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Konto

Zweiseitig geführte Rechnung, die linke Kontoseite bezeichnet man als Soll-, die rechte als Habenseite. Alle Zugänge (Bestandsmehrungen) stehen auf der Seite des Anfangsbestands, weil sie diesen erhöhen. Alle Abgänge (Bestandsminderungen) stehen auf der gegenüberliegenden Seite, die auch den Endbestand enthält. Bei Aktivkonten steht der Anfangsbestand auf der Sollseite, der Schlussbestand auf der Habenseite, bei Passivkonten ist es genau umgekehrt. Der Schlussbestand wird auch als Saldo bezeichnet. Saldieren bezeichnet die Ermittlung des Unterschieds zwischen den beiden Seiten des Kontos. Der Saldo ergibt sich auf der kleineren Seite des Kontos, um die Summengleichheit zwischen Soll- und Habenseite zu erreichen. Ein Rabensaldo ergibt sich, wenn die Habenseite größer ist als die Sollseite eines Kontos, der Saldo steht dann also im Soll, ein Sollsaldo ergibt sich, wenn die Sollseite größer ist als die Habenseite, er steht im Haben. Da für jeden Geschäftsvorfall im Rahmen der doppelten Buchführung gilt, dass keine Buchung ohne Gegenbuchung in insgesamt gleicher Höhe erfolgen darf, sind immer mindestens zwei Bilanzpositionen betroffen, eine oder mehrere Positionen, die abnehmen und eine oder mehrere Positionen, die zunehmen, es werden also bei jeder Buchung mindestens zwei Konten angesprochen. Die Gegenbuchung zur Eintragung des Saldos in das Konto erfolgt in der Bilanz. Dadurch entsteht durch Abschluss aller Konten das Schlussbilanzkonto. Gemischte Konten sind solche, die sowohl Ertrags- als auch Bestandscharakter haben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit bietet es sich an, diese in getrennte Bestands- und Ertragskonten aufzulösen (z.B. je ein Konto für Anfangsbestand und Zugänge an Waren und eines für Verkaufserlöse dieser Waren).

(engl. account) Allgemein ist ein Konto (von ital. conto = Rechnung) eine Dokumentation von Mengen und/ oder Werten auf einem Datenträger; im wirtschaftlichen Sprachbereich bedeutet der Begriff: zweiseitiges Abrechnungssystem zur getrennten Erfassung der Mengen und/oder Wertverhältnisse eines Abrechnungsbereichs aus unterschiedlicher Sicht. Das Prinzip der Gegenüberstellung von Werten auf einem Konto zeigt die Bilanz eines Unternehmens.

Das Bilanzkonto zeigt einen Zustand als Stichtagsinformation. Zur Abbildung der Bewegungen von Mengen und/oder Wertgrößen innerhalb eines Zeitraums bekommen die Kontoseiten in der Buchführung andere Aufgaben zugewiesen. Das Grundprinzip der Kontorechnung zeigt folgendes Bild mit den üblichen Bezeichnungen. Die Grundform eines Kontos kann auch spiegelbildlich aufgebaut werden; wesentlich ist für das System der Kontorechnung nur, dass Zugänge auf der Seite des Anfangsbestandes eingetragen werden und Abgänge auf der gegenüberliegenden Seite. Nur so lässt sich durch Aufrechnen beider Kontoseiten auf die größte Summe ein Endbestand als Saldogröße ermitteln. Ein Saldo ist demnach die Differenzgröße zur Aufrechnung beider Kontoseiten auf die größte Summe beim Kontoabschluss. Die Gleichsetzung des Saldos auf einem Konto mit «Endbestand» bedarf einer Ergänzung: Es handelt sich nur um einen buchtechnischen Endbestand (Buchbestand), der nicht unbedingt mit dem tatsächlich vorhandenen Bestand (Istbestand) übereinstimmt (Inventurdifferenzen). Die Bezeichnung der Kontoseiten mit Soll und Haben geht auf den historischen Ursprung der Buchführung zurück: Das Eigeninteresse des Kaufmanns an Buchführung entspringt zunächst der Kontrolle seiner Außenstände. Hierzu dient das Forderungskonto. Weil der gesamte Forderungsbestand in der Bilanz auf der linken Seite aufgeführt wird, steht auch in der Buchführung von Forderungen der Anfangsbestand auf der linken Kontoseite. Links stehen also die Beträge, die Kunden (noch) zahlen sollen; auf der rechten Kontoseite werden dann Beträge vermerkt, die Kunden bezahlt haben. Die den Sachverhalt auf den Seiten eines Forderungskontos näher erklärenden Ausdrücke Soll und Haben wurden später allgemein als Bezeichnungen für die Seiten von Konten übernommen ohne dass dort ebensolche anschaulichen Erklärungen für den Konteninhalt möglich sind. Je nach Art der auf einem Konto der Buchführung abzurechnenden Werte werden Kontenarten unterschieden: Bestandskonten erfassen die Wertänderungen bei den Vermögensgegenständen (, Vermögen) und Schulden; Erfolgskonten ordnen die Eigenkapitalveränderungen (Eigenkapital) aus Unternehmenstätigkeit in Aufwendungen (Aufwand) und Erträge; das Gewinn und Verlustkonto (die Erfolgsrechnung, Gewinn und Verlustrechnung) stellt diese Erfolgsbeiträge gegenüber und rechnet sie gegeneinander auf; Personenkonten trennen Bestände und deren Veränderungen nach personenbezogenen Merkmalen (Kundenforderungen, Lieferantenverbindlichkeiten; Kontokorrent). Zum Aufbau eines Kontensystems im Unternehmen werden Mustervorschläge (Kontenrahmen) von Wirtschaftsverbänden oder Organisationen der steuerberatenden Berufe (z. B. DATEV) herangezogen.

Buchhaltung, Konten der

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