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Export/Ausfuhr

Export/Ausfuhr (Ggs. Import/Einfuhr) Man spricht von Export, wenn Waren an das Ausland geliefert werden (Warenexport, Dienstleistungen an Ausländern erbracht werden (Dienstleistungsexport) oder 0 wenn ausländische Wertpapiere oder Beteiligungen an ausländischen Unternehmen erworben, Kredite an Ausländer gewährt werden usw. (Kapitalexport). Im Umsatzsteuerrecht werden unter dem Begriff „Ausfuhr" nur Exporte an Drittlandgebiete (= Länder außerhalb der Europäischen Union – EU) verstanden. Solche Exporte sind umsatzsteuerfrei. Sog. innergemeinschaftliche Lieferungen (Exporte in andere Länder der EU) werden im Regelfall dann mit Umsatzsteuer belegt, wenn der Empfänger eine Privatperson ist; ist der Empfänger ein anderes Unternehmen, ist die Lieferung umsatzsteuerfrei. nBei Gütern unterscheidet man den direkten Export (der Produzent verkauft ohne Einschaltung eines inländischen Absatzmittlers wie z. B. eines Händlers direkt an den Abnehmer im Ausland) und den indirekten Export (Vertreter/Exporthändler mit Sitz im Inland werden tätig, die Kunden im Ausland bedienen). Der Export ist für die deutsche Wirtschaft enorm wichtig. Viele der großen deutschen Unternehmen exportieren einen gewichtigen Teil ihrer Erzeugnisse ins Ausland. Man muss sich nur einmal die Zahlen der großen deutschen Autohersteller ansehen. Dort geht die Exportquote bis 60 %. Aus betrieblicher Sicht ist die Exportquote der im Export erzielte Umsatz bezogen auf den Gesamtumsatz eines Unternehmens. Die wichtigsten Abnehmerländer/-ländergruppen aus deutscher Sicht zeigt Darst. 2. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die Exportquote das Verhältnis zwischen dem Wert der Warenexporte und dem Sozialprodukt in einer Zeitperiode. Die Stärke der deutschen Unternehmen im Export zeigt sich in einem fortwährenden Exportüberschuss. Dies bedeutet: Deutschland bezieht von anderen Volkswirtschaften weniger Waren, als es ausführt. Um Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern, betreibt der Staat in vielen Ländern Exportförderung. Darunter sind alle Maßnahmen zu verstehen, mit denen ein Staat das Ziel verfolgt, der eigenen Wirtschaft den Zugang zu Auslandsmärkten zu erleichtern, das spezielle Exportrisiko (z. B. politisches Risiko: Revolution; Regierung erlässt ein Zahlungsverbot) in tragbaren Grenzen zu halten und besonders finanzielle und steuerliche Benachteiligungen zu mildern. Die Exportförderung in Deutschland hat ihren Schwerpunkt in der Exportfinanzierung und den Ausfuhrbürgschaften und -garantien. Wollen sich kleinere Unternehmen an einer Auslandsmesse beteiligen oder sind sie an einer Beratung über Exportchancen und -möglichkeiten interessiert, dann hilft auch hier der Staat. Häufig zwingt der intensive Wettbewerb auf den ausländischen Märkten den Exporteur dazu, dem ausländischen Kunden immer längere Zahlungsziele (Lieferung heute, Bezahlung erst nach einiger Zeit) einzuräumen. Wenn er nicht über eine entsprechende Finanzkraft verfügt, muss er auf diesem Gebiet erfahrene Banken einschalten, die die Exportfinanzierung des Geschäftes übernehmen. Ausfuhrgarantien schaffen Sicherheit für Geschäfte mit ausländischen Privatpersonen und Unternehmen, Ausfuhrbürgschaften sichern Geschäfte mit ausländischen Staaten. In Deutschland stellt im Auftrag des Staates die Hermes-Kreditversicherung Ausfuhrbürgschaften und -garantien bereit. Aus formaler Sicht sind genehmigungsfreie und -pflichtige Exporte zu unterscheiden. Für genehmigungsfreie Waren wird bei Exporten in Nicht-EU-Länder dem zuständigen Zollamt lediglich eine Ausfuhrerklärung (Formblatt, in dem der Export für statistische Zwecke erfasst wird) vorgelegt. Daneben wird das Ausfuhrgut noch von einer Reihe weiterer Unterlagen begleitet (> Versanddokumente). Bei Exporten in EU-Länder entfallen sämtliche Zollformalitäten – der Verkäufer muss bei einem nen

In der sozialistischen Wirtschaftslehre:

Alle die Grenzen des eigenen Landes überschreitenden Zahlungen oder Lieferungen von Waren, Dienstleistungen oder Kapital.

Bei den größten Exporteuren der Welt betrugen die Ausfuhren 1990 in Milliarden Dollar: Bundesrepublik Deutschland 421 / USA 394 / Japan 286 / Frankreich 216 / Großbritannien 185 / Italien 170 / Niederlande 134 / Kanada 131 / Belgien/Luxemburg 118 / UdSSR 103 / Hongkong 82 / Taiwan 67 / Südkorea 65 / Schweiz 64 / China 62 / Schweden 58 / Spanien 56 / Singapur 53.

Exportbeschränkungen - Alle staatliche Maßnahmen zur Einschränkung oder

Verhinderung von Exporten, z.B. Embargos. >Export, >Embargo, >Handelshemmnisse



Häufig verwendetes Synonym für den Begriff Ausfuhr des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG). Ausfuhr ist das Verbringen von Sachen und Elektrizität aus einem Wirtschaftsgebiete ein anderes Wirtschaftsgebiet gegen Bezahlung. Export umfaßt im weiten Sinne auch den aktiven Dienstleistungsverkehr. Der Export, der Import (Einfuhr) und der Transithandel stellen in ihrer Gesamtheit den Außenhandel eines Wirtschaftsgebietes dar. Die unentgeltliche Übertragung von Sachen und Dienstleistungen in Form von Geschenken gilt nicht als Export.

ist nach dem AußenwirtschaftsG das Verbringen von Sachen und Elektrizität aus dem Wirtschaftsgebiet nach fremden Wirtschaftsgebieten. Allgemein ist der Export der Übergang von Waren, Diensten oder Forderungen von Inländern an Ausländer. Man unterscheidet den Warenexport, der sich in der Handelsbilanz niederschlägt, den Dienstleistungsexport, der sich in der Dienstleistungsbilanz niederschlägt und den Kapitalexport, der sich in der Gold- und Devisenbilanz und in der Kapitalbilanz niederschlägt.

Export bezeichnet die grenzüberschreitende Bereitstellung von wirtschaftlichen Leistungen an das Ausland. Man unterscheidet dabei zwischen direktem und indirektem Export. Während beim direkten Export im Inland kein Zwischenhändler eingeschaltet wird und der Hersteller selbst unmittelbar grenzüberschreitend fakturiert, übernimmt diese Aufgabe beim indirekten Export der Zwischenhändler. Dieser übernimmt dann zusätzlich mehrere Funktionen, z.B. die Lagerhaltung (vgl. Jahrmann, 1998, S. 51ff.).

Die Auswahl zwischen beiden Formen hängt ab von

- produktbezogenen Faktoren wie Sortimentsbedürftigkeit und Serviceerfordernissen

- unternehmensbezogenen Faktoren wie Kapitalausstattung und Auslands-Know-how

- auslandsmarktbezogenen Faktoren wie Konkurrenzsituation und dortigen Distributionswegen.

Der Vorteil des indirekten Exportes liegt in dem Outsaurdng bestimmter Funktionen begründet, die Gefahr ist dem daraus resultierenden Verlust an Marktnähe. Bei Warenlieferungen innerhalb der EU spricht man an Stelle des Exports von der Versendung.

Export wird als unternehmerische Markeintrittsstrategie von vielfachen Determinanten beeinflusst (vgl. Cavusgil/Nevin, 1981, S. 114ff.).

(Ausfuhr) bezeichnet das Verbringen von Waren (und Dienstleistungen) ins Ausland oderdie ausgeführten Waren (und Dienstleistungen) selbst. Beim Erwerb von Vermögensgegenständen im Ausland oder von finanziellen Forderungen gegenüber Ausländern durch Inländer spricht man von Kapitalexport. Meistens wird der Begriff Export nur auf den Warenhandel bezogen, Dienstleistungen werden dann also nicht einbezogen. Der Warenexport wird auch als sichtbare, der Dienstleistungsexport als unsichtbare Ausfuhr bezeichnet. Der Export ist in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich genehmigungsfrei, kann aber im Rahmen der Vorschriften des Aussenwirtschaftsgesetzes beschränkt werden.                                 

Export ist der Übergang von Waren vom Inland in das Ausland, im weiteren Sinn auch von Dienstleis­tung (auch Ausfuhr genannt, Teilbereich des  Aussenhandels). Bei einer unmittelbaren Geschäftsbeziehung zwischen Hersteller und Abnehmer im Ausland liegt sog. direkter Export vor. Ist aber ein inländischer Zwischenhändler (Exporthändler) als  Absatzmittler eingeschaltet, spricht man vom sog. indirekten Export. Der   Exporthändler übernimmt dann alle au­ssenwirtschaftlichen Funktionen und Risiken. Er spezialisiert sich auf Absatzregionen im Ausland und/oder auf bestimmte Produktgruppen. Über seine Vertretungen vor Ort bietet er hiesigen Unterneh­men quasi erschlossene Märkte an und kann vor Ort die Lagerfunktion übernehmen. In einigen Fällen stellt er Sortimente verschiedener Hersteller zusammen und tritt damit als eigenständiger Nachfrager auf. Nachteilig bei indirekten Exporten ist fehlendes Marketing-Feed-back und die Kostenbelastung durch die Händlermarge. Tendenziell sprechen damit folgende Gegebenheiten eher für den direkten bzw. indirekten Export: Direkter Export                           Indirekter Export · Investitionsgüter                       • Konsumgüter · Erklärungsbedürftige Produkte                    •           Standardartikel · Einzelfertigungen                    • Serienprodukte · Hohes Absatzvolumen • Geringes Absatzvolumen · Gute Marktkenntnisse • Geringe Marktkenntnisse · Nahes Bestimmungsland • Entferntes Bestimmungsland · Unmittelbarer Kundenkontakt • Geringer Vertriebsaufwand · Eigene Distributionsstruktur  • Kurze Absatzwege (Lager, Kundendienst)        (bis Exporthändler) · Exportabteilung                        • Inlandsorganisation ausreichend · Höherer Kapitalbedarf, Risiko und Ge-                   •           Geringerer Kapitalbedarf, winnmarge                        Risiko und Gewinnmarge Siehe auch  Aussenhandel und   Globalisierung, jeweils mit Literaturangaben.

Eine Veröffentlichungsreihe der Bundesagentur für Außenwirt- schaft (bfai). Sie vermittelt wesentliche außenwirtschaftlich relevante Fakten über die wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Sie trat an die Stelle der bfai-Serie „Geschäftspartner".

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