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Recycling

Allgemein die erneute stoffliche Verwendung oder Verwertung von Produkten oder Rückständen zur Schonung natürlicher Ressourcen bei Einsatz- oder Betriebsstoffen.

Unter Recycling versteht man alle Maßnahmen, die erforderlich sind, um gebrauchte Abfallprodukte dem Wirtschaftskreislauf mit dem Ziel einer Wiederverwertung wieder zurückzuführen. Diese Maßnahmen können erforderlich sein:

1. durch Rohstoffknappheit (z.B. Wiederverwertung von Altmetallen)

oder

2. durch den Umweltschutz zur Verhütung von Umweltschäden. Reduktivmodelle

Bei den Reduktivmodellen handelt es sich um Wirtschaftsmodelle, deren Prämissen aus der Erfahrung gewonnen worden sind, und die mit Hilfe der Deduktion Beziehungen zwischen betrieblichen Faktoren aufzeigen.

(engl. recycling) Als Recycling werden die Aktivitäten bezeichnet, durch die Produktions und Konsumabfälle sowie bislang ungenutzte Energien (z. B. in Form von Abwärme) dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden. Dabei lassen sich die Wiederverwendung (gleicher Einsatz ohne stoffliche Aufbereitung, z. B. bei Mehrwegflaschen), die Weiterverwendung (anderer Einsatz ohne stoffliche Aufbereitung, z. B. Einsatz von Kaffeedosen als Vorratsbehälter), die Wiederverwertung (gleicher Einsatz nach stofflicher Aufbereitung, z. B. bei Altglas) und die Weiterverwertung (anerer Einsatz nach stofflicher Aufbereitung, z. B. erarbeitung von Kunststoffresten zu Blumenkübeln) unterscheiden. Das Kreislaufwirtschaftsund Abfallgesetz von 1996 ordnet das Recycling in eine Prioritätenliste ein (Abfallvermeidung vor Abfallverwertung und Abfallentsorgung) und überträgt dem Hersteller die Verantwortung für die Umsetzung dieses Konzeptes für den gesamten Produktlebenszyklus (Entwicklung, Herstellung, Nutzung, Rückführung/Entsorgung nach der Verwendung).

Begriff der Umweltpolitik, der die Rückführung von Produktions-, Konsumabfällen, Abwärme etc. in den Wirtschaftskreislauf beinhaltet. Mit Recycling soll eine Ressourcenschonung, Reduktion von Material- und Energiekosten, die Vermeidung unnötiger Rückstände in der Natur, der Wegfall von Entsorgungskosten und eine Verringerung der Importabhängigkeit bei Rohstoffen erreicht werden. Voraussetzung von Recycling ist die technische Möglichkeit zur sinnvollen Wiederverwendung sogenannter Sekundärstoffe. Durch diese Methode entstanden umfangreiche neue Produktions- und Handelsaktivitäten im nationalen und internationalen Bereich.

Siehe auch: Marketing, ökologisches

In der Umweltwirtschaft:

Wiederverwendung und Weiterverwertung von Produkten und Kondukten. Umweltpolitisches Leitbild ist die geschlossene Kreislaufwirtschaft, Downcycling

Auch: monetäres Recycling. Bezeichnung für die Rückschleusung der hohen Dollareinnahmen der Erdöl erzeugenden Länder aus ihren Rohölverkäufen über den internationalen Finanzmarkt bzw. internationale Banken als Kredite an Schwellen- und Entwicklungsländer.

Rückschleusung von Zahlungsbilanzüberschüssen, z. B. diejenigen aus Öleinnahmen der OPEC-Staaten (die sog. Petro-Dollars), über die internationalen Geld- und Kapitalmärkte zu den Ölverbraucherländern, insbesondere zu denjenigen Ländern, die diese zur Schließung der größtenteils ölpreisbedingten Zahlungsbilanzlücken benötigen. Organization ol Petroleum Exporting Countries.

Form der Entsorgung, bei der Abfall (insb. Produktionsrückstände, "Abfallenergie") erneut genutzt wird. Auf diese Weise sollen die natürlichen -Ressourcen der Erde geschont, der Energieverbrauch gesenkt und Umweltschäden (z.B. durch Abfalldeponierung) gemindert werden. Recycling spielt besonders im Bereich der Rohstofferzeugung eine Rolle (Chemie, Metallerzeugung), wird aber zunehmend auch auf den Bereich privater Haushalte ausgedehnt (Entsorgung des Hausmülls durch Aussonderung von Wertstoffen, z. B. Papier-, Glas-, Metallbestandteilen). Zu unterscheiden sind: ·  betriebsinternes Recycling: Wieder- bzw. Weiterverarbeitung von Abfallstoffen im Betrieb, Nutzung von Restenergien; ·    betriebsexternes Recycling: Abfallstoffe werden entgeltlich oder unentgeltlich anderen Betrieben zur weiteren Nutzung zur Verfügung gestellt oder müssen diesen aufgrund gesetzlicher Vorschriften zur Verfügung gestellt werden (z. B. Altölbeseitigung), ·    überbetriebliches Recycling (duale Abfallwirtschaft). Grundsätzlich ist nicht jedes Recycling effizient. Da die Wiedergewinnung einen eigenen Prozess des Sammelns, Sortierens und der Wiederaufbereitung des Rohstoffs erfordert, lohnt sich Recycling nur insoweit, als nicht billigere Rohstoffe aus natürlichen Vorkommen zur Verfügung stehen. Andererseits verschiebt sich als Folge der langfristigen Verteuerung von Rohstoffen die Grenze der effizienten Recyclingraten ständig nach oben. Wird ein fester Bestand an mineralischen Rohstoffen durch Abbau immer kleiner, steigt gemäss der Hotelling-Regel der Preis dieses Rohstoffs, so dass zunehmend die bereits geförderten Mengen selbst zur Rohstoffbasis werden. Dieser Prozess verändert wiederum die Preissteigerungsrate für die Ressource. Da bei jedem Recyclingprozess nur ein Teil der prinzipiell vorhandenen Rohstoffmengen wiedergewonnen werden kann und zudem Recyclingprozesse einen Mindesteinsatz von -Energieressourcen erfordern, die ihrerseits nicht-rezyklierbar sind, können sie die Reichweite des Ressourcenbestands zwar verlängern, sind für sich alleine jedoch keine ausreichende Strategie, um die drohende Ressourcenverknappung dauerhaft zu überwinden.                Literatur: Görg, M., Recycling als umweltpolitisches Instrument der Unternehmung, Berlin 1978. Panz, R. G., Recycling, Wiesbaden 1987. Kleinaltenkamp, M., Recycling-Strategien. Wege zur wirtschaftlichen Verwertung von Rückständen aus absatz- und beschaffungswirtschaftlicher Sicht, Berlin 1985. Wacker, H., Rezykling als intertemporales Allokationsproblem in gesamtwirtschaftlichen Planungsmodellen, Frankfurt a. M., Bern, New York, Paris 1987.

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