Verbrauchsgüter oder Konsumgüter.

Siehe auch: Gut, Güter.

Literatur: Engelhardt, W., Investitionsgütermarketing, Stuttgart.

Investitionsgüter sind Pro­duktivgüter, die ausschließlich zum Zwecke der Produktion, und zwar in der Regel über mehrere Produktionsperioden hinweg längerfristig bzw. mehrmalig genutzt werden (mehrmalige Nut­zung) und dabei im Gegensatz zu den Pro­duktionsgütern, die bei der Verwendung ver­braucht werden (einmalige Nutzung), weder ver­ändert werden noch durch Bearbeitung oder Ver­arbeitung in die Produkte eingehen.
Die Terminologie ist in der Gütersystematik und daher auch bei den Investitionsgütern uneinheit­lich. Im allgemeinsten Sinne werden als Investi­tionsgüter diejenigen Produktivgüter bezeichnet, die als Anlageinvestitionen der Erweiterung, Ver­besserung oder Erhaltung von Produktions­ausrüstungen dienen. Oft wird in der Literatur jedoch auf die Feindifferenzierung zwischen Inve­stitions- und Produktionsgütern und ihre Subsu­mierung unter den Oberbegriff der Produktivgüter ganz verzichtet, der Begriff Investitionsgüter als Gegenbegriff zu - Konsumgütern aufgefaßt und als die Gesamtheit aller materiellen Güter ver­standen, die nicht Konsumgüter sind.
Nach Werner Pfeiffer und Peter Bischof läßt sich die im EDV-Bereich übliche Unterscheidung zwi­schen Hardware und Software fruchtbar auch auf Investitionsgüter anwenden. Danach ist bei Inve­stitionsgütern zwischen materiellen Sachleistun­gen (Hardware) und immateriellen Dienstleistun­gen (Software) zu unterscheiden, weil jede er­folgreiche Lösung von Investitionsproblemen in der Kombination der Bereitstellung von techni­schen Anlagen und der für ihren Einsatz im Ver­wenderbereich notwendigen Dienstleistungen besteht.
Speziell im Hinblick auf das Investitionsgüter-marketing lassen sich nach einem von Werner Kirsch und Michael Kutschker entwickelten Sche­ma je nach der Kaufsituation in der sich der indu­strielle Verwender befirndet, drei Typen von Inve­stitionsgütern unterscheiden. Die Wahl des Un­terscheidungskriteriums Kaufsituation gestattet es, die neben der Art und Bedeutung des Gutes für Marketing- und Kaufentscheidung wichtigen psychologischen, soziologischen und organisa­tionalen Einflußfaktoren zu berücksichtigen, so dass sich unter Verwendung dreier allgemeiner Dimensionen unterschiedliche Typen von Marke­ting- und Beschaffungsentscheidungen bilden lassen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Dauer, Verlauf und Teilnehmer einer gemeinsa­men Investitionsentscheidung nur gering mit der Art des Investitionsguts variieren und mehr vom Wert des Investitionsguts, der Neuartigkeit der Problemlösung und dem Umfang der organisatio­nalen Veränderungen abhängen, die es bei der Hersteller- bzw. Verwenderorganisation hervor­ruft. Dementsprechend werden je nachdem, wie stark diese Merkmale ausgeprägt sind, Investi­tionsgüter vom Typ A, Typ B oder Typ C unter­schieden.




Investitionsgüter




Die Neuartigkeit der Problemdefinition staffelt sich bei der Verwenderorganisation danach, ob ein reiner, ein modifizierter Wiederholungskauf oder ein Erstkauf vorliegt. Beim Hersteller ist da­gegen zu unterscheiden, ob das Investitionsgut aus einer aenemerugung stammt, oD iVioUIJIKaUu nen eines Seriengutes vorliegen oder ob nach Auftrag produziert werden muss.
Der Wert des Investitionsgutes wird beim Ver­wender in Relation zum jährlichen Investitionsvo­lumen, beim Hersteller in Relation zum Umsatz gesetzt. Als Indikator für den Umfang der hervor­gerufenen organisationalen Veränderungen kann der Quotient aus Kosten der Veränderungen und Anschaffungspreis dienen, wobei Kosten der Umschulung und Neueinstellung von Mitarbei­tern, der Veränderung der Distributions- und Pro­duktionsprozesse sowie der Installation des Gu­tes als Kosten des organisationalen Wandels verstanden werden.” (Werner Kirsch/Michael Kutschker)
Jede einzelne dieser drei Dimensionen ist als Kontinuum mit den Extremen hoch (groß) und niedrig (gering) vorstellbar und erlaubt es, je nach der Stärke des Zusammentreffens dieser Ausprägungen die einzelnen Investitionsent­scheidungen abzugrenzen. Treffen sie in niedri­ger (geringer) Ausprägung zusammen, handelt es sich um Marketing- bzw. Investitionsentschei­dungen des Typs A, bei mittlerer Ausprägung um Entscheidungen des Typs B und bei hoher (großer) Ausprägung um Entscheidungen des Typs C. Die folgende Graphik illustriert die Zu­sammenhänge.
Investitionsgütertypologie
Investitionsgüter

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