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Industrielles Rechnungswesen

Das Industrielles Rechnungswesen R. umfaßt jene Bereiche desRechnungswesens, die der Erfassung und Kontrolle der eigentlichen Wertscaöpfung in Industriebetrieben uenen. Während also damit die Beliche der Kosten und Leistungsechnung (KLR), der industriellen Statistik sowie der Planungsrechttung zum industriellen Rechnungswesen gezählt werden können, stellt extern orientierte und gesetzlich dementierte Finanzbuchhaltung eine bloße Informationsquelle für die übrigen Teilbereiche dar. Die Aufgaben der KLR im Industriebetrieb weichen Grundsätzlich nicht von denen anderer Betriebstypen ab. Sie bestehen im wesentlichen in der transparenten Darstellung aller Kosten und Leistungsströme, die in einem Unternehmen in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz anfallen; damit soll die Unternehmensleitung bei der Steuerung und Kontrolle des Betriebsgeschehens sowie bei der Preiskalkulation unterstützt werden. Entsprechend dieser Zielsetzung gliedert sich die KLR eines Industriebetriebs in die zeitraumbezogene Betriebsabrechnung einerseits und die objektbezogene Kalkulation andererseits. Die Betriebsabrechnung ermittelt im Rahmen einer Kostenträgerzeitrechnung auf der Basis einer Kostenarten und Kostenstellenrechnung, in deren Mittelpunkt der Betriebsabrechnungsbogen zur Verteilung der Gemeinkosten mit den verschiedenen, für Industriebetriebe Wichtige n Verfahren der innerbetrieblichen » Leistungsverrechnung steht, das periodenbezogene, nach Kostenträgergruppen gegliederte Betriebsergebnis. Für die Kostenträgerzeitrechnung, die wegen ihrer möglichst kurzen Abrechnungszeiträume auch als kurzfristige Erfolgsrechnung bezeichnet wird, kann das » Gesamt oder das » Umsatzkostenverfahren angewendet werden; letzteres ist jedoch für Betriebe mit Massenfertigung völlig ungeeignet und auch bei Sortenproduktion nur bedingt verwendbar. Die Zurechnung der Kosten auf jede einzelne Leistungseinheit findet innerhalb der Kostenträgerstückrechnung statt und dient als Angebots, Vor oder Nach kalkulation der Festlegung von Ver kaufspreisen, der betrieblichen Kon trolle, sowie der gewinnmaximalen Planung des Produktionsprogramms. Im einzelnen kommt dabei je nach vorliegendem Fertigungsverfahren eine der verschiedenen Methoden der » Divisions und Zuschlagskalku lation zur Anwendung. Bei einheitli cher EinproduktMassenfertigung ist die einstufige bzw. bei größeren Be standsveränderungen in zwischen- oder Endproduktlagern die mehr stufige Divisionskalkulation ausrei chend, für eine Fertigung von mitein ander verwandten Produkten (Sor tenfertigung) eignet sich die » Äqui valenzziffernkalkulation, eventuell bei gleichem Grund produkt in Kom bination mit einer einfachen Divi sionskalkulation. Bei Serien bzw. Einzelfertigung steht die summari sche oder, falls im Interesse einer besseren Gemeinkostenverrechnung möglich, die differenzierende Zu schlagskalkulation im Vordergrund . Kuppelprodukte werden schließlich bei annähernder Gleichwertigkeit nach der Äquivalenzziffernmethode, bei einer Unterscheidung in Haupt, Neben und Abfallprodukte mittels Restwertrechnung (Subtraktions methode) kalkuliert. Die betriebliche Statistik, die vor nehmlich der Erfassung sowie vergleichenden Darstellung und Analyse < des Betriebsgeschehens dient, durchdringt in Industriebetrieben in zu£ nehmendem Maße vor allem die zen2 tralen Bereiche Beschaffung, Produkc tion und Absatz und ist damit zur / Vorbereitung und Kontrolle unter§ nehmerischer Entscheidungen von (! wachsender Bedeutung (industrielle Statistik). In ähnlicher Weise ist die industrielle Planungsrechnung als Prognoseinstrument, basierend auf den Daten der Finanzbuchhaltung, KLR und Statistik ein Wichtige s Hilfsmittel für die Führung von Industriebetrieben. Im Vordergrund steht dabei die simultane Produktionsprogrammplanung (Produktionsplanung), unterstützt durch die m odernen Planungstechniken des Operations Research, sowie die Abstimmung des Produktionsplans mit den übrigen betrieblichen Teilplänen einer Industrieunternehmung (Planungsrechnung, Budgetierung im Industriebetrieb).

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