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Aktienindex

(Aktienkursindex) Kennziffer, die i. d. R. börsentäglich die Veränderungen von Aktienkursen (mehrere oder alle), bezogen auf einen willkürlich gesetzten Basiswert im Zeitablauf widerspiegelt. Die Indexberechnung erfolgt überwiegend nach Laspeyres (Commerzbankindex), z. T. auch nach Paasche (z. B. FAZ-Index).
Aktienindizes können den gesamten Markt (Gesamtindex) oder lediglich einzelne Branchen (Branchenindex) erfassen. Bekannteste deutsche Aktienindices sind der Commerzbankindex, Deutscher Aktienindex DAX und der FAZ-Aktienindex. Weitere Aktienindices berechnen und veröffentlichen die BHF, die Frankfurter Börse, das Statistische Bundesamt und die WestLB.

Ein Index für eine Auswahl von Aktienwerten zur Beurteilung eines bestimmten Portefeuilles. Ein Kursindex zeigt die Wertentwicklung eines „Musterdepots“ ab dem Basisjahr allein anhand der Kurse. Ein solcher Index wird von einigen Banken, dem Statistischen Bundesamt, der Frankfurter Wertpapierbörse und überregionalen Zeitungen errechnet. Es wird regelmäßig die Indexformel nach Laspeyeres verwendet, die einen langjährigen linearen Zeitvergleich ermöglicht. Ein Performanceindex wie der DAX schließt laufende Erträge mit ein. Der DAX wird nach der Formel von Paasche ermittelt, damit geht er immer von einer aktuellen Gewichtung der Aktien aus. Grundsätzlich müssen alle Aktienindizes durch Wegfall bestimmter Aktien, Aufnahme neuer Aktien und Verschiebung der Gewichtung durch Kapitalerhöhungen der Aktiengesellschaften mit komplizierten mathematischen Formeln bereinigt werden.

Aktienindizes

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: (Börsenindex) Durchschnitt der Aktienkurse und Kennzahl zur Bestimmung der Kursentwicklung an einer Aktienbörse.

Für diese Kennzahl wird häufig eine repräsentative Auswahl aus den gehandelten inländischen Aktien herangezogen. Aktienindex sind u.a. der Deutsche Aktienindex (XETRA-DAX), der New Yorker Dow Jones Industrial Average (DJIA) und Euro-Stox. >Aktie, >Börse, >DAX, >Index, >XETRA-DAX

Siehe auch: Index.

(meist gewogener) Durchschnitt der Aktienkurse. Als wichtigster Aktienindex gilt der Dow Jones-Index, in Deutschland der Deutsche Aktienindex DAX als gewogener Durchschnitt von 30 Aktien. Der DAX ist ein Performance-Index. Das bedeutet, dass er um Dividenden- und Bezugsrechtsabschläge be- reinigt wird, so dass sich trotz solcher Abschläge bei einzelnen Aktien der Index nicht ermässigt. Er ist Basis eines Terminkontrakts und von Optionen sowohl auf den Kassadax als auch auf den Termindax.

Ein Aktienindex soll einen repräsentativen Querschnitt der an einer Börse gehandelten Aktien geben. Aufgrund seines hohen Diversifikationsgrades kann man erwarten, dass er das unsystematische Risiko weitestgehend ausgeschaltet hat. Somit spiegelt der Index nur noch das unternehmensübergreifende allgemeine Marktrisiko, das sog. unsystematische   Risiko, wider. Ausserdem gibt er die durchschnittliche Entwicklung des Marktes wieder. Die Abschätzung der Gesamtmarktsituation gilt häufig als notwendiger erster Schritt, bevor individuelle   Anlagestrategien zum Einsatz kommen. Aktienindices können als KursIndices oder als PerformanceIndices konzipiert werden. Im ersten Fall stellen sie lediglich einen Kursdurchschnitt dar. Um die Wertentwicklung eines Marktes abschätzen zu können, dar man jedoch nicht nur auf die tatsächlichen Kurse achten, sondern muss auch Ausschüttungen (Dividenden, Bezugsrechte, usw.) berücksichtigen. Dies geschieht durch sog. Performance-Indices, die erfolgende Ausschüttungen so behandeln, als würden sie unverzüglich reinvestiert. Damit eignen sich Performance-Indices als   Basisobjekt für   Index-Zertifikate, über welche der Anleger bequem in einem bestimmten, vom Index abgebildeten, Aktienmarkt investieren kann. Man kauft sozusagen den Index, d.h. alle darin enthaltenen Aktien einschliesslich der (reinvestierten) Ausschüttungen. Siehe auch  Aktienindizes.

