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Bausparkasse

privatrechtliche oder öffentlich-rechtliche Zwecksparkassen, die das Kollektivsparen mit dem Ziel der Finanzierung von wohnungswirtschaftlichen (Wohnungswirtschaft) Maßnahmen fördern.

Nach dem Gesetz über Bausparkassen Kreditinstitut, dessen Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, Einlagen von Bausparern (Bauspareinlagen) entgegenzunehmen und aus den angesammelten Beträgen den Bausparern für wohnungswirtschaftliche Massnahmen Gelddarlehen (Bauspardarlehen) zu gewähren. Aufgabe der Bausparkassen ist es, das bei ihnen angelegte Spargeld ihrer Kunden, der Bausparer, das vergleichsw. niedrig verzinst und in einem Zuteilungsfonds angesammelt wird, nach, einem bestimmten Zuteilungsplan und nach Ablauf geregelter Spar- und Wartezeiten in Form eines Hypothekarkredits zu ebenfalls niedrigen Zinsen an die Kunden zur Finanzierung von Bauvorhaben und zum Wohnungskauf, von Wohneigentum bzw. zur Erhaltung und Ver- besserung von Immobiliarsubstanz zurückzugeben. Die besondere Bedeutung der Bausparkassen liegt darin, dass sie i.Ggs. zu anderen Banken - insb. Hypothekenbanken -nachrangig gesicherte Hypothekarkredite vergeben, wenn die erste Rangstelle im Grundbuch anderweitig besetzt ist. Neben dem eigentlichen Bauspargeschäft vergeben Bausparkassen Darlehen, die der Vor- oder Zwischenfinanzierung von Bausparverträgen ihrer Kunden dienen. Sie können sich an inländischen Unternehmen beteiligen, deren Zweck die Förderung des Bauspargeschäfts ist, oder für wohnungswirtschaftliche Massnahmen Bauland erwerben, vermitteln, selbst Wohngebäude errichten und wieder verkaufen oder Bauherren beraten. Verfügbares Geld kann in Guthaben bei anderen Banken oder in Schuldverschreibungen des Bundes oder der Länder sowie sonstigen an der Börse gehandelten Schuldverschreibungen angelegt werden. Auch der Erwerb von Grundstücken oder Wohnungseigentum ist möglich, sofern er der Vermeidung von Ausfällen an Forderungen und zur Beschaffung von Geschäftsräumen dient. Die Refinanzierung der Bausparkassen erfolgt zum einen durch die Spareinlagen der Bausparer - allerdings begrenzt auf das 5-fache des haftenden Eigenkapitals -, zum anderen durch Aufnahme von Darlehen bei anderen Banken und Kapitalsammelstellen. Des Weiteren können Bausparkassen Inhaberschuldverschreibungen mit max. 4 Jahren Laufzeit emittieren. Das Bauspargeschäft darf nur von Bausparkassen betrieben werden, die die einzige erlaubte Form der Zwecksparunternehmen sind. Für Bausparkassen gilt neben dem Gesetz über Bausparkassen die Verordnung zum Schutz der Gläubiger von Bausparkassen. Bausparkassen, die gem. § 1 KWG Kreditinstitute i.S.d. KWG sind, deren Tätigkeit aber durch ein eigenes Gesetz - für öffentlich-rechtliche (Landesbausparkassen) und private Bausparkassen - geregelt ist, betreiben die einzig erlaubte Form des Zweckspargeschäfts (§ 3 Abs. 2 KWG), sind alsoO Zwecksparunternehmen. Rechtsform der privaten Bausparkassen ist die AG, die der öffentlich-rechtlichen Bausparkassen wird vom jeweiligen Bundesland bestimmt; sie werden in den meisten Fällen als Bausparabteilungen der betr. Girozentralen geführt. Es existieren öffentlich- rechtliche Landesbausparkassen, die den Sparkassen und Landesbanken angegliedert sind, sowie private Bausparkassen. Bausparkassen unterliegen der Aufsicht durch die BaFin nach KWG und Bauspargesetz. Allgemeine Bedingungen für Bausparverträge, Allgemeine Geschäftsgrundsätze der Bausparkassen.

(Financial Services) umfassen allgemein alle Dienstleistungen, die von Kreditinstituten, Versicherungen und sonstigen Nichtbanken angeboten werden. Dies sind insbesondere sämtliche traditionelle Formen von Bank- und Versicherungsdienstleistungen. Aufgrund der juristisch gebotenen unternehmerischen Trennung von Banken und Versicherungsunternehmen (§ 1 Abs. 1 Nr. 1-9 KWG; § 1 Abs. 1 VAG, § 7 Abs. 2 VAG) gibt es im rechtlichen Sinne keine Möglichkeit, daß Banken oder/und Versicherer oder/und sonstige Finanzintermediäre einheitliche und umfassende Finanzdienstleistungen anbieten.

Aufgrund der inzwischen veränderten Lage an den Finanzmärkten trachten die Anbieter von Finanzdienstleistungen inzwischen danach, ein möglichst umfassendes Angebot an Finanzdienstleistungen (Allfinanz) zu offerieren.

Spezialbanken, die ausschließlich Kredite für wohnwirtschaftliche Vorhaben vergeben. Der Personenkreis, der diese (meist zinsgünstigen) Kredite in Anspruch nehmen kann, ist auf Personen begrenzt, die einen Bausparvertrag abgeschlossen haben und mit ihren regelmäßigen Einlagen die Hauptrefinanzierungsquelle für Bausparkassen bilden.

Diese Spezialbanken haben den ausschließlichen Geschäftszweck, Spareinlagen von Bausparern zu sammeln und Bauspardarlehen auszureichen. Die Aufgaben der Bausparkassen sind eigens in einem Gesetz über Bausparkassen festgelegt. Die Schaffung von Wohneigentum ist dabei der gesellschaftliche Zweck und Nutzen.

Teilgruppe der Spezialbanken innerhalb des deutschen Bankensystems. Die Institute sind darauf spezialisiert, auf der Grundlage abgeschlossener Bausparverträge Gelder von Bauwilligen zu sammeln und aus dem angesammelten Fonds nach einem bestimmten Zuteilungsplan Darlehen an die Bausparer zu vergeben. Die Darlehen werden mit nachrangigen Grundpfandrechten besichert und ergänzen daher die Baufinanzierung durch die Realkreditinstitute, die zur Besicherung ihrer Darlehen gewöhnlich rangerste Grundpfandrechte verlangen. Von den 32 Bausparkassen (Ende 1990) sind 19 private und 13 öffentlich-rechtliche Institute, sog. Landesbausparkassen, von denen die meisten (9) rechtlich unselbständige Abteilungen von Landesbanken/Girozentralen bzw. Sparkassen verkörpern. Vom zusammengefassten Bilanzvolumen aller Bausparkassen entfallen rd. 2A auf die privaten Institute. Gemeinsame Rechtsgrundlage ist das Gesetz über Bausparkassen von 1972.   Literatur: Lehmann, W./Schäfer, O., Bausparkassengesetz und Bausparkassenverordnung - Kommentar, 2. Aufl., Bonn 1977. Schmid, J., Die Bausparkassen in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt a. M. 1979. Degner, J.IRöher, A., Die Bausparkassen, 6. Aufl., Frankfurt a.M. 1986.

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