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Controllerorganisation

Controller sorgen dafür, daß Führungskräfte Controlling betreiben. Es sollte daher keine Abteilung geben, die "Controlling" heißt, da so bei Führungskräften der Eindruck entsteht, die Controller würden den Managern die Controllingaufgabe abnehmen.

Als Bezeichnungen für Abteilungen, in denen Controller arbeiten, haben sich Folgende als zweckmäßig erwiesen: Controller-Service, Bereich Controller, Controller-Team, Controllerdienst, Management-Service, Betriebswirtschaftliche Abteilung, kaufm. Leitung (der "Baukaufmann").

Die von Controllern wahrzunehmenden Aufgaben sind so umfangreich, daß sich eine Dezentralisierung und Spezialisierung der Controller schon in mittleren Unternehmen empfiehlt. Beispiele für dezentrale/lokale Controller sind:

* Marketing- und Vertriebs-Controller
* Werks-Controller
* Logistik-Controller
* Forschungs- und Entwicklungs-Controller
* IT-Controller

Dezentrale Controller sind in der Regel disziplinarisch ihrem Chef vor Ort zugeordnet und über eine sog. "dotted Line" (unterbrochene Linie im Organisationsplan) mit dem zentralen Controllerdienst verbunden. Diese zeigt die fachliche Weisungsbefugnis des obersten zentralen Controllers eines Unternehmens an.

Weil Controller grundlegende Verantwortungen über das gesamte Unternehmen hinweg tragen, hat es sich zum Zweck der Durchsetzungsfähigkeit bewährt, die oberste Controllerperson eines Unternehmens in die Geschäftsleitung einzugliedern.

ist unterschiedlich festgelegt je nachdem, ob das Unternehmen nach Funktionen organisiert ist oder aber nach Sparten. Bei der Organisation nach Funktionen sind sämtliche Controller-Aufgaben, also die Planung, Steuerung und Kontrolle, einer Stelle bzw. einer Abteilung übertragen. Liegt eine Spartenorganisation vor, so ist der zentrale Controller oder die zentrale Controlling-Abteilung von den dezentralen Controllern bzw. Controller-Abteilungen in den einzelnen Sparten zu unterscheiden. Beispiele für die typischen Tätigkeiten des zentralen Controllers (nach Deyhle): Er kann z.B. Vorstandsmitglied oder Geschäftsführer sein; er ist der wirtschaftliche Ratgeber des Top-managements hinsichtlich der nachhaltigen Erzielung von Gewinnen; Zusammenarbeit mit dem Treasurer hinsichtlich der Überleitung des Erfolgsbudgets in das Finanzbudget; ihm unterstehen das betriebliche Rechnungswesen, Organisation, EDV, die zentrale Unternehmensplanung; er gibt Anweisungen an die divisionalen Controller hinsichtlich der Abläufe des Rechnungs- und Planungswesens; Mitwirkung bei der Festlegung der Unternehmensziele; Federführung und Koordinierung bei Planungs- und Budgetarbeiten; Abstimmung der einzelnen Teilziele mit dem Gesamtziel und die Zusammenfügung der Teilpläne mit dem Unternehmensgesamtplan; Verantwortung für die Einrichtung eines Informations- und Berichtsystems; verantwortlich für die rechtzeitige Lieferung periodischer Soll-Ist-Vergleiche; verantwortlich für die Frühwarnsignale im Sinne des Management by Exceptions; Analyse bei Abweichungen und Diskussion der Ergebnisse mit den verantwortlichen Führungskräften; Durchführung der Erwartungsrechnung und Durchsprache mit den entsprechenden Leitern.

Typische Beispiele für die Tätigkeiten der Spartencontroller: Mitglied der Spartenleitung oder Hauptabteilungsleiter; Wirkung als wirtschaftlicher Ratgeber der Spartenleitung, also des Profitcenterleiters; er erhält fachliche Richtlinien vom zentralen Controller hinsichtlich des Planungssystems, Rechnungswesens und Formulare für die EDV-Verarbeitung; er gibt fachliche Anweisungen an die Linien-Manager der Sparte hinsichtlich des Aufbaus von Budget und strategischem Plan, für die Kalkulation; Mitwirkung bei der Festlegung der Spartenziele und Federführung für die Koordinierung bei den Planungs- und Budgetarbeiten innerhalb der Sparte; Abstimmung der Teilziele und Zusammenführung der Teilpläne zum Spartengesamtplan; Verantwortung für die Einrichtung eines angemessenen Informations- und Berichtssystems in Zusammenarbeit mit dem Zentralcontroller; rechtzeitige Beschaffung von Soll-Ist-Vergleichen; Initiative bei der Signalisierung von Exceptions im Rahmen des Frühwarnsystems und der Erwartungsrechnung; Durchführung von Investitionsrechnungen usw... .

Vorhergehender Fachbegriff: Controller-Planungsbeteiligung | Nächster Fachbegriff: Controllership



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