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Reisemittler

(Retailer, Travel Agent) vermittelt gegen Provision die Pauschalreiseprodukte der Veranstalter sowie die Leistungen individuelle-Hotel-, Transport-, Unterhaltungs-, Kulturbetriebe, Sportanlagen etc. an private und geschäftliche Einzel- oder Gruppenreisende. Das Geschäftslokal, in dem die Vermittlungstätigkeit erfolgt, wird als Reisebüro bezeichnet. Reisemittler erbringen eine typische Dienstleistung. Zu dieser Dienstleistung gehören die Beratung der Kunden, die Weiterleitung der Buchung an den Reiseveranstalter oder Leistungsträger, das Inkasso für den Veranstalter sowie die Aushändigung der Reiseunterlagen. Als Nebenleistungen werden die Besorgung von Reisedokumenten und Sichtvermerken, das Geldwechselgeschäft, die Reiseversicherung oder der Verkauf von Reiseliteratur erbracht. In Reisebüros buchen etwa 25% aller Urlauber. Tatsächlich ist die Nutzung von Reisebüros viel höher, da Information und Beratung weit mehr Personen in Anspruch nehmen. Besitzt ein Unternehmen für seine Geschäftsreisenden eine betriebsinterne Vermittlungsstelle, wird diese Abteilung als Reisestelle bezeichnet. Aufgrund der wichtigen Informations- und Beratungsfunktionen und der hohen Sorgfaltspflicht ist in manchen Ländern das Betreiben eines Reisebüros ein konzessionspflichtiges Gewerbe; für den Verkauf von Flugtickets der IATA-Fluggesellschaften ist eine eigene IATA-Lizenz erforderlich. In Deutschland gibt es rund 7500 Reisebüros sowie 15 000 Kleinbetriebe, die Reisevermittlung als Nebenerwerb betreiben. Nur 2000 Büros besitzen eine IATA-Lizenz. Der Grossteil der deutschen Reisebüros hat 4-5 Mitarbeiter und erreicht einen Jahresumsatz zwischen 0,5 und 1,5 Mio. DM. Der Gesamtumsatz der Reisebürobranche betrug 1989 ca. 25 Mrd. DM. Nicht jeder Reiseveranstalter nutzt den Absatzweg der selbständigen Reisemittler. Das "klassische" Reisebüro als Vermittler erhielt in den letzten Jahren beachtliche Konkurrenz, da viele der Veranstalter entweder den direkten Vertriebsweg über eigene Filialen oder den. Absatz über Waren- und Versandhäuser, Kreditinstitute sowie Lotto- und Toto-Annahmestellen wählten. Die Reisemittler sehen sich mit vielen Problemen konfrontiert, die neue Unternehmungsstrategien erfordern: rückläufige touristische Nachfrage, gestiegene Markttransparenz und Reiseerfahrung der Touristen, steigende Personalkosten und zunehmender Konkurrenzdruck durch alternative Vertriebssysteme. Mit der Einführung der Mikrocomputer als Endgeräte der Reisevertriebssysteme sind die Anforderungen an Führungskräfte im Reisebüro weiter gewachsen. Zu der Mitarbeiterführung und -motivation, der betriebswirtschaftlichen Lenkung und der Verkaufssteuerung ist der Bereich EDV hinzugekommen.                                        Literatur: Deutscher Reisebüro-Verband (DRV), Grundlagenuntersuchung über das Reisemittlergewerbe, Frankfurt a. M., 1984. Freyer, W., Tourismus: Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie, 3. Aufl., München 1991.

Unternehmen, das Leistungen von Reiseveranstaltern sowie touristische Grundleistungen (z.B. nur Be­förderung durch ein Verkehrsunternehmen) in fremdem Namen und auf fremde Rechnung verkauft, somit also Leistungen Dritter vermittelt und - unter reiserechtlichen Aspekten - hinsichtlich der Durch­führung der Reisen keine Haftung übernimmt. Auch als „Retailer” bezeichnet bzw. umgangssprachlich oft als „Reisebüro”, wobei der Begriff „Büro” die räumliche Dimension (Ladenlokal) betont. Ein Rei­sebüro kann also durchaus auch als Reiseveranstalter tätig sein. Siehe auch   Tourismusbetriebslehre (mit Literaturangaben).

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