Empfohlene Artikel  |  Auswahl nach Anfangsbuchstaben

 
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Wirtschaftlichkeit, Wirtschaftlichkeitsprinzip

(engl. economic efficiency, economic principle) Betriebe und Unternehmen haben ihre Prozessabläufe rational zu gestalten. Das Rationalprinzip heißt im Bereich der Wirtschaft ökonomisches oder Wirtschaftlichkeitsprinzip. Alle wirtschaftlichen Erfolgsrelationen beruhen auf diesem Prinzip. Die Wirtschaftlichkeit ist wie folgt definiert:

Es werden also Nutzen und Opfer zueinander in Beziehung gesetzt. Der Quotient ermöglicht es, Zähler und Nenner in unterschiedlichen Dimensionen zu verwenden, was bei einer Differenzbetrachtung von Nutzen minus Opfer nicht möglich ist. Zur Maximierung der Wirtschaftlichkeit ist bei gegebenem Nutzen das Opfer zu minimieren oder bei gegebenem Opfer der Nutzen zu maximieren. Im ersten Fall wird vom Minimumprinzip (Sparprinzip) und im zweiten Fall vom Maximumprinzip (auch Optimumprinzip genannt) gesprochen. Nutzen und Opfer können in Geldeinheiten oder in anderen Mengeneinheiten ausgedrückt werden. Für den Fall, dass der Nutzen nicht messbar ist, steht das möglichst geringste Opfer für die Wirtschaftlichkeit. Nutzen und Opfer sind allgemein gehaltene Begriffe. Je nach Zweck der Rechnung lassen sich beispielsweise als Quotienten einsetzen: . Ertrag/ + Aufwand; Umsatz/Umsatzkosten; Gewinn/angemessene Kapitalzinsen oder auch Ausbringungsmenge (Ausbringung)/Einsatzmenge. Die zuletzt genannte Relation wird

Produktivität genannt. Da in allen Wirtschaftssystemen (freie oder soziale Marktwirtschaft; Zentralverwaltungswirtschaft oder staatlich gelenkte Wirtschaft) die größte Wirtschaftlichkeit angestrebt wird, ist das Wirtschaftlichkeitsprinzip ein systemindifferenter Tatbestand, also unabhängig vom jeweiligen Wirtschaftssystem.

Vorhergehender Fachbegriff: Wirtschaftlichkeit der Betriebsgrößenvariation | Nächster Fachbegriff: Wirtschaftlichkeitsgrad



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : AIBD | Langfristige Preispolitik | Cent

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Wissenschaft

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Externe Effekte

  Marktversagen

  Wettbewerbsbeschränkungen

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Multiplikatorwirkung

  Verlustausgleich

  Fremdwährungskonto


     © 2013 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise