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Internationale Handelskammer (ICC)

International Chamber of Commerce (ICC) Chambre de Commerce Internationale (CCI) 1920 in Paris aufgrund einer Initiative der internationalen Handelskonferenz von 1919 (Atlantic City) gegründet. Die ICC ist der Zusammenschluß von Unternehmen und Verbänden aus Industrie- und Entwicklungsländern und unterhält mehr als 60 nationale Komitees, von denen das deutsche in Köln ansässig ist. Zu den Aufgaben der ICC zählt die Förderung und Verbesserung des Welthandels sowie die Harmonisierung und Liberalisierung von internationalen Handelsverfahren und Geschäftsusancen mit dem Ziel der Erreichung eines freien und fairen internationalen Wettbewerbs für Güter- und Kapitaltransaktionen. Unter Einbeziehung ihrer nationalen Komitees beschäftigt die ICC sich mit allen bedeutenden Fragen der Weltwirtschaftsentwicklung. Der ICC-Rat (Council) ist das höchste Leitungsorgan, das zweimal jährlich tagt und in das die nationalen Komitees, proportional zu ihren Beiträgen zum Gesamtbudget, ein bis drei Mitglieder entsenden. Die Geschäftsführung obliegt dem Verwaltungsrat (Executive Board), der aus mindestens 15 Mitgliedern besteht, die vom Council für eine dreijährige Amtszeit ernannt werden. Im Jahresrhythmus tritt jeweils ein Drittel der Verwaltungsratsmitglieder zurück (Wiederwahl ist möglich). Der ICC-Kongreß kommt alle drei Jahre unter einem aktuellen Generalthema zusammen. Zwischen diesen Kongreßtagungen findet mindestens eine Fachkonferenz statt.
Weitere Organe sind das Internationale Sekretariat, nationale Ausschüsse und Beiräte. Die ICC besitzt Konsultativ-Status im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, der Welthandelsorganisation (WHO) und der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) Die ICC hat sich Verdienste in Handelsfragen des internationalen Schiedsgerichtswesens (ICC Schiedsverfahren) erworben und wichtige Beiträge zu den einzelnen GATT-Runden geleistet. Ein Ständiger Gerichtshof (ICC International Court of Arbitration) befaßt sich mit Handelsstreitigkeiten. Weitere Aktivitäten sind die Aufstellung von Absatzstatistiken, Absatz- und Vertriebsforschung, Analysen zu Binnenschiffahrt und Eisenbahnverkehr, internationale Distribution, Güterkraftverkehr, Ausbau der Infrastrukturen, die Organisation internationaler Messen und Ausstellungen sowie Fragen des internationalen Tourismus. Darüber hinaus befaßt sie sich mit Fragen des Kartellrechts, der Konnossemente, des Luftverkehrs und Luftfahrtrechts, des Schutzes gewerblichen Eigentums, des Seeverkehrs sowie des Steuer- und Bankwesens. Besondere Verdienste hat sich die ICC um die Vereinheitlichung der Handelsterminologien, der Währungspolitik, des Kreditwesens, der Werbung und des Zollrechts erworben. Die Erarbeitung der Incoterms st ein wesentlicher Beitrag zur Erleichterung internationaler Handelsbeziehungen.

Die Internationale Handelskammer (International Chamber of Commerce, ICC) ist eine privatrechtliche Organisation von Unternehmen, nationalen Unternehmensverbänden und nationalen Wirtschaftsorganisationen aus Industrie- und Entwicklungsländern mit Sitz in Paris. Sie wurde 1920 auf Grund einer Initiative der internationalen Handelskonferenz von 1919 gegründet und unterhält mehr als 60 nationale Komitees, von denen das deutsche in Köln ansässig ist. Ziel des ICC ist die ständige Förderung und Verbesserung des Welthandels und der Weltwirtschaft sowie die Harmonisierung und Liberalisierung von internationalen Handelsverfahren und Geschäfts-usancen mit dem Ziel der Erreichung eines freien und fairen internationalen Wettbewerbs für Güter und Kapitaltransaktionen (vgl. Deutsche Bank, 1998, S. 246).

Von hoher Bedeutung sind die Standardisierungsmöglichkeiten der Handelsterminologien, der Währungspolitik, des Kreditwesens und des Zollrechts, welche die ICC für den Welthandel entwickelt hat, z.B. die INCOIERMS, die Einheitlichen Richtlinien für das Inkasso von Handelspapieren (ERI), die Einheitlichen Richtlinien und Gebräuche für Dokumentenakkreditive (ERA), die Einheitlichen Richtlinien für auf Anforderung zahlbare Garantien (ERG) sowie die Einheitlichen Richtlinien für Rembours zwischen Banken unter Dokumentenakkreditiven (ERR). Weiterhin ist die Einrichtung einer internationalen Schiedsgerichtsbarkeit von Bedeutung. Bei Handelsstreitigkeiten kann ein ständig etablierter Gerichtshof (Court of Arbitration) angerufen werden, wenn sich die Vertragsparteien über dessen Einschaltung verständigt haben. Ziel dieser Maßnahmen ist die Senkung der Transaktionskosten im internationalen Handel, z.B. durch die Verkürzung der Verhandlungsdauer und die Reduzierung der Informationskosten (vgl. Zentes, 1995a, Sp. 137; Schroth, 2001, S. 348).

(International Chamber of Commerce, abgek. ICC) mit Sitz in Paris ist die Weltorganisation der Wirt­schaft. Die ICC hat fünf Hauptaufgaben:
(1) Vertretung der Wirtschaft auf internationaler Ebene.
(2) Unterstützung des Welthandels und der Investitionen auf Basis eines freien und ausgewogenen Wett­bewerbs.
(3) Vereinheitlichung und Förderung der Handelspraxis und -terminologie (siehe z.B.   Ein­heitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumenten-Akkreditive,  Einheitliche Richtlinien für In­kassi sowie  Incoterms).
(4) Organisation von Konferenzen und Kolloquien.
(5) Praktische Hilfen (z.B. der Internationale ICC-Schiedsgerichtshof usw.). Internetadressen: http://www.icc-deutschland.de, http://www.iccwbo.org.



- (frz.) Chambre de Commerce International (CCI) oder (engl.) International Chamber of Commerce (ICC). Gegr. 1919. Hauptsitz: Paris. Weltumfassender Unternehmensverband mit Mitgliedern aus über 130 Ländern; in ihm sind mehr als
1. 500 Wirtschaftsorganisationen und über
5. 000 Unternehmen der internationalen Wirtschaft organisiert. Aufgaben: Förderung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen (einer liberalen Weltwirtschaftsordnung); Wahrung der Mitgliederinteressen. Enge Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und ihren Sonderorganisationen. Die ICC ist als Schiedsgericht (vgl. Arbitrage) tätig. S. Internationales Schiedsgericht der ICC. http://www.iccwbo.org Die ICC-Deutschland hat ihren Sitz in Köln. http://www.icc-deutschland.de

(ICC): Die In­ternationale Handelskammer (International Chamber of Commerce - ICC) mit Sitz in Paris wurde 1919 in Atlantic City in den USA ge­gründet. Sie ist eine private Organisation von über 6000 Unternehmen, über 1500 Wirtschafts­und Berufsverbänden und individuellen Mitgliedem aus mehr als 100 Ländern der Welt. Sitz der Deutschen Gruppe (sie besteht seit 1925) ist Köln. Ziel der ICC ist es, die Entwicklung der Weltwirtschaft durch Förderung der internationa­len Zusammenarbeit im Welthandel zu verbes­sern.

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