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Entscheidungsunterstützungssystem (EUS)

Eine Vielzahl von Begriffen kann aus praktischer Sicht als Synonyme aufgefasst werden: beispielsweise Decision Support System, Management Support System, Management Information System, Führungsinformationssystem, Executive Information System, Business Intelligence System. Entscheidungsunterstützungssysteme (EUS) dienen der informationstechnischen Unterstützung von Entscheidungsprozessen bzw. Entscheidungsträgern. Ausgangspunkt der Gestaltung von EUS ist der Informationsbedarf bzw. die Informationsnachfrage von Entscheidungsträgern. Dem Informationsbedarf ist ein möglichst adäquates Informationsangebot gegenüberzustellen (Informationsmanagement).

Informationen, die nicht im Voraus definiert werden können, müssen durch Flexibilität in Bezug auf Informationsgewinnung, verarbeitung und bereitstellung berücksichtigt werden. EUS kann man nach dem Grad der Entscheidungsunterstützung klassifizieren von der bloßen Bereitstellung von Informationen über die Verarbeitung und Erschließung von Wissen bis hin zur Automatisierung von Entscheidungsprozessen sowie nach der Art der zu unterstützenden Entscheidungsprozesse von einfachen operativen Entscheidungen bis hin zu nicht standardisierbaren Einzelfällen (hinsichtlich der Problemlösung) mit weitreichenden Konsequenzen für das gesamte Unternehmen. Entscheidungsprozesse sind häufig im Vorhinein schlecht strukturierbar (z. B. wegen der zu berücksichtigenden Unsicherheit oder wegen der häufig gegebenen Einzigartigkeit von Problemfeldern gerade auf der oberen Führungsebene) und damit auch kaum automatisierbar.

Idealtypisch sind zwei Lösungsvarianten zur Unterstützung schlecht strukturierbarer Entscheidungen durch Bereitstellung entsprechender Informationen unterscheidbar. Zum einen der «Briefing Book» nsatz: Dabei handelt es sich um ein inhaltlich relativ konstantes, regelmäßig aktualisiertes elektronisches Berichtswesen mit graphischer Benutzeroberfläche. Zum anderen ein so genanntes «Data Driven ystem», bei dem die Möglichkeit für flexible Ad hoc bfragen von Informationen für verschiedene Verdichtungsstufen und Sichtweisen mit wechselnden Inhalten besteht. Beiden Typen ist der Ansatz gemeinsam, dem Entscheidungsträger die Entscheidung nicht abzunehmen, sondern lediglich relevante Informationen zum Unterstützen von Entscheidungsprozessen zu liefern. Entsprechende Ansätze zur flexiblen Durchführung von Analysen auf Basis betrieblicher Datenbestände bezeichnet man auch mit dem Begriff «Online Analytical Processing» (OLAP).

Weiter gehende Optionen zur Unterstützung im Sinn einer (teilweisen) Automatisierung von Entscheidungen ergeben sich durch die Einbeziehung von quantitativen Modellen und Lösungsverfahren (wie Methoden der mathematischen Optimierung, Heuristiken) oder auch wissensbasierter Systeme (System, wissensbasiertes). Im Zusammenhang mit dem praktischen Einsatz von EUS sind u. a. die folgenden Ziel und Problemfelder zu nennen: Datenqualität, Akzeptanz der Führungskräfte, Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität der Systeme, Bewältigung, Filterung und Verarbeitung des Übermaßes an angebotenen Informationen. Die hoch gesteckten Ansprüche an Entscheidungsunterstützungssysteme konnten in der Praxis bisher nur eingeschränkt erfüllt werden. Insbesondere ist die Fiktion eines einzelnen Entscheidungsträgers, der mit Hilfe der Informationstechnik nun alle Informationen einfach erfassen und verarbeiten können soll, unrealistisch.

(EUS) Der Begriff ist 1971 aus dem schnell gescheiterten Gedanken eines umfassenden Managementinformationssystem (MIS) hervorgegangen. Bis heute existiert keine einheitliche Definition von EUS. Sie gelten allerdings als Teil der umfassenderen Klasse der Manage- mentunterstützungssysteme. Der Gedanke war 1971, ein benutzerfreundliches und flexibles, computergestütztes Werkzeug insb. für teilstrukturierte Entscheidungssituationen bereitzustellen. Ein Wesensmerkmal teilstrukturierter Entscheidungsaufgaben ist ihre unvollständige Programmierbarkeit, d.h. die Notwendigkeit, menschliche Urteilskraft und Kreativität in den Problemlösungsprozess mit einzubeziehen. Die Grundidee der EUS liegt deshalb in der Synthese menschlicher und maschineller Problemlösungsfähigkeit mit dem Ziel, die Produktivität des Entscheidungsträgers sowie der ganzen Organisation zu steigern. Die EUS-Technologie umfasst drei Ebenen: •     spezifische EUS-Anwendungen, •     EUS-Generatoren, •     EUS-Instrumente. Entscheidungsunterstützungssystem   Vorleistungen um unterstellte Entgelte für Bankdienstleistungen erhöht, Bruttowertschöpfung entsprechend vermindert. Kassenaufkommen an Steuern vom Umsatz sowie einbehaltene Umsatzsteuer aufgrund von gesetzlichen Sonderregelungen. Einfuhrzölle, Verbrauchsteuern auf Einfuhren, Abschöpfungsbeträge und Währungsausgleichsbeträge auf eingeführte landwirtschaftliche Erzeugnisse, jedoch ohne Einfuhrumsatzsteuer. Vorläufiges Ergebnis. Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Fachserie 18, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Reihe S.8, Revidierte Ergebnisse 1960-1984, Mainz 1985, S.29ff. Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 1991 für die Bundesrepublik Deutschland, Stuttgart, Mainz 1991, S. 628ff.   EUS-Anwendungen sind Modelle, die speziell zur Lösung bestimmter Probleme entwik- kelt wurden. Dies kann auf der Grundlage von EUS-Instrumenten oder von EUS-Genera- toren geschehen. Sowohl die EUS-Instrumente als auch die EUS-Generatoren, die selbst auf EUS-Instrumenten aufbauen, umfassen Soft- und Hardware-Elemente. Die letztgenannten sollen spezifische EUS-Anwendungen erleichtern und beschleunigen.               Literatur: Krcmar, H., Entscheidungsunterstüt- zungssysteme: Hilfsmittel und Werkzeug, in: Kurbel, K./Strunz, H. (Hrsg.), Handbuch Wirtschaftsinformatik, Stuttgart 1990.

(Decision Support System) ist ein  Anwendungssystem zur Unterstützung teilweiser strukturierbarer Aufgaben, insb. der Vorbereitung von Entscheidungen auf Führungsebenen. Dabei werden auf Grund­lage einer   Datenbasis und unter Verwendung geeigneter Methoden und Werkzeuge die Planung sowie die Untersuchung und Beurteilung von Handlungsalternativen unterstützt.

(Decision Support Systems) sind interaktive, modell- und formelbasierte Systeme, die funktional auf einzelne (Teil-)Aufgaben bzw. Aufgabenklassen beschränkt sind.

Entscheidungsunterstützungs- system
EUS Literatur; Kramer, S., Darstellung und kritische Analyse der Life-Style-Segmentierung zur Ver­haltenserfassung europäischer Konsumenten, Hamburg 1991.

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