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Qualitätszirkel

(quality circle, Werkstattkreis, Qualitätsgruppe) Gruppe von Arbeitnehmern, die Vorschläge zur Verbesserung der Qualität der selbst gefertigten Erzeugnisse, der Wirtschaftlichkeit der Fertigung sowie der Arbeitsbedin.- gungen erarbeitet. Qualitätszirkel werden mit zunehmender Tendenz in deutschen Unternehmen erprobt und eingesetzt, nachdem vor allem japanische Unternehmen dieses Instrument der Arbeitsorganisation millionenfach und mit grossem Erfolg hinsichtlich Qualitätssteigerung und —Arbeitsmotivation realisiert haben. Die Einführung von Qualitätszirkeln ist Ausdruck einer neuen Sicht des Arbeitnehmers im Betrieb und steht in direktem Gegensatz zu den lange akzeptierten Grundsätzen der wissenschaftlichen Betriebsführung, die u. a. die interpersonelle Teilung von ausführenden Aufgabenelementen einerseits und planenden und kontrollierenden Elementen andererseits vorsah. Qualitätszirkel fördern dagegen bewusst die Einbeziehung des ausführend tätigen Arbeiters in die Planung und Kontrolle seiner eigenen Tätigkeit. In Abkehr von früheren Auffassungen wird er hierfür aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur Arbeitsausführung als genügend qualifiziert, z. T. sogar als noch qualifizierter als die Arbeitsplaner angesehen. Überdies wird den Qualitätszirkeln eine motivierende Funktion zugeschrieben.                                                  Literatur: Kregoski, R./Scott, B., Quality Circies, Chicago u. a. 1982.    

kleine Arbeitnehmergruppen (3-12 Personen), die im Unternehmen auftretende Probleme zu lösen versuchen und auf diese Weise Partizipationsmöglichkeiten im Unternehmen ausschöpfen.

Periodisch oder bei Bedarf tagende Arbeitsgruppe von 4 bis 10 Mitarbeitern eines oder mehrerer Arbeitsbereiche, die in eigener Verantwortung Vorschläge zur Verbesserung des Arbeitsablaufs oder der Qualität erarbeiten. Typisches Element eines Kontinuierlicher Verbesserungsprozesses (KVP).

Qualitätszirkel (auch Werkstattkreis, Qualitätsgruppe) ist eine Gruppe von Arbeitnehmern, die sich regelmäßig treffen, um gemeinsam die Güte der selbstgefertigten Erzeugnisse, die Wirtschaftlichkeit der Fertigung und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Qualitätszirkel werden zunehmend auch in deutschen Unternehmungen eingesetzt, nachdem vor allem japanische Unternehmungen gute Erfahrungen damit gemacht haben.

freiwillig zusammenarbeitende Gruppen, die sich vor allem auf die Sicherung und Verbesserung der Qualität, der Rationalisierung und des Kostenbewußtseins konzentrieren. Absicht ist, durch diese spezifische Art, von betrieblichen Vorschlagswesen das Personal stärker zur Mitarbeit, zum Mitdenken und zur Mobilisierung von Leistungsreserven anzuregen.

Der Qualitätszirkel ist ein in Japan entstandenes Organisationsprinzip, das in den modernen Industriestaaten weltweit realisiert wird. Es hat zum Ziel, eine Verbesserung der Produktqualität und der Leistungsfähigkeit der Organisation zu erreichen sowie die Lebensqualität am Arbeitsplatz ( human relations) zu erhöhen. Dieser doppelte Zielaspekt hat entscheidend zu dem großen Erfolg der Qualitätszirkel beigetragen. Die Qualitätszirkel sind kleine Gruppen von 3 bis 10 Mitarbeitern, die einem gemeinsamen Arbeitsbereich angehören. Die meßbaren Werte dieser Zirkelarbeit, wie die Einsparung an Materialien oder die Erhöhung der Arbeitsproduktivität, sind beachtlich; die nicht meßbaren Werte im Bereich der Humanisierung der Arbeitswelt durch Steigerung der Sozialkomponente und Motivation der Mitarbeiter sind ebenso bedeutsam.

In der Gesundheitswirtschaft: quality circle

dienen der Qualitätssicherung in der ambulanten Versorgung. Im kontinuierlichen ärztlichen Erfahrungsaustausch wird das therapeutische Handeln in der ambulanten Versorgung, z.B. im Hinblick auf Fallkomplikationen, Behandlungsalternativen, problembezogen und systematisch mit geschulter Moderation diskutiert. Qualitätszirkel eröffnen den teilnehmenden Ärzten Vergleichsmöglichkeiten auch hinsichtlich der Ergebnisse ihrer Behandlungen und zielen auf die Optimierung von Diagnose und Therapie.

In Modellvorhaben und im Rahmen von Arztnetzen sind Qualitätszirkel oft Elemente der Qualitätssicherung, z.B. zur Diskussion von anonymisierten Krankenhauseinweisungen und zur Förderung der netzinternen Kommunikation, Koordination und Kooperation. Bei Qualitätszirkeln zu Themen der rationalen Arzneimitteltherapie spricht man auch von Pharmakotherapiezirkeln.

Siehe auch: Qualitätsmanagement

Instrument des Qualitätsmanagements bzw. der Qualitätssicherung bei Banken. Auf Dauer angelegte Gesprächsgruppen von etwa 5-8 freiwillig teilnehmenden Mitarbeitern eines Tätigkeitsbereichs der unteren Hierarchieebenen, die selbst gewählte, weil evident gewordene oder erwartete Probleme des eigenen Tätigkeitsbereichs zu erörtern, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und deren Umsetzung in die Wege zu leiten und zu kontrollieren haben. Die Gruppen treffen sich regelmässig - z. B. 14-tägig - während der normalen Arbeitszeit. I. d. R. wird eine Sitzung auf ca. 60 Minuten begrenzt. Organisatorische Elemente sind das Steuerungsteam - 3-4 Mitglieder der Bankgeschäftsleitung -, der Koordinator - mit Programmzuständigkeit und verantwortlich für die Organisation - und der Moderator - Leiter der Qualitätszirkelgruppe -, während die Gruppenmitglieder die eigentlichen »Ideenlieferanten« sind.

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