Siehe: Aktienindizes

(engl. stock index oder share index) Ein Aktienindex soll die Kursentwicklung eines Aktienmarktes oder einzelner Aktiengruppen (Aktie) widerspiegeln und Aktionären als Tendenzmesser dienen. Je nach Umfang und Berechnungsmethode unterscheiden sich Aktienindizes in ihrer Aussagekraft.

Der 1988 eingeführte Deutsche Aktienindex (DAX) enthält die 30 größten und umsatzstärksten deutschen börsennotierten Aktienwerte. Der DAX repräsentiert damit mehr als 70 Prozent des gesamten Grundkapitals inländischer börsennotierter Aktiengesellschaften und über 75 Prozent der in deutschen Beteiligungspapieren getätigten Börsenumsätze (p Börse). Die eingehenden Kurse werden um Kapitalveränderungen (Kapital) und Dividendenzahlungen (Dividende) bereinigt. Dadurch kommt die tatsächliche Kursveränderung zum Ausdruck. Man spricht von einem Performance Index.

Der MDAX (M steht für Midcap und bezeichnet Aktien mit mittelgroßer Börsenkapitalisierung) wurde im Januar 1996 von der Deutschen Börse AG als Aktienindex an der Frankfurter Wertpapierbörse eingeführt. Er bezieht sich auf die 70 variabel gehandelten Aktien, die in Bezug auf Marktkapitalisierung (Börsenbewertung; Unternehmenswert, Unternehmensbewertung) und Börsenumsatz unmittelbar den 30 DAX Werten folgen. Er umfasst damit die Menge der im DAX 100, aber nicht die im DAX enthaltenen 30 Werte. Dadurch entsteht eine eigenständige Wertegruppe, deren Marktentwicklung nicht durch das Übergewicht der 30 DAX Werte überdeckt wird. Der MDAX gibt damit ein Bild der Wertentwicklung der Aktien der «zweiten Reihe». Er wird grundsätzlich sowohl als Performance Index als auch als Kursindex kalkuliert.

Während im DAX die 30 größten Aktiengesellschaften indexmäßig zusammengefasst sind, der MDAX die nach der Marktkapitalisierung folgenden 70 größten Aktiengesellschaften umfasst, bleiben die kleinen Gesellschaften außerhalb dieser Aktien ndizes. Hierbei handelt es sich um rund 350 börsennotierte Small Caps. Um die Attraktivität dieser kleineren Börsenwerte zu erhöhen, hat die Deutsche Börse den SMAX ektor am 26.4.1999 mit zunächst 25 Unternehmen eingeführt. In dieses Segment, das inzwischen über 100 Werte umfasst, sollen Unternehmen aufgenommen werden, die eine offensive Informationspolitik betreiben, einen Anteil frei handelbarer Aktien von mindestens 20 v. H. haben und von einem festen Betreuer einer Bank oder von einem Emissionshaus begleitet werden. Anders als bei den Aktien des TecDAX (bis April 2003 am Neuen Markt notiert) muss es sich bei den Unternehmen im SMAX nicht um junge Wachstumsunternehmen aus innovativen Branchen handeln. Ende Juni 1999 wurden die SMAX Werte offiziell im SDAX als eigenem Index an der Börse erfasst.

Die Deutsche Börse AG hat in Zusammenarbeit mit der Pariser und Schweizer Börse sowie dem US Nachrichtenkonzern Dow Jones neue Aktienindizes entwickelt, die den Marktveränderungen durch die Einführung der Einheitswährung Euro in den Beitrittsländern der Europäischen Wirtschafts und Währungsunion (EWWU) Rechnung tragen. Seit 1. 1. 1999 erfolgt der Börsenhandel in diesen Ländern auf EuroBasis. Die Bezeichnung STOXX als lautmalende Umschreibung des englischen Wortes «stocks» für Aktien ist ein Anklang an das gut eingeführte Kürzel DAX. Dass die wichtigsten Marktteilnehmer im internationalen Bereich aus dem angelsächsischen Raum stammen, ist eine plausible Begründung für diese Namenswahl. Folgende Indizes werden dabei unterschieden: 1. Euro STOXX 50: Der im Bereich des Euro entstehende Wirtschaftsraum wird in Form des Dow Jones Euro STOXX 50 abgedeckt. Die in ihm enthaltenen 50 Spitzenwerte wurden nach den Auswahlkriterien Marktkapitalisierung, Liquidität und Branchenzugehörigkeit bestimmt. Alle EWWU Länder (bis auf Luxemburg und Österreich) sind mit sehr unterschiedlichen Anteilen vertreten. Wie der DAX unterliegt auch der Euro STOXX 50 einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung seiner Zusammensetzung an veränderte Marktverhältnisse. Insgesamt elf bisher schon im DAX vertretene deutsche Aktien sind auch im Euro TOXX 50 Index enthalten. 2. Dow Jones STOXX 50: Neben den Euro STOXX 50 tritt der STOXX 50, der die Nicht EWWU Länder einbezieht. In diesem ebenfalls 50 Werte umfassenden Blue Chips Index sind die Gewichtungen deshalb anders. 3. Dow Jones STOXX und Dow Jones Euro STOXX: Hierbei handelt es sich um breiter gefasste Indizes, die jeweils rund 80 v. H. der Marktkapitalisierung der europäischen Aktienmärkte abdecken. Der Dow Jones STOXX umfasst 645 Titel aus 16 europäischen Ländern; der enger gefasste, auf die EWWU beschränkte Dow Jones Euro STOXX beinhaltet 324 Werte aus den 11 Teilnehmerländern. In beiden Indizes sind jeweils 41 deutsche Titel enthalten.

In den USA sind der Dow Jones Index und der Standard & Poor’s 500 Index die wichtigsten Aktienindizes. Der Dow Jones Index (DJI) wird von der Börsenzeitung (Wall Street Journal) und der Dow, Jones & Co. für die New Yorker Aktienkurse von 30 Industrie , 20 Eisenbahn und 50 Versorgungswerten bereits seit 1897 ermittelt. Einerseits wird der Dow Jones aufgrund der schmalen Basis hinsichtlich seiner Aussagefähigkeit zur Börsenentwicklung angezweifelt, andererseits wird er jedoch zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der US Wirtschaft herangezogen. Der Dow Jones Industrial Index (DJII) erfasst als Spezialindex die Entwicklung der 30 umsatzstärksten Aktien marktführender Unternehmen in den USAktienindizes Der Dow Jones Transportation Index (DJTI) stützt sich im Unterschied hierzu auf 20 Aktien führender Transportunternehmen der USA (Eisenbahn , Luftverkehrswerte usw.). Der Dow Jones World stock index repräsentiert die Notierungen von 2200 Aktien aus mehreren Ländern, wobei die Aktienkurse in 120 Gruppen zusammengefasst werden. Er wird seit 1993 ermittelt. Diese Indizes verdanken ihre hohe Popularität vor allem der umstrittenen Dow Theorie, nach der Entwicklungsprognosen angeblich aus Bewegungen und bestimmten Trends der Indizes antizipiert werden können. Sie geht auf C. H. Dow, den Schöpfer des Dow Jones Index, zurück.

Der Standard & Poor’s 500 Index (S&P 500) ist neben dem Dow Jones Index ein weiterer bedeutender Aktienindex in den US-Aktienindizes Ihm liegen 500 nach ihren Marktwerten gewichtete Aktienkurse nahezu aller Bereiche der amerikanischen Börsen zugrunde. Darunter befinden sich insbesondere Unternehmen der Versorgungsindustrie, der Finanzbranche und des Transportwesens. Er wird seit 1957 von der Standard & Poor’s Corporation (S&P) publiziert und gilt als einer der zwölf Leading Indicators der US-amerikanischen Konjunkturanalyse (Konjunktur). Ein weiterer populärer Aktienindex ist z. B. der Nikkei-Index in Japan.

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