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Elektronische Datenverarbeitung (EDV)

Mit Hilfe elektronisch gesteuerter Anlagen werden Aufgaben gelöst, die in mathematischen oder symbolischen Formeln ausdrückbar sind. Die Aufgaben können rechnerischer und logischer Natur sein. Zur Lösung dieser Aufgaben bedarf es eines Programms, das die einzelnen Operationsschritte enthält und der Datenverarbeitungsanlage zur automatischen Steuerung des Arbeitsablaufes eingegeben wird. Nahezu alle Gebiete der Kostenrechnung sind für den Einsatz von elektronischen Datenverarbeitungsanlagen zugänglich. Die Herstellerfirmen von elektronischen Rechnern bieten im Rahmen der »Software« bereits eine Reihe von Modularprogrammen an, die an die betriebsindividuellen Organisationen des betrieblichen Rechnungswesens angepaßt werden müssen. Dabei wird in immer stärkerem Maße versucht, die Kostenrechnung im Zusammenhang mit einem integrierten Management-Informationssystem zu sehen und hierfür eine zentrale Datenbank (z.B. Dateien der Fertigungssteuerung, der Buchhaltung und Kostenrechnung, Personal- und Kundendatei usw.) sowie entsprechende Rechnungsprogramme zu entwickeln.

/Nach DIN 44300 ist ein Datenverarbeitungssystem eine Funktionseinheit zur Verarbeitung von Daten, nämlich zur Durchführung mathematischer, umformender, übertragender und speichernder Operationen. Die Gesamtheit aller nach Aufbau und Zusammensetzung körperlich abgrenzbaren Gebilde zur Durchführung dieser Aufgaben ist die Datenverarbeitungsanlage (Computer). Die Einbeziehung solcher Datenverarbeitungsanlagen zum Zwecke naturwissenschaftlicher, technischer oder ökonomischer Fragestellungen wird elektronische Datenverarbeitung (EDV) genannt. Ein EDV-System besteht aus Hardware und Software. Dabei ist Hardware ein Sammelbegriff für die körperlichen technischen Einrichtungen des EDV-Systems und Software die Gesamtheit aller Programme zur Steuerung und Nutzung des EDV-Systems. Grundsätzlich sieht der Ablauf in jedem EDV-System wie folgt aus: •     Daten werden eingegeben (Input). •     Durch entsprechende Programme erfolgt eine Verarbeitung, gegebenenfalls durch Verknüpfung mit bereits gespeicherten Daten. •     Die Ergebnisse der Verarbeitung werden ausgegeben (Output). Es ergibt sich somit ein Prinzip von Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe. Ausgabedaten eines Verarbeitungsprozesses können in einem anderen Prozess wiederum als Eingabedaten zur Verfügung stehen. Die Daten werden dann auf entsprechenden peripheren Geräten (Peripherie) gespeichert. Die Verarbeitung von Daten kann nur in der Zentraleinheit einer EDV-Anlage und unter Benutzung der vorhandenen Software erfolgen. Die EDV wurde früher hauptsächlich zur Bewältigung wohlstrukturierter, sich ständig wiederholender Aufgaben eingesetzt. Vorteile gegenüber einer manuellen Bearbeitung ergaben sich aus der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit bei grossen Datenmengen, der beliebigen Wiederholbarkeit von Vorgängen und der Einheitlichkeit und Genauigkeit der Verarbeitung. Durch den Übergang von Stapel- auf Dialogverarbeitung wurde die Möglichkeit geschaffen, EDV-Leistungen direkt an den Arbeitsplatz zu bringen. Verstärkt durch die rasch fortschreitende Miniaturisierung von elektronischen Baugruppen (Chips) wurden in den letzten Jahren Kleinstrechner (Mikrocomputer) entwickelt, die die Möglichkeit der elektronischen Datenverarbeitung erweitern. Neben den klassischen Anwendungen, die kontinuierlich auf Dialogverarbeitung umgestellt wurden, ergaben sich Möglichkeiten, auch bei schlecht strukturierten, einmaligen Problemen Entscheidungshilfen durch EDV- Einsatz zu erhalten. Als Schlagwort ist hier die individuelle Datenverarbeitung (IDV,  per- sonal computing) zu nennen, bei der die Informationsgewinnung aus bestehenden Datenbanken bzw. Dateien über leicht erlernbare Abfragesprachen (queries) im Mittelpunkt steht. Daneben ist auch die Simulation von Entscheidungen möglich. In den letzten Jahren sind immer neue Aufgaben auf die EDV zugekommen. So entstanden z.B. durch die Weiterentwicklung der Textverarbeitung und Miniaturisierung der EDV-Anlagen enge Berührungspunkte zwischen diesen ursprünglich getrennten Bereichen. Zusätzlich wurden im Kommunikationsbereich durch die technischen Weiterentwicklungen neue Möglichkeiten der Datenübermittlung erschlossen, so dass der Begriff EDV heute oftmals als zu eng betrachtet wird und durch den umfassenderen Begriff der Informationsverarbeitung ersetzt wird. Diese vereint in sich unterschiedlichste Techniken aus den Bereichen EDV, Kommunikation und Text- bzw. Wortverarbeitung. In Zukunft wird die EDV noch weitere Bereiche erschliessen. Computersysteme der fünften Generation, wie sie derzeit weltweit entwickelt werden, sollen lern- und assoziierungsfähig sein. Damit werden auch der Betriebswirtschaftslehre neue Möglichkeiten eröffnet.  Literatur: Hansen, H. R., Wirtschaftsinformatik I, 6.  Aufl., Stuttgart 1992. Mertens, R, Industrielle Datenverarbeitung, Bd. 1, 7. Aufl., Wiesbaden 1988. Scheer, A. W, Wirtschaftsinformatik, з.Aufl.,        Berlin u.a. 1990. Scheer, A.-W., EDV- orientierte Betriebswirtschaftslehre, 4. Aufl., Berlin и.a.     1990.Stahlknecht, P., Einführung in die Wirtschaftsinformatik, 5. Aufl., Berlin u.a. 1991.  

Hardware

EDV ist die Abkürzung für Elektronische Datenverarbeitung.

(Elektronische Datenverarbeitung) ist eine Form der Datenverarbeitung, die automatisiert ist und über Computer erfolgt. Wesentliche Elemente sind die Hardware (Rechner, Speichergeräte, Ein- und Ausgabegeräte, Datenübertragungseinrichtungen) und die Software (Programme für die verschiedenen Aufgaben der EDV wie Lohnabrechnung, Materialwirtschaft, Betriebssysteme, Text- und Dialogsysteme usw.). EDV wird heute in fast allen Lebensbereichen eingesetzt (Wirtschaft, Medizin, Raumfahrt, Naturwissenschaft, Verkehr, Feuerwehr usw.); neueste Anwendung ist die Steuerung kompletter Fabrikanlagen, siehe auch CNC, Kybernetik.

Organisationsmittelorientierter Begriff der Datenverarbeitung (DV), der als Abkürzung für Elektronische Datenverarbeitung steht. Begriffsbestimmend ist die Verwendung von Datenverarbeitungsanlagen (DVA) mit elektronischen Speicher und Schaltelementen. Nach den verwendeten unterschiedlichen Bauelementen können vier Entwicklungsgenerationen unterschieden werden:
1. Generation ab 1946 (Elektronenröhren),
2. Generation ab ca. 1958 (Transistoren),
3. Generation ab ca. 1964 (integrierte Schaltkreise),4. Generation ab ca. 1972 (hochintegrierte Schaltkreise). Die Besonderheiten der EDV gegenüber anderen Verfahren der DV lassen sich nach technischen und anwendungsbezogenen Kriterien charakterisieren. Wichtige technische Kriterien sind:
a) Die Verwendung trägheitsloser elektronischer Bauelemente in der DVA, die zu extrem hohen Rechen und Operationsgeschwindigkeiten führen,
b) Die Verarbeitungssteuerung durch Programme, die in den Arbeitsspeicher der DVA geladen und daher beliebig ausgetauscht oder modifiziert werden können,
c) Die Flexibilität in der Aufgabenerfüllung durch die Möglichkeit logischer Programmverzweigungen im Programmablauf,
d) Der Einsatz rechnerverbund ener Datenspeicher, wie Magnetband oder Magnetplattenspeicher,
e) Die weitgehende Automatisierung des Verarbeitungsablaufes. Aus den technischen Eigenschaften ergeben sich Wirkungen für die Anwendung, die durch folgende anwendungsbezogene Kriterien beschrieben werden können:
a) Datenmengen: Die EDV ist zur Bewältigung von Mengenproblemen hervorragend geeignet durch eine entsprechende Dimensionierung des Speicherungs und Verarbeitungspotentials sowie durch behebige Wiederholbarkeit von Verarbeitungsgängen ohne Auftreten von Ermüdungs oder Belastungserscheinungen,
b) Verarbeitungsgeschwindigkeit: Die hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit elektronischer DVA ermöglicht oft erst die zeitgerechte zentrale Verarbeitung eines großen Datenvolumens, die den Aktualitätsanforderungen m oderner Unternehmensführung entspricht,
c) Genauigkeit: Nach einer umfassenden Erprobungsphase eines maschinellen Lösungsverfahrens erübrigt sich das personelle Nachprüfen des maschinellen Verarbeitungsablaufes, da die DVA in jedem Programmlauf genau die vorgeschriebenen Verarbeitungsschritte durchführt,
d) Fehlerreduzierung: Die programmgesteuerte Verarbeitung schließt zwar das Auftreten von Fehlern nicht aus (z. B. EDV, Einsatz der Eingabe und Bedienungsfehler sowie technische Störungen), die Quote unentdeckter Fehler kann jedoch durch automatische Fehlerprüfungen (z. B. durch Prüfprogramme mit Selbstkorrektur bzw. Fehlermeldungen) äußerst gering gehalten werden,
e) Informationsqualität: Das hohe Verarbeitungspotential der DVEinrichtungen erlaubt es auch bei großen Datenmengen, die benötigten Informationen bedarfsgerecht zu selektieren, sie mit anderen Daten in Beziehung zu setzen, zu verknüpfen oder anderweitig aufzubereiten,
f) Integrationseffekt: Die EDV bietet die technischen Voraussetzungen, einmal erfaßte und gespeicherte Daten für verschiedene Verarbeitungskreise zu verarbeiten oder aufzubereiten bzw. innerhalb eines Verarbeitungskreises unterschiedliche Auswertungen durchzuführen. Nicht alle DVAufgaben lassen sich durch EDV lösen. Die zu lösenden Aufgaben müssen folgende Anforderungen erfüllen:
a) Quantifizierbarkeit: Da die Arbeitsweise elektronischer DVA auf dem Prinzip des Zählern (Digitalrechner) oder Messens (Analogrechner) basiert, müssen die zu verarbeitenden Daten quantifizierbar oder eindeutig abbildbar sein. Unbestimmtes und Unwägbares dagegen entzieht sich einer Bearbeitung durch elektronische Rechenanlagen,
b) Strukturierbarkeit: Elektronische DVA sind Maschinen, die für ihre Zweckerfüllung des Einsatzes und der Anleitung durch den Menschen bedürfen (Programmierung). Organisatorische Voraussetzung für die Aufgabenübertragung ist daher eine klare und eindeutige Definition der Aufgabe, die Bestimmung des Lösungsweges durch Festlegung genereller Regelungen für den Ablauf der Aufgabenerfüllung und die Zerlegung des Lösungsweges in für das System operationale Arbeitsschritte,
c) Wirtschaftliches Datenvolumen: Eine wirtschaftliche Nutzung des Leistungspotentials der DVA setzt i. d. R. ein entsprechendes Verarbeitungsvolumen voraus. Das dem Rechner zu übertragende Verarbeitungsvolumen hat zwei Dimensionen: Die Menge der zu verarbeitenden Daten und die Anzahl der je Eingabedatum auszuführenden Operationen, d. h. die Verarbeitungstiefe. Für eine wirtschaftliche Nutzung der DVA sind zwei Extremfälle denkbar: Bei geringen Datenmengen eine große Verarbeitungstiefe (typisch für technischwissenschaftliche Anwendungen) und bei geringer Verarbeitungstiefe große Datenmengen (typisch für kaufmännische Anwendungen). Für die praktische Anwendung sind vielfältige Kombinationen von Datenmenge und Verarbeitungstiefe möglich, die eine wirtschaftliche Verarbeitunggestatten.

Abk. für Elektronische Datenverarbeitung.

Die EDV (auch automatisierte Datenverarbeitung genannt) ist ein Sammelbegriff für das Erfassen und Bereitstellen von Daten auf elektronischen Datenverarbeitungsanlagen (EDVA). Die elektronische Datenverarbeitungsanlage ist in der Lage, in kurzer Zeit die eingegebenen Daten zu erfassen, zu sortieren, durch logische Beziehungen zu verknüpfen und nach bestimmten Gesichtspunkten auszuwerten. Die verarbeiteten Daten können danach gespeichert und ausgegeben werden. Elektronische Datenverarbeitungsanlagen werden aber nicht nur für die Datenerfassung und deren verarbeitung verwandt, sondern finden zunehmend Anwendung bei der Steuerung von betrieblichen Prozessen, z.B. in der chemischen Industrie, in der Stahl- und Kraftfahrzeugproduktion. Sie werden ferner für die Steuerung des Straßenverkehrs eingesetzt.

Die elektronische Datenverarbeitungsanlage weist generell folgenden Aufbau auf: Sie besteht aus Datenerfassungsgeräten, der Zentraleinheit, Datenspeicher- und Datenausgabegeräten. Die Zentraleinheit, die das Rechenwerk, den Arbeitsspeicher und das Steuerwerk umfaßt, stellt den Computerkern dar. Die Datenerfassungsgeräte, Datenspeicher-und Datenausgabegeräte müssen nicht in räumlicher Nähe zur Zentraleinheit aufgestellt werden. Sie können an verschiedenen Orten stehen und die Daten mit Hilfe der Fernübertragung erhalten.

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