Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Verkehrsleistungsabsatz

Die Nachfrage nach Verkehrsleistungen erfolgt zu Produktions und zu Konsumzwecken. Produktionsbe-zogene Nachfrage richtet sich auf den weitaus größten Teil des Güterverkehrs und den beruflich bedingten Personenverkehr (Verkehrsart). Sie ist in ihrem Umfang, ihrer zeitlichen und ihrer räumlichen Verteilung indirekt von der Nachfrage nach den mit Hilfe der Verkehrsleistungen erstellten Endprodukte abhängig. Die Abhängigkeit ist um so lockerer, je größer die Zahl der zwischengeschalteten Produktionsstufen mit Lagerungen von Rohstoffen und zwischenprodukten ist. Die Gesamtnachfrage nach produktiven Verkehrsleistungen folgt daher in der Regel zeitlich verzögert und in ihren Ausschlägen gedämpft der nach Sachgütern. Bei Verkehrsleistungen zu Konsumzwecken sind direkte Beziehungen zwischen der Nachfrage und dem vom Kunden erstrebten Nutzen vorherrschend.
Das Verkehrsleistungsangebot ist dadurch geprägt, daß Verkehrsbetriebe wie andere Dienstleistungsbetriebe und z. B. auch Industriebetriebe mit Lohn auftragsfertigung vor der Erzeugung ihrer Produkte Aufträge erhalten haben müssen und ihre Leistungen an Objekten (Verkehrsobjekt) erbringen, die nicht ihr Eigentum sind. Anders als beim typischen Sachleistungsbetrieb kann ein Kunde das ihn interessierende Produkt eines Verkehrsbetriebes Grundsätzlich erst vollständig beurteilen, nachdem er sich zum Erwerb entschlossen, in der Regel dafür bezahlt, sich selbst (beim Personenverkehr) oder sein Eigentum (beim Güterverkehr) zur Verfügung gestellt und der Betrieb die Leistungserstellung abgeschlossen hat. Angebote eines Verkehrsbetriebes, im Rahmen seiner technisch-organisatorischen Fähigkeiten Leistungen zu produzieren, können daher zum Leistungsabsatz nur führen, wenn es dem Betrieb gelungen ist, das Vertrauen potentieller Kunden zu gewinnen und bei vorhandener Konkurrenz Präferenzen ihm gegenüber entstehen zu lassen.
Zur Beeinflussung des Absatzes ihrer Produkte stehen den Verkehrsbetrieben Grundsätzlich die Instrumente der Produkt und Sortimentspolitik, der Distributionspolitik, der Preis- und Konditionspolitik und der Werbe und Verkaufsförderungspolitik zur Verfügung. Wegen der Immate-rialität ihrer Produkte müssen sie jedoch auf die physische Distribution als präferenzbildendes Teilinstrument verzichten. Dagegen hat die unmittelbare Teilnahme verkehrsbetrieblicher Auftraggeber bzw. die ihres Eigentums an den Produktionsprozessen zur Folge, daß nicht nur die Qualität der Verkehrsleistungen selbst, sondern auch die der Verkehrsleistungs entstehung absatzpolitisch wirksamist. Hinsichtlich ihrer Preis und Konditionspolitik (Verkehrstarif) verfügen die Betriebe vieler Zweigeder Verkehrswirtschaft nur über einebegrenzte Autonomie (Verkehrshoheit).

Vorhergehender Fachbegriff: Verkehrsleistungen | Nächster Fachbegriff: Verkehrsleistungsangebot



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : Genossenschaftliche Bankengruppe | Wohnungsleistungsmarkt | Prognoseexperiment

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon