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Fonds

gesondertes Vermögen für einen bestimmten Einsatzzweck, z. B. Wertpapierfonds (Wertpapier), Dritte-Welt-Fonds etc.

(französisch: .Kapital). Allgemeine Bezeichnung für einen Geldbetrag, der als Reserve gehalten wird. Mitunter Bezeichnung für Schuldverschreibungen öffentlicher Körperschaften. Meist verwendet für Investmentfonds, Immobilienfonds. Siehe auch »Reptilienfonds«.

Investmentfonds

(A)(als Kapitalanlage). Als Fonds werden allgemein professionell verwaltete Vermögensmassen verstan­den, wobei zwischen geschlossenen und offenen Fonds unterschieden wird. Geschlossene Fonds rekrutieren eine begrenzte Teilnehmerzahl, die das Fondskapital aufbringt, mit dem die Fondsobjekte gekauft werden. Ist das notwendige Kapital beisammen, wird der Fonds ge­schlossen, d.h. es können keine neuen Teilnehmer mehr aufgenommen werden. Vorzugsweise anzutref­fen ist diese Fonds-Konstruktion im Immobilienbreich (Immobilien-Fonds), aber auch in andere Berei­che (Medien-Fonds, Schiffs-Fonds, Windpark-Fonds, etc.) sind geschlossene Fonds vorgedrungen. Das Management wird einer fachlich möglichst kompetenten Verwaltungsgesellschaft übertragen. Nachtei­lig an diesem Fonds-Modell ist der erschwerte Ausstieg aus dem Fonds. Da ein funktionsfähiger   Se­kundärmarkt in der Regel nicht existiert, können Anteile nur schwer verkauft werden. Bei offenen Fonds hingegen ist die Teilnehmerzahl unbegrenzt. Die Fonds-Anteile können zwar nicht an der Böse gehandelt werden (von wenigen Ausnahmen abgesehen, z.B. der niederländische Rolinco­Fonds), sie können aber an die Fonds-Gesellschaft zurückgegeben werden, und zwar zum sog. Rück­nahmepreis. Dieser liegt zumeist deutlich unter dem Ausgabepreis, da dieser einen sog. Ausgabeauf­schlag von bis zu 8 % enthält. Auch offene Fonds werden professionell gemanaged, d.h. die Fonds-Eigentümer brauchen sich nicht selbst um die Verwaltung des Fondsvermögens zu kümmern. Offene Fonds sind in sehr vielen Vermögensbereichen tätig. So gibt es z.B. Rentenfonds, die nur in Anleihen investieren, Aktien-Fonds, die nur in Aktien investieren, und Immobilien-Fonds, deren Vermögens aus­schliesslich aus Immobilien besteht. Auch Misch-Fonds sind gebräuchlich, die neuerdings freilich ver­stärkt durch sog. Dach-Fonds abgelöst werden, die verschiedene “reine”, aber auch gemischte Fonds, unter ihrem “Dach” vereinen. Siehe auch   Finanzinnovationen (mit Literaturangaben). (B)(Finanzmittelfonds) Generell werden in einem Fonds mehrere Bilanzpositionen zusammengefasst, wo­bei auch einzelne Bilanzposten bzw. anhand bestimmter Kriterien festgelegte Bestandsgrössen, die Teile von Bilanzposten ausmachen, als Fonds definiert werden können. Für den auf diese Weise abgegrenz­ten Fonds werden Finanzmittelzu- und -abgänge (Finanzmittel) während einer Abrechnungsperiode erfasst. Die Veränderungsrechnung des Fonds lässt sich grundsätzlich folgendermassen darstellen:
Fonds Die Fondsbildung zielt darauf ab, Ausmass und Ursachen der Fondsveränderungen aufzuzeigen und mittels der fallspezifischen Fondsbestandteile zu erklären. Der Fonds ist demnach gewissermassen als „Finanzmittelbestand” (Finanzmittel) charakterisierbar, der Veränderungen infolge bestimmter In­vestitions- und Finanzierungsmassnahmen unterliegt. Siehe auch   Cash and cash equivalents (Fonds) und  Kapitalflussrechnung (mit Literaturangaben).

Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft. Investmentfonds (wie Geldmarktfonds, Wertpapierfonds, Beteiligungsfonds, Immobilienfonds).

An den Gewinnen der Börse teilhaben, ohne grossen Zeitaufwand, ohne grossen finanziellen Einsatz - und mit einem reduzierten Risiko. Diese Vorteile bieten Investmentfonds. Erfunden 1860 in England, musste man in Deutschland bis nach dem Zweiten Weltkrieg auf Fonds warten. Der Grundgedanke ist: Auch Menschen ohne grossem Geldbeutel sollen an Wertpapieren oder Immobilien verdienen. Dabei soll in mehrere Papiere oder Objekte investiert werden, um das Risiko zu streuen. Diesen Anlegerschutz unterstützt das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften, kurz KAGG. Investmentfonds sind flexibel, sicherer als eine Direktanlage und bieten bei Wahl des richtigen Fonds auch eine attraktive Performance. Dafür arbeiten die Fondsmanager. Sie treffen die Anlageentscheidungen, bringen Fachwissen, Zeit und neueste Informationen aus den Finanzmärkten ein. Die Fondsgesellschaften haben normalerweise einen Informationsvorsprung durch einen aufwändigen Medieneinsatz und vielfältige Techniken. Doch dafür ist die Dienstleistung, die sie bieten, nicht gerade billig. Grundsätzlich ist zu beachten, dass der Anlagehorizont für Investmentfonds mindestens mittel-, besser langfristig ist. Diese Zeit ist nötig, um die Kosten, die mit dieser Anlageform verbunden sind, aufzufangen. Ausserdem braucht sich der Anleger dann um kurzfristige Schwankungen nicht zu sorgen. Ein Fonds ist ein spezieller Topf, in den viele Anleger Geld einzahlen. Das Vermögen betreiben so genannte Investmentanlagegesellschaften, die den Status von Kreditinstituten besitzen und dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) unterliegen. Daher ergeben sich auch die strengen Anlagegrundsätze, die das Prinzip der Risikostreuung wahren: Hoch spekulative Geschäfte dürfen nur unter Auflagen getätigt werden. Aktienfonds müssen einen Pool von 50 Aktien in ihrem Portfolio haben, dürfen aber beispielsweise nur maximal fünf Prozent des Fondsvermögens an einem Titel halten. Oder: offene Immobilienfonds müssen mindestens zehn Objekte betreiben; dabei darf ein Neuerwerb 15 Prozent des Fondsvermögens nicht übersteigen. Anleger kaufen nun mit einer einmaligen Summe oder mit regelmässigen Sparraten eine bestimmte Anzahl von Fondsanteilen, korrekt Investmentzertifikate genannt. Dabei ist die Höhe des Ausgabekurses nur eine Frage der Stückelung und hat nichts mit Kursresultaten zu tun. Die Beträge sind mit 70 bis 100 Euro meist so gering, dass bequem ein Anteil gezeichnet werden kann. Ansonsten werden die Anteile verrechnet. Üblich sind in der Branche thesaurierende Fonds. Das bedeutet, sämtliche Erträge werden automatisch wieder angelegt. Der Anteilseigner bekommt dann nicht die erwirtschafteten Erträge aus Zins, Dividenden oder Mieteinnahmen ausgezahlt. Dies hat für den Anleger zwei Vorteile: Zum einen umgeht er die Gebühren bei Wiederanlage; das ist keine zufällige Geschäftspolitik der Investmentfonds. Zum anderen profitiert der Anleger tatsächlich von diesem Zinseszinseffekt. Wer mit dem Hintergrund seiner persönlichen Altersvorsorge zu Fonds greift, fährt damit auch gut. Beim Fondsvergleich interessiert normalerweise hauptsächlich die Wertentwicklung. Sie ist abhängig vom Geschick des Fondsmanagers, vom Kursverlauf der Aktien, von der allgemeinen Finanzlage, der Höhe der Zinsen, von politischen Entwicklungen oder den Tendenzen auf dem Immobilienmarkt. Nun nennen Fonds gern hohe Prozentzahlen, um ihre Erfolge herauszustellen. Doch diese sind kritisch unter die Lupe zu nehmen: Der Ertrag aus Fonds setzt sich je nach Schwerpunkt aus Zins- und Dividendeneinnahmen, erzielten Kursgewinnen und Wertsteigerungen der Immobilien und deren laufenden Mieteinnahmen zusammen. Doch die Fondsmanager rechnen bei ihrer Performancerechnung meist die Wiederanlage hinein und ziehen die Ausgabeaufschläge, die Kaufgebühr nicht ab. Auch bei dieser Anlageform ist nur die jährliche effektive Verzinsung die Rendite-Vergleichsgrösse. Aber Achtung! Diese Renditen resultieren aus der Entwicklung in der Vergangenheit. Prognosen lassen sich daraus nicht ableiten. Es gibt keine Garantie, dass gute Ergebnisse auch in der Zukunft erwirtschaftet werden. Fonds unterliegen der Rücknahmeverpflichtung. Damit kommen die Anleger immer an ihr Geld, sind also stets liquide. Dafür müssen die Fondsgesellschaften ständig eine bestimmte Summe bereithalten. Wollen Sie verkaufen oder auch nur einen Überblick über Ihr Vermögen in einem Fonds gewinnen, so multiplizieren Sie die Anzahl Ihre Anteile mit dem Rücknahmepreis. Dieser wird täglich neu errechnet, indem man das gesamte Fondsvermögen durch die Zahl der ausgegebenen Anteile dividiert. Fondssparpläne: Mit regelmässigem Investmentsparen zu einem ansehnlichen Fondsvermögen - ein idealer Baustein für die Altersvorsorge. Angeboten wird diese Strategie, systematisch zu einem Vermögen hinzusparen, von vielen Investmentgesellschaften. Und auch der Zeithorizont kommt der Altersvorsorge entgegen: Fondssparpläne sollten mindestens zehn Jahre, besser 15 Jahre oder länger bedient werden. Wegen der hohen Gebühren und der möglichen Kursschwankungen. Per Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung investiert der Anleger mit einem festen Betrag regelmässig in Fondsanteile oder Bruchteile davon. Dabei legt der Anleger selbst fest, ob er einmal im Monat, nur jeden zweiten oder dritten Monat kauft. Damit ist schon ein ganz wichtiger Aspekt der Fondssparpläne angedeutet: die Flexibilität. Denn nahezu alles ist möglich: Raten erhöhen, senken, aussetzen oder auch schnell Kasse machen. Ein weiterer Vorteil des Investmentsparens: der Cost-Average-Effekt. Wer jeden Monat an der Börse kauft, zahlt mal hohe und mal niedrige Kurse. Für die gleiche Summe bekommt man in guten Börsenzeiten weniger, in schlechten Börsenzeiten mehr Anteile. Dadurch wird ein niedrigerer Durchschnittspreis erzielt. Verschiedene Investmentfondsarten: Aktienfonds investieren nur oder überwiegend in Aktien, wobei die Ausrichtung höchst unterschiedlich sein kann: beschränkt auf bestimmte Länder oder Regionen, international orientiert oder gerade sehr breit ausgerichtet auf viele Branchen. Immobilienfonds sind eine bodenständige Geldanlage. Sie investieren in gewerblich genutzte Bürohäuser oder Einkaufszentren. Rentenfonds halten mindestens 20 festverzinsliche Wertpapiere, eventuell beschränkt auf bestimmte Währungen und Länder. Die Laufzeiten der gehaltenen Papiere dürften nahezu das gesamte Spektrum abdecken. Altersvorsorge-Fonds: 21 bis 75 Prozent des Fondsvolumens dürfen in Aktien, maximal 30 Prozent in Immobilien und maximal 30 Prozent in Fremdwährung investiert werden. Immobilien können als Direktanlage und als offene Immobilienfonds im Depot stehen. Dabei dürften erst im Laufe der nächsten Jahre Liegenschaften in grösserem Stil erworben werden. In der Anfangsphase ist damit zu rechnen, dass die Fondsverwalter Anteile an offenen Immobilienfonds in ihre Portfolios nehmen. Die neuen Mischfonds investieren also überwiegend, zu mindestens 51 Prozent, in Substanzwerte: Aktien und Immobilien. Optionen dürfen nur zu Absicherungszwecken gekauft werden. Die Altersvorsorge-Fonds müssen als Sparpläne mit einer Laufzeit von mindestens 18 Jahren laufen. Sie dürfen dem Sparer erst nach dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden. Vorgeschrieben ist auch die Thesaurierung der Erträge. Die Investmentgesellschaften haben für das angesparte Kapital Auszahlpläne anzubieten. Zudem müssen sie den Kunden die kostenlose Umschichtung in andere Fonds nach Dreiviertel der Laufzeit ermöglichen.

